Holzbalkendecke ausgleichen bzw. können Balken "gekürzt" werden? Wurmbehandlung?

27.03.2017 Kandela



Hallo zusammen,

wir sind aktuell bei der Kernsanierung unseres EFH BJ 1958.
Die Decken zwischen EG und 1. OG sowie 1. OG und 2. OG sind Holzbalkendecken.

Es ist mittlerweile fast alles im Haus entkernt - außer Mauern, Deckenbalken und den Brettern unten an den Balken ist nichts mehr drin.

Da wir überall Türstürze einmauern müssen (es wurde um Holzrahmen rumgemauert; manchmal sind Holzbretter als Sturz drin...) und auch zwei Wände versetzen, haben wir EG und 1. OG ausnivellieren lassen.

Wir bekommen im ganzen Haus Fußbodenheizung- im 1.OG sind wir aufgrund der Deckenhöhe und zwecks Holzbalkendecke bereits zu einem Trockensystem (Styroporplatten mit Wärmeleitblechen + Trockenestrich oben drauf) übergegangen.

Nur hat das Vermessen des OGs nun ergeben, dass wir von vorne bis hinten im Haus ein Gefälle drin haben von 6-7 cm.
Da das im EG auch so ist (3-4 cm) hatten wir zunächst Angst, dass das Haus sich einseitig gesenkt hat. Aber alle Mauern und Leibungen sind gerade - da ist alles OK - Entwarnung.

So nun die Frage:
Wenn wir die komplette Holzbalkendecke mit seitlichen Latten ausgleichen, bekommen wir in den "niedrigen" Zimmern mit der Deckenhöhe ein Problem. Da die Decke von oben mit Latten + Gipskartonplatten abgehängt wird, würden dann nur noch unter 2,3 m übrig bleiben.

Die Balken in den vorderen Zimmern (Kinderzimmer) + am Flur sind bis auf 2-3 cm gleich.
Allerdings im hinteren Bereich (Bad + Schlafzimmer) steigen die Balken auf 3 m nochmals um 3-4 cm an.

Könnt ihr mir hier Tips geben, was wir am besten machen?

Eine Stufe im OG zu haben, gerade ins Bad, finde ich nicht so toll.
Ausgleichen auf das höchste Niveau führt zu niedriger Deckenhöhe in den Kinderzimmern.

Wäre es möglich, die Balken in Bad und Schlafzimmer um ca. 3 cm irgendwie zu kürzen?
Hat sowas schon jemand gemacht?

Die Balken haben Abmessungen von 20 hoch und ca. 13-14 cm breit.

Alternative 2 wäre in diesen betroffenen Räumen die Dielen bzw. OSB Platten welche oben drauf kommen, in den Zwischenräumen zu verlegen: dann hätten wir zumindest 2,5 - 3 cm gespart.
Den Rest der Balken dann glatt hobeln.
Hat da wer Erfahrungen?
Den Rest dann an dieses Niveau angleichen.

Möglich ist natürlich noch, dass wir die Gipskartonplatten direkt an die Bretter oben schrauben - hier befürchte ich aber ewige Risse nach kurzer Zeit durch das Federn des Bodens.

Weiterhin noch eine weitere Frage:
In der Decke vom 1.OG werden wir 1-2 Balken Tauschen, da diese Wurmbefall haben.
die anderen sehen gut aus (bis auf vereinzelt Löcher).
Diese wollen wir behandeln: Kann da jemand sagen, mit was das am besten geht?
Vom Zimmerer würden wir ein "Wurm-frei" bekommen.

Anbei noch ein Bild des "Badezimmers" - hier erkennt man die Balken ganz gut.

Vielen Dank und Grüße
Marina



Deckensanierung



Das mit dem Deckenbalken tauschen geht nicht so einfach da die Schalbretter unten durchlaufen und nicht wie üblich auf Holzleisten als Einschub zwischen den Balken aufliegen. Lassen Sie die Balken Anschuhen oder neue Profile daneben legen.
Die Raum- bzw. Fußbodenhöhen können Sie zimmerweise mit einer Türschwelle springen lassen, der Rest kann innerhalb der Räume bzw. dem Flur mit etwas Gefälle ausgeglichen werden. Die rabiate Methode wäre auf Höhe Balkenoberkante abgesenkte ESB- Platten

Was mich etwas verunsichert ist das totale skelettieren eines relativ jungen Hauses. Ich habe noch nie erlebt das Innenputz oder Decken so rabiat zurückgebaut werden mussten.





Hallo,

die Bausubstanz ist sehr gut - nur war in dem Haus
- keine Heizung (Ofenheizung)
- Elektrik mit Stegleitungen
- Durch die Ofenheizung teils stark verrußt
- es wurde in den ganzen Jahren nur 2x geweißt: 1x beim Bau, 1x irgendwann (die Wände waren noch mit Motiven gerollt)
- die Holzbalkendecke im 1. OG war in 2 Zimmern noch nicht mal zugemacht: da lag nur Dreck in den Zwischenräumen; im Flur und im Bad was der Zwischenraum zwischen den Balken ausbetoniert; die anderen beiden Zimmer OK: aber wenn dann gleich komplett
- Ab Dachboden wurde Getreide gelagert: Es waren überall Getreidereste und Mausdreck
- weiterhin ein Bauernhof wo ein einsamer Jungeselle gelebt hat

In Summe des Ganzen: Alles Neu.
DAs Haus ist "nur" Baujahr 58 ja - aber so war es auch noch.

Ja, Stufen im OG wäre eine Alternative - aber aktuell nur die letzte Lösung.

Deswegen meine Frage.
Mit Platten zwischen den Balken könnten wir denke ich noch gut leben.

Die Bretter unten an den Balken könnten wir abmachen und dann neue dran - deswegen würden wir die verwurmten Balken tauschen.

Grüße
Marina



Deckensanierung



Bei meinem obigen Kommentar fehlt ein Teil des Textes; ich kann den Kommentar leider nicht ändern, deshalb hier den vollständigen Satz:
Die rabiate Methode wäre auf Höhe Balkenoberkante abgesenkte ESB- Platten auf seitlich angeschraubte Dachlatten zu setzen, darauf Rieselschutz, Trockenschüttung als Höhenausgleich und Trockenestrich.