Souterrain-Kellergeschoss Ausbau

03.01.2012



Hallo zusammen.

Ich habe vor ein paar Monaten ein Stadt-Haus aus 1934 erstanden. Es ist aus Gönninger Kalk-Tuffstein gemauert und hat keinen Aussenputz, sprich Sicht-Tuffstein.

Ich habe vier Stockwerke, Souterrain (ca. 120cm davon unter der Erdlinie), Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss. Über dem Dachgeschoss dann noch der Speicher (ungedämmt) und drei Treppenstufen vom Souterrain nochmal runter dann noch einen Gewölbekeller.

Das Souterrain hat bereits beim Vorbesitzer als Teilwohnraum gedient und soll nun weiter ausgebaut werden.
Vorhanden sind vier Zimmer, davon sind bereits zwei als Wohnraum ausgebaut, zwei sind noch "roh".

Die beiden bereits ausgebauten Zimmer haben jeweils einen schönen alten Dielenboden, bei dem ich vermute, dass keine Wärmedämmung drunter ist, sondern maximal Trittschall und dann dürfte Beton kommen. Die Wände sind wohl verputzt und tapeziert, kein Rigips oder andere Ausbauplatten. Fenster sind in diesem Geschoss noch alt (restliches Haus hat vor paar Jahren neue bekommen) und werden durch neue Isolierfenster ersetzt.

Den dritten Raum möchte ich ebenfalls zu Wohnraum ausbauen. Dieser diente bisher als Abstellraum und hat allen sechs Seiten ( vier mal Wand, einmal Decke, einmal Boden ;-) ) nur Beton, sonst nichts.

Zimmer vier bekommt ein kleines Bad und eine kleine Küche, wird in der Mitte unterteilt und bekommt auf der Küchenseite noch einen Durchbruch mit neuer Tür.

Frage:

Ich würde gerne etwas Innendämmung anbringen. Reichen mir die Aussenwände oder lieber alle Wände jeden Raumes? Imprägnierte Rigipsplatte mit Styro-Verbund wäre eine Möglichkeit an die ich gedacht hatte...oder Selit Selitherm und dann Rigips drauf.

Für den Boden dachte ich an Selit Selitac 5mm Dämmung und da dann Parkett drauf. Bei den beiden bereits ausgebauten Zimmern bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die schönen Dielen rausreissen soll, Selitac drunter und dann wieder draufmachen soll, oder ob ich es lasse wie es ist. Meinungen?

Wie sieht es nach oben hin aus? Direkt drüber ist überall beheizter Wohnraum. Ist es besser, wenn ich die Decke des Untergeschosses nicht dämme und somit Wärme von unten nach oben kann, oder soll ich die Decke auch dämmen?

Das Souterrain-Geschoss ist halt scho w weng zapfig, sprich das muss wärmer.

Ab Erdgeschoss aufwärts will ich (ausgenommen das Dach wenn es nächstes Jahr neu kommt) nichts dämmen, nur unten, weils arg kühl ist.

Vielen Dank im Voraus für Tips!



War...



...letzte Woche bei einem Freund, der ein altes Haus gekauft hat. Sein Problem war der Feuchtbiotop hinter einer Styroportapete zur Außenwand und unter der Trittschalldämmung des Lammmiiinaaaads zur Dielung, die auf Lagerhölzern auf Schutt liegen.
Telefonisch gab ich ihm vorm Besuch den Rat, alles zu entfernen und den Schimmel mit Alkohol abzuwaschen. Oh Wunder, bis zu meinem Besuch zwei Tage später roch es noch nach Spiritus, aber dank vernünftigem "Rausheizen" der Feuchte so gut wie trocken.
Laß den Quatsch mit einer Micky-Maus-Innendämmung die Wandtemperatur zu erhöhen, das kann nur schaden.
Schau lieber, daß du die Räme vernünftig heizt und lüftest und an die Aussenwände nix bündig ranstellst, hat den gleichen Effekt wie eine Innendämmung.

Gruß Patrick.

P.S.: Feuchträme wie Bad und Küche haben in hundert Jahre alten Gemäuern, die über einen Meter in der Erde liegen, nix zu suchen...