Fussleisten vollstopfen?

27.11.2014



Hallo, ich habe zur Renovierung die Viertelleisten der Fussleisten abgemacht, welche die Ritze zwischen Holzdielen und Fussleiste abdeckt.

Dort ist zur Abdichtung? gerolltes Zeitungspapier reingestopft.

Jetzt würde ich gern neues Material anbringen, vielleicht Hanf? Etwas was besser dichtet.

Viele Grüsse



Fußleisten abdichten



Hallo Sophia,
warum willst du die denn überhaupt Abdichten ?
Das ist höchst unüblich.

Zeitungspapier würde ich allerdings herausnehmen, da es ein guter Nährboden für Schimmel, etc ist.

Wenn überhaupt abdichten wäre Hanf aber schon mal eine gute Möglichkeit- ich habe es für alle Fensterfugen von unseren Holz-Passivhausfenstern genommen.
Dann aber besser den Hanf zu Schnüren/Zöpfen drehen, da der dir sonst im Untergrund verschwindet, wenn du den lose hereindrücken willst.

Eine andere Möglichkeit wäre Kompriband zu nehmen- ist sicher leichter anzuwenden sofern die Fugen nicht extrem unterschiedlich groß sind.

Dazu einfach die min. und max.Fugenbreite messen und dann das Kompriband für den max Abstand wählen-

das nächst dünnere geht auch, da du ja hoffentlich keine Schlagregendichtigkeit benötigst, wofür die ja überwiegend genommen werden.

Andreas Teich





Hallo,

ich denk, wenn der Vorbesitzer da etwas reingestopft hat, wird das wohl irgendeinen Sinn gehabt haben. :-) Die Fuge an der Stelle ist einfach auch besonders breit.

Hanf klingt gut und haltbarer als Zeitung. Wobei die Zeitungsseiten von 1999 sind und anscheinend ist es dort an der Stelle nicht feucht. Waren alle noch einwandfrei.

Abdichten muss ich eigentlich nicht....

Riecht Hanf wirklich so streng, wie man liest?

Viele Grüße



Hanf riecht ?



Hallo Sophia,

Ein Hanfgeruch ist mir bisher nicht aufgefallen-
vielleicht war das feucht oder hat irgendwo gelegen wo es Gerüche annimmt ?
habe ich bisher auch noch nicht gehört.

Vielleicht hat sich der Vorbesitzer etwas falsches gedacht ?

Zeitung ist jedenfalls nicht günstig und wenn du keine Staubbelastung spürst würde ich mir die Arbeit sparen.

Auf jeden Fall ists unüblich solche Fugen zu verschließen.

Andreas Teich



Hanf



riecht nur beißend streng, wenn er feucht geworden ist und stockt oder schimmelt.



Eine Abdichtung...



an dieser Stelle ist nicht nur unüblich und nutzlos, sondern auch falsch.

Grüße

Thomas



Thomas hat recht, aber..



..wenn der Ritz etwas breiter ist sollte halt die Fußleiste auch breiter ausgelegt werden.



Sinn der Abdichtung



Wenn die Fussleisten wie bei unserem Haus auf das unverputzte Mauerwerk gesetzt wurden, ist Abdichtung vielleicht keine so doofe Idee. Ich habe sie allerdings demontiert und auch dort Verputzen lassen...



Und was...



wäre der erhöhte Dichtbedarf, wenn der Putz noch fehlt? Da fällt mir nichts ein.

Grüße

Thomas



Fußleisten abdichten?



Hallo Sophia,
Wenn du tatsächlich nur die Viertelstäbe entfernt hast ( man sollte doch immer genau lesen!) wirst du ohnehin nicht abdichten können, da das Abdichtungsmaterial in den großen Spalt zwischen Wand und Fußboden fallen wird.
Früher wurde die Abdichtung vor Montage der Fußleisten vorgenommen.

Abdichtung ist unüblich, aber auch kein Fehler.

Wenn es dort eine spürbare Luftbewegung gibt, die evt Füllstoffpartikel im Raum verteilen könnte, muß ohnehin der Ursache nachgegangen und diese beseitigt werden.

Wenn es keine Luftbewegung gibt, muß man nicht abdichten.

Ist der Boden denn ansonsten ok oder wolltest du die Viertelstäbe nur zum Schleifen abnehmen?
Andreas Teich



Tatsächlich?



"Früher wurde die Abdichtung vor Montage der Fußleisten vorgenommen."

Mir ist, trotz hinreichender Praxis in Sachen Fußböden, noch kein einziger Fall eines Vollstopfens des Raumes zwischen Diele und Wand aufgefallen. Auch die Fachliteratur hat dieses Thema noch nicht entdeckt.

Im Gegenteil, alle konstruktiven Lösungen zielen darauf hin, einen Luftspalt zwischen Dielung und Wand zu belassen. Die Wischleiste verdeckte diesen Spalt, war aber selbst schräg hinterschnitten, um den Kontakt zur Wand auf das Nötigste zu begrenzen. Warum wohl?

HIer hat man nun wohl zu dünne (aufrechte) Wandleisten mit Viertelstäben ergänzt. Das ist aber unerheblich, und eine Abdichtung durch ausstopfen würde ich in jedem Fall unterlassen. Aus obigen Gründen.

Grüße

Thomas



Fußleisten abdichten



Thomas@
mit 'früher' war nur dieser Fall gemeint- also die Abdichtung, die früher mit Zeitungspapier in dieser Wohnung vorgenommen worden war.
Ich hatte ja vorher schon geschrieben, daß eine Abdichtung höchst ungewöhnlich ist.

Welche Schräge meinst du ?
Die Schräge unten an der Fußleiste, sodaß die raumseitige Kante den Boden berührt?
Die war primär zu dem Zwecke vorhanden, um das Anpasssen an Bodenunebenheiten durch entsprechendes Abhobeln zu erleichtern.
Ein positiver Nebeneffekt könnte vielleicht noch in der geringeren Bodenaufstandsfläche gesehen werden, falls mal zu feucht gewischt wird- das ist aber auch sehr sekundär.

Die etwas geringere Wandberührungsfläche ?
Da machts keinen Unