KVH richtig?

03.11.2010


Hallo und guten Morgen zusammen,
ich habe eine einfache Frage die mein Holzlieferant nicht beantworten kann da er keine Ahnung von DIN etc hat( und ich auch nicht).

Sind für die Auflagerhölzer eines Dielenbodens folgendes Holz richtig ausgewählt:
KVH-NSI 15% Holzfeuchte, +-3mm; 6cmx6cm S10 DIN 4074

Anmerkung: Die 6cm breite habe ich gewàhlt weil ich unterfüttern muss.
Was mich etwas stutzig macht ist die Toleranz, das wären ja in der Dicke bis zu 6 mm.
Danke für die Info
Stefan





Hier mal der Link, den du vielleicht auch mal deinem Holzhändler zeigen solltest.

http://www.kvh.de/KVH-Definition.cfm



kvh



der leider einzige grösser Händler der Region hat schon Probleme beim mailen, Link geht gar nicht, am liebsten alles wie früher per fax.
- Ist das angebotene KVH denn überhaubt richtig so?
Es wäre nett wenn mir jemand das Erläutern könnte
Gruss
Stefan Konrad





infos zu KVH --> Holzbau handbuch Reihe 4, Teil 2, Folge 1; Konstruktionsvollholz
beim "informationsdienst holz" auf der Hompage kostenlos downloadbar.- eigentlich.
"KVH-NSi" beschreibt eine Schnittklasse nach DIN mit bestimmten merkmalen.("Maßhaltigkeit des Querschnitts: +-1 mm", Stand Okt. 1997) Siehe hierzu oben genannte Quelle.
Viel Erfolg
MfG KT





die 6mm Schrumpftolleranz ist nur rein rechnerich angegeben, was passieren könnte wenn das Holz komplett trocknet. Wird aber nie der Fall sein, da das Holz auch Luftfeuchte aufnimmt. Und sich somit mehr oder weniger auf 10-15 % Restfeuchte einpegelt.
Selbst bei Hölzern mit einer Restfeuchte von 25% merkt man keinen Unterschied beim Austrocknen. Also keine Panik.
Das angegebene Holz "NSI" bedeutet nur das es nicht für sichtbare Holzkonstruktionen geeignet ist, damit ist die Oberfläche des Holzes gemeint, es wurde also nicht so schön geschliffen wie das "Si" KVH Holz.



Nein:



"Selbst bei Hölzern mit einer Restfeuchte von 25% merkt man keinen Unterschied beim Austrocknen. Also keine Panik."

Das ist ein sogenannter "Übertrieb". Auf Wasser mit Holzanteilen sollte man keine Dielung schrauben. Nach dem Nachtrocknen liegen die Bretter klapprig, Schraubenhälse knarren beim Schwingen...

Ich achte beim Verlegen auf max 12% HF für Unterkonstruktionen.

Grüße

Thomas



KVH ist richtig gewählt



Habe selber in meiner Wohnung über 200 qm Dielen verlegt, und zwar auf genau jenem KVH 6 x 8 cm (also etwas tiefer als bei Dir), NSi, das ich mit Hartholzplättchen (z.B. aus zersägter Schrank-Rückwand) auf einem nicht ganz ebenen Betonboden ausnivelliert habe. Schüttung aus Zellulose, Abstand der Hölzer nicht über 40 cm, obendrauf Korkstreifen. Brauchst nen guten (=teuren) Akkuschrauber. Ergebnis: Viel Arbeit, aber der Boden liegt nach 3 Jahren immer noch fantastisch!!! 6mm Höhenunterschiede sind in großen Räumen kein Problem. Holz ist schließlich ein Naturprodukt. Kannst mich gerne kontaktieren, wenn Du näheres wissen willst.
Achja, hatte noch großen Ärger mit dem örtlichen (eigentlich renommierten) Holzhändler, der mir kein zertifiziertes KVH geliefert hat, sondern sich selber was zurecht gesägt hatte. Habe es dann zurückgegeben und ihn verklagt. Also in die KVH-Webseite reinschauen wegen der Lieferanten!
Viel Erfolg
Herbert



Ein Nachtrag:



Egal, wer was liefert, eine Holzfeuchtemessung ist immer sinnvoll.

Ferner: Wer KVH an raumklimatisch schwieriger Position verbaut (z.B. EG gegen unbeheizt), kann auch auf KVH Douglasie zurückgreifen.

Schöner Holzboden. Was etwas länger währt, wird meist eben auch etwas besser. Viel Spaß mit den neuen Dielen wünscht

Thomas



Dielen auf Dachlatten



Hallo Thomas,
Habe mit dem Kreidezeit-Hartöl behandelt und bin sehr zufrieden. Die Kinder haben sich natürlich trotzdem schon auf dem Boden verewigt. Das Naturalöl mit dem Thermo-Verfahren erschien mir von Göttingen aus etwas zu umständlich, weil ich nicht wusste, wo ich die Maschine herkriegen sollte. Habe dann später meine Ahorn-Türen damit behandelt (mit Möbel-Weißöl, ging wegen der Unebenheiten nur mit nem Lappen einzureiben). Auch sehr sehr schön, könnten vielleicht bisschen mehr glänzen, siehe Fotos.
Frohes Schaffen weiterhin. Herbert



Tja,



unsere lieben zweibeinigen "Bauschädlinge" :-) Geht mir auch nicht anders. Sobald sich die Schäden zu einem einheitlichen Gesamtbild verdichten, kann man es auch Alterung oder Patina nennen :-)

Zuviel öliger Glanz auf den Türen wäre gar nicht gut, dickere (Lasur) Ölschichten können im Griffbereich auch Schmutz binden, da sie zögernd durchtrocknen. Mehrere dünne Aufträge in größeren Abständen sind da besser.

Grüße

Thomas