Wärmedämmung Innendämmung




Unser denkmalgeschütztes Fachwerkhaus müsste gedämmt werden. Wie kann ich eine Innendämmung machen? Die Energieberatung über Bafa ist kaum mit Fachwerk vertraut. Obwohl hier in Nordhessen Fachwerk die Dörfer und Kleinstädte prägt. Ich möchte die Fehler, die ich vor 20 Jahren mit dem damals heftig empfohlenen Consolan als Farbe machte, nicht auch noch bei der Dämmung wiederholen. Wer kann mir weiterhelfen?



Ein Fachwerkhaus,



kann in keinster Weise mit einem Massivhaus verglichen werden.
Hier ist eine sorgfältige Auswahl der Baustoffe notwendig.
Was die Innendämmung (die immer kritisch zu betrachten ist) anbelangt, sollte über prüft werden, ob man in diesem Fall den Ausnahmeparagraphen der EnEv anwenden kann und traditionelle Baustoffe bei der Massnahme verwendet.

Grüsse Thomas



innendämmung



bei einem Denkmal geschützen haus kann man ein Antrag stellen das die EnEv raus genommen wird,was auch kein problem sein dürfte.
die Innendämmung sollte einen homogenen wandauf bau haben.
gute dämmwerte bekommt man mit Holzweichfaser platten hin.
wenn die verarbeitungs richtlienen von den jeweiligen Hersteller folge geleistet wird ist eine innendämmung eine gute sache.es muß nur etwas sensibel vorgegangen werden und nicht nach dem motto auf die plätze fertig los.holt euch einen kompetenten lehmbauer zur Beratung oder guckt mal z.b
bei conluto auf die seiten und erkundigt euch ausführlich.auch hier im forum bekommt ihr genug hinweise
viel erfolg
thomas



Innendämmung



Hallo Herr Schmidt,
Ja, ja das gute Consolan.
Diese Farbe hat an Fachwerkhäusern auf hohen Niveau versagt.
"Die Farbe ist so gut, das sie immernoch da ist, obwohl die Balken schon verfault sind".
Für Innendämmungen (ich rede lieber von "Wandverdickung") im Fachwerkhaus haben sich folgende Materialien bewährt:
Im Lehm eingebettete:
Schilfrohrmatten
Mineralschaumplatten
Gepresste Perliteplatten
Weichfaserplatten
Calzium- Silikatplatten
Leichtlehmvorsatzschale
Max 6 cm.
Wenn Sie dicker dämmen möchten , sollte ein Bauphysiker den Wandaufbau rechnen.
Es kann dann auch sein, dass Sie "durch die Decke" dämmen müssen.
Je "besser" Sie ein Bauteil dämmen, desto größer wird der Unterschied zu den "schlecht" gedämmten Bauteilen, mit der Gefahr von Kondesatausfall. (Schimmelbildung)
Sie sollten Ihr Haus ganzheitlich betrachten:
Neue Fenster?
Oberste Geschossdecke?
Kellerdecke?
Dachfächen?
Die Bauphysik ist hier wichtiger als die ENEV

viele Grüße



Innendämmung bis 60 mm



mit diffusionsoffenen Materialien, entweder Schilf in feuchten Lehm eingebettet oder trocken mit Hanfmatten, dann aber MIT Dampfbremse und Bekleidung mit Lehmplatten.
alternativ gibt es auch Strohplatten, die üblicherweise als ständerfreie Wände Verwendung finden, die aber auch im Fachwerkbereich für innenwände erfolgreich engesetzt werden.
ansonsten schließe ich mich Robert göbel an...
Gunther



Innendämmung mit Lehm



Hallo Herr Schmidt,

wie meine Vorredner bin auch ich von Innenschalen aus bzw. mit Lehm überzeugt.
Inbesondere mit Holzfaserdämmplatten haben wir gute Erfahrung gemacht. Die lassen sich relativ einfach verarbeiten, können viel Feuchtigkeit aufnehmen und brauchen im Vergleich zu manchen anderen Innendämmungen nicht so viel Platz.

Viele Grüße

Marc K.



Wärmedämmung Innendämmung



Danke für die tollen Ratschläge. Nicht verstanden habe ich, warum eine Dampfsperre empfohlen wurde.. Ist das nicht gerade falsch?