Innendämmung mit Lehmziegeln bei eine 14 cm Fachwerkwand

13.03.2009



Hallo Fachwerkfachleute,

Wenn wir im EG Leichtlehmziegel als Dämmung innen verbauen, was kommt dann in den Zwischenraum zwischen Fachwerkwand und Lehmziegeln?
Werden diese Lehmziegel auch vor dem Holzbalken gemauert? (wir wollen das Fachwerk auf der Innenseite nicht sehen).
Wie verbindet man die Ziegelmauer mit der Fachwerkwand?
Welchen Putz kommt zuletzt auf der Wand?
Was wiegt so ne Wand? Wir würden diese Wand (ca. 6,5 Meter Länge und 2,5 Meter Hohe)direkt auf den Massivboden (Beton ca. 35 cm) mauern. Geht das? Oder müssen wir ein Zusatzfundament bauen?

Viele Fragen die ganz dringend auf eine Antwort warten....

Gruß, Gerrit



Innendämmung



Die Innendämmung einer Fachwerkwand ist eine diffizile Angelegenheit und nichts für Heimwerkeleien.
Sie sollte von einem Fachmann unter Beachtung der konkreten örtlichen Gegebenheiten und weiterer Baumaßnahmen geplant und in der Ausführung begleitet werden.
Der Aufbau erfolgt ohne Hohlräume unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Diffusionswiderstände der einzelnen Schichten.
Wer hier Fehler macht riskiert die Zerstörung des Tragwerkes.
Auch Details wie Wand-, Decken- und Laibungsanschlüsse bedürfen einer sorgfältigen Planung.
Das Gewicht solch einer Wand können Sie selber ausrechnen, wenn Sie die Rhodichte der Steine kennen.

Viele Grüße



Da kann ich



Herr Böttcher nur beipflichten, stimmt hier ein Detail nicht, zieht das unangenehme Folgen mit sich. Hier meine ich weniger ist oft mehr.

Grüsse Thomas





Vielen Dank für die Antworten,

leider haben wir von 6 kostenvoranschlägen versch. Firmen auch 6 unterschiedliche ausführungsvorschläge die ALLE hier im forum mal als gut und mal als sehr schlecht bezeichnet werden.
Aufdopplung, Vorsatzschale mit Dampfbremse (wurde mit Bauantrag vom Denkmalschutz genehmigt), Lehmziegel, Wandheizung, Hohlraum und dann eine 30cm Mauer aus Gasbeton.... jetzt wissen wir nicht mehr weiter, was ist nun der richtige weg ?

Kathrin D.



Fachwerkwand



?



Viele Handwerker,



viele Meinungen und jeder sagt was anderes, da kann ich Sie gut verstehen.

Ich will ja jetzt nicht noch mehr Verwirrung stiften, aber der Vorschlag von Herr Fischer finde ich gar nicht so schlecht.
Und wenn Sie das Fachwerk nicht mehr sehen wollen, können Sie auch die Wände mit Ziegelgewebe bespannen und mit Kalkmörtel verputzen.

Durch seine Alkalität, wirkt er fungizid/schimmeltötend.
weniger ist oft mehr


Grüsse Thomas



innendämmung



ihr solltet auf alle fälle eien homogen Wandaufbau mit lehm
wählen.ob hwf platten,leichtlehmschüttung oder vorsatzschalle.das müßt ihr selber entscheiden.lasst die finger von dampfsperrfolien oder gasbeton.das Material muß kapielar leitfähig sein dann fungtioniert auch eine innendämmung problemlos.
gruß thomas



Hier noch ein Bild,



mit dem Aufbau von Ziegelgewebe
Aufbau:

Ziegelgewebe
Vorspritzer
Putz

Grüsse Thomas



Innendämmung



Zitat:
"… dann fungtioniert auch eine innendämmung problemlos …"

dazu in einem anderen Thread:
Fachwerk Aufdoppeln

---Forenreferenz-----------
Fachwerk aufdoppeln -
Hallo Leute,

ein bekannter von mir möchte bei seinem Fachwerkhaus (Bj.1650) zwecks Wärmedämmung das Fachwer aufdoppeln und die Gefache mit Holzwolleplatten ausfüllen.
Zum geplanten Aufbau (innen->aussen):
Lehmputz d= ???
Fachwerk d=~ 16cm
Aufdopplung 8cm Lärche
Gefache 6cm Holzwolle
Putz 1-2cm

