Innendämmung der Aussenwand mit Zelluloseflocken. Mit oder ohne Dampfbremse

13.12.2016



Guten Morgen

Wir sind derzeit daran, ein altes Haus mit Baujahr vermutlich 1700 kern zu sanieren. EG und 1. OG sind Bruchstein, 2. OG ist Fachwerk.
Dabei kommt auch eine Innendämmung drauf. Wir wollen dazu innen eine mit Gipsfaserplatten und einer Wandheizung versehene Vorwand mit Zellulose Dämmschüttung ausblasen lassen. Nun die Frage in die Runde: würde das Risiko von Tauwasser in der alten Fachwerkmauer minimiert, wenn noch eine feuchtevariable Dampfbremse (z.B. Variotherm) verwendet wird? Also Aufbau von innen nach aussen wäre dann:

1. Beplankung GFK / Trockenbauwandheizung (Renovis) 15mm
2. Installationsrost 24mm
3. Eventuell: Dampfbremse feuchtevariabel
4. Vorwand in Holzständerbauweise mit eingeblasener Dämmung 100mm
5. bestehende Fachwerk bzw. Bruchsteinwand ca. 200mm
6. Aussenputz bestehend (Fachwerk nicht sichtbar)

Danke für Antworten.

Grüsse
Lukas Oertle



Ich würde anders bauen!



In ihrem Falle würde ich homogener bauen wollen.
Wenn schon das Thema Wandheizung aktuell ist.
Eine gute Funktion und Wirksamkeit einer WH ist homogen verputzt mit Lehm zu erreichen.
Und dazu würden wir eine homogen mit der Bestandswand erstellte Innenwandschale aus Leichtlehmsteinen errichten und darauf dann die WH montieren und unter Wärme verputzen.



Noch Fragen...



Wenn es aussen verputzt ist, warum nicht aussen dämmen ? Heimatsch(m)utz ?

Die Verarbeiter der Zellulose meinen zwar, es ginge ohne, ich würde aber aus Vorsicht und wegen der Luftdichtheit nicht auf eine qualitativ gute Dampfbremse verzichten.

Klassische Holzständer stellen Wärmebrücken dar, und sind "overkill" für eine Leichtbauwand. Vorfertigung in der Werkstatt ist aus meiner Sicht kein Gewinn, da man die grossen Elemente schlecht durch das Treppenhaus tragen kann.

Bei unserem Haus (25 cm oder oben 15 cm Mauer, kein Fachwerk) haben wir im Dachgeschoss einen 100 mm Kreuzrost aus 40x60 KV Latten vor die Wand gestellt, und mit Zellulose im Nassverfahren ausgeblasen (CH: Firma Curau). Elektrisch in der vorderen (waagrechten) Ebene des Kreuzrostes verlegt. Davor Dampfbremse (Intello Plus) und Gipsfaserplatten.

Wir heizen mit herkömmlichen Heizkörpern + Gas.