Hohlraum hinter Balken

31.01.2011



Hallo Gemeinde,

In den letzten Tagen hat ein Bauunternehmen Teile der Grundmauer meines Hauses segmentweise ausgetauscht, neu aufgemauert und mit Horizontalsperren versehen.

Hierbei stellt sich mir eine Frage. Auf der anderen Seite der Grundmauer befindet sich eine Betonplatte, deren Oberkante über der Unterkante des Schwellbalkens liegt. Um direkten Kontakt des Betons mit dem Balken zu vermeiden wurde hier eine Teerpappe verbaut. Nun ist durch das Entfernen der Bruchsteingrundmauer und das Aufmauern mit Ziegelsteinen eine Hohlraum zwischen bestehender Betonplatte und neuer Grundmauer entstanden. Nach vollständigem Aufmauern der Grundmauer ist der Hohlraum nach außen hin verschlossen, also kann keine Luft zirkulieren.

Ist vielleicht eine dumme Frage, aber kann eventuelle Bodenfeuchtigkeit die Luftfeuchtigkeit im Hohlraum so erhöhen, dass der Schwellbalken Schaden nimmt?

Die angehangenen Bilder zeigen die Situation.

Vielen Dank für Eure Antworten schon im Voraus.

Stefan



Und noch die Ansicht von der Bauseite aus...



...zur besseren Verdeutlichung...





Bodenfeuchte wird hier eher weniger das Problem als vielmehr eventuell ausfallendes Kondensat welches dann den Fußpunkt der Wand durchfeuchten könnte.
Ich würde den Hohlraum auf jeden Fall verfüllen.
Blöderweise wurde aber die Horizontalsperre nicht auf der ganzen Breite verlegt.

Grüße aus Schönebeck



Hohlraum ist immer ein Risiko



Hallo

neben dem Hohlraum ist m.E. die Materialwahl nicht günstig.
Zement unterm Holz, Dachpappe, usw. sind die Klassiker, die seit Jahrzehnten die Altbeuten und deren Substanz schädigen.
Da das dadurch "Stand der Technik" ist wird es allsgrad weiter praktiziert.
Ob's nun passt oder nicht!

Solche Details sollten eigentlich VORHER geplant sein, damit man nachher nicht im "Regens steht" und vorher weiss was es kostet.

Ihre Befürchtung mit der Feuchteansammlung ist berechtigt.

FK



Lochziegel?



sind das da Lochziegel als quasi Rollschicht-Ersatz? Warum wurde nicht das originale Kalkmörtel/Bruchsteinfundament wieder eingebaut?



Eines hatte ich noch nicht erwähnt,..



...nämlich dass die besagte Grundmauer eine Innenwand trägt. Das Thema Kondensatbildung sollte doch dann theoretisch nicht auftreten, weil es ja keinen relevanten Temperaturunterschied gibt. Oder täusche ich mich?

Wird durch den Umstand "Innenwand" das Risiko durch "falsche Materialwahl" (Zement..) relativiert? Feuchtigkeit kann ja schließlich nicht durch außen (Regen..) eintreten???

Zur Frage von Peter, ja, das sind Lochziegel. Und nein, es ist nicht wirklich eine Rollschicht, diese wird durch einen später geplanten Estrich verdeckt (OK FFB liegt einige cm unter UK Schwellbalken). Spricht aus reinen bautechnischen Gründen etwas gegen die Lochziegel?

Dank und Gruß





Wenn es eine Innenwand ist besteht weder Gefahr durch Kondensat, noch durch die Mörtelfuge unter dem Schwell.

Grüße aus Schönebeck