wie würdet Ihr das machen? mehr ...
----------------------------------



… und ein jeder Neufirmengründer mit nur einer linken Hand sich die gesammelten Firmenprospekte der einschlägigen Dämmerer ins Firmenportfolio auf die eigene "homepage" draufkopieren kann (Nach dem alten Studentengrundsatz: Gut kopiert ist halb studiert) so lange machen die verunsicherten Bauherren das. Man will ja nichts falsch machen! Und den super XYZ-Kredit nehmen wir auch noch mit (in meinen Augen nur eine so-genannte: Hausabwrackprämie) - die genauen Auswirkungen und Realzinsen und -Kosten werden schöngeredet (Psychologisch: Kompensation oder RRBS = "Rosarote Brillen Syndrom) Und überall werden die zweifelhaften Aussendämmungen als Usus und Normal (Stand der Technik) deklariert und die auch zweifelhaften und bauphysikalisch immens risikoreicheren Innendämmungen auf Grund einer ganz speziellen Untersuchung als problemlos eingestuft - gelesen oder gar richtig verstanden wohl von den Wenigsten. Übrig bleiben irgend welche Schlagworte die rumgeistern und den Bauherren vorgaukeln, dass alles im Griff zu haben ist. Und das böse Erwachen kommt dann erst hinterher: Geld weg, Bauschäden, Gesundheit und die Fragezeichen immens gross!
Ich sage: Bauherr: VORSICHT! vorher mal Reinecke Fuchs lesen - auf jeden Fall nicht alles glauben, was in Verkaufsprospekten steht.


Beraten ist gleich, gekauft und eingebaut auch - aber die Schäden kommen schleichend aber verheerend!

Und auch nicht glauben, was die Lehmbau-Telefonselsorge so jovial alles berät.

Innendämmung ist keineswegs "unproblematisch" oder gar problemlos!
Ganz im Gegenteil!
Sie werden sehen!

FK



Innendämmung ist immer problematisch



Wie Herr Kurz schon geschrieben hat, ist eine Innendämmung durchaus nicht unproblematisch. Nach einer intensiveren Befassung mit dem Thema Innendämmung komme ich einfach zum Schluss, dass Lehmbaustoffe können zwar viel aber doch nicht alles.
Ausserdem sollte man auch die Kosten und den Nutzen gegenüberstellen, bei einer Innendämmung verliert man die Speicherfähigkeit der Wand. Eine gleichmässig hohe Oberflächentemparatur ist das Ziel und schafft angenehme Wohnbedingungen.

Grüsse Thomas



Fachwerkwand



Hallo,

erstmal DANKESCHÖN für die Antworten.
Wir sind uns immer noch sehr unsicher bei dam was alles geschrieben steht aber nun auch sicher das es eher weniger Dämmung wird als mehr.


Gruß Kathrin D.



Innendämmung mit Lehmziegeln bei eine 14 cm Fachwerkwand



Hallo Fachwerk-Fachleute,

nach Beratung mit einem Bauphysiker mit Jahrelange Erfahrung in der Altbausanierung wurde uns folgendes vorgeschlagen:

Wandaufbau von Außen nach Innen:

14 cm Fachwerkwand, Holzbalken auf der Innenseite mit Dachpappe(Bitumen)versiegeln, 10 cm Luftspalt, 20 cm Gasbeton als Vorsatzschale, Putz, Farbe.

Es wurde uns folgendes erklärt:

Wenn die Vorsatzschale von innen erwärmt wird und somit letztendlich die stehende Luft zwischen Vorsatzschale und Fachwerkwand aufwärmt, kann es nicht zum Kondensatbildung kommen, weil die stehende Luft ja eigentlich die Außenluft ist. Diese Luft hat je nach Wetterlage eine gewisse Luftfeuchtigkeit. Wenn diese Luft erwärmt wird, kann diese Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen (Physikgesetz) und somit kann hier keine Kondensation stattfinden. Da der Luftspalt ca. 10 cm ist und die Fachwerkwand niemals nach Außen "Luftdicht" ist entsteht hier ein natürlicher (langsamer) Luftaustausch. Das Gesamtluftvolumen dieses Spaltes ist groß genug um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren und Kondensatbildung auf der Innenseite der Fachwerkwand zu vermeiden.

Was sagt Ihr Fachleute dazu?
Könnte das so funktionieren?
Für mich macht das irgendwie sinn.
Den Innenraumverlust (ca. 30 cm) ist auf Grund der Raumgroße kein Problem.
Die Fensternischen werden ca. 45° angeschrägt um den Lichtverlust so gering wie möglich zu halten

Grüße von Gerrit und Kathrin.



riesiger Aufwand



der nichts bringt.
Wo ist dann die Dämmebene, wenn Luftraum zwischen Vormauerung
und Fachwerk sogut wie belüftet ist?
Vor dieser Lösung, ist gar nichts machen die Wand so belassen und mit Wandtemperierung arbeiten.
Eine weitere Möglichkeit, die nach dementsprechender Beratung möglich wäre, sollte vorort abgeklärt werden.

Grüsse Thomas