Gewölbekeller Bewertung/Zustand/Aussichten

07.06.2020 Franci

Gewölbekeller Bewertung/Zustand/Aussichten

Hallo zusammen,

mein Mann und ich überlegen ein älteres Haus zu kaufen (Wir sind beide nicht vom Fach). Das Haus ist von der Lage her und den Wohnbereichen perfekt, nur der Keller macht uns Sorgen. Laut Auskunft kann es bei sehr starken Regenfällen dazu komme dass Wasser im Keller steht (ein paar cm hoch) Aber auch von alleine immer wieder versickert. Es ist dadurch natürlich dauerhaft feucht im Keller. Die Fenster sind definitiv nicht dicht und an zwei Stellen sind keine verbaut dort finden sich nur Schächte nach außen. Das Wasser kommt also von der Seite und von unten (?). Laut jetzigen Besitzern haben sie am Keller nichts gemacht weil 1. der Aufwand zu hoch war und 2. Never change a Running System. Sie haben keine Probleme mit dem Keller weil sie es halt hinnehmen wie er genutzt werden kann.

Nutzen wollen wir den Keller auch nur zum lagern von Lebensmitteln und Aufstellung der Waschmaschine. Der Keller kann von mir aus sogar mal ab und an „unter Wasser stehen“. Es ist halt ein altes Bauernhaus mitten auf dem Land. Trotzdem ist mir eine Frage Besonders wichtig: Kann Schimmel von dort nach oben wandern bzw. Überhaupt entstehen?

Das Haus wurde vor 20 Jahren Kernsaniert. Der Keller allerdings nicht. Eine Trockenlegung von Außen ist keine Option. Und von innen habe ich Angst dass man dann die Feuchtigkeit einsperrt und es so zu Schäden kommt.

Ich freue mich von euren Erfahrungen zu hören und was zu lernen! Danke euch!



Trockene Keller gibt es nicht/kaum



Schau mal hier unter der Rubrik "Lesestoff" PDF-Dokumente,- dort gibt es von Herrn Böttcher auch was zum Thema "feuchte Keller".

Interessant wäre es, zu erfahren, welcher Fußbodenaufbau besteht? Sieht auf dem Foto aus wie aufgeplatzter Estrich? Beton? Steinplatten? Ist schwer zu erkennen.

Ich habe einen ähnlichen Gewölbekeller, durch den sogar eine offene Wasserleitung, quasi wie ein kleiner Bach, durchfließt und eine interne Zisterne mit immer neuem klaren Wasser füllt. Schimmel hatte ich noch nie. Man muss sich einfach bewusst sein, das der Keller früher den Zweck hatte, kühl zu sein. Das ging eben nur über verdunstende Feuchtigkeit,- "dicht" im heutigen Sinn hätte man ihn damals sowieso nicht bekommen. Zum Lagern von Lebensmitteln doch optimal! Kartons und Holz sollten aber besser nicht dort aufbewahrt werden,- beide könnten leicht verschimmeln.



Ok....


Ok....

Danke für die Antwort und den Tipp mit dem pdf.

Der Boden ist soweit ich das einschätzen kann festgetretene Erde (?) mit Natursteinplatten. Ich hab mal ein weiteres Bild angehangen auf dem man es vielleicht besser sieht.

Also muss ich keine Angst vor Schimmel haben wenn ich das ganz richtig angehe?! Wobei ich hier halt nicht weiß was „das Richtige“ ist. Sollten zb die Fenster neu gemacht werden bzw überhaupt eingesetzt werden? Welchen Putz kann man an die Wand machen damit das ganze etwas nette raussieht und vielleicht sogar hilfreich ist?

Mit freundlichen Grüßen



Hauskauf



wenn der Rest des Hauses ok ist ( kein muffiger Geruch, kein Schimmel), sollte es allein am Keller nicht scheitern. Unabhängig davon, empfehle ich einen altbauerahrenen Begutachter zur Besichtigung mitzunehmen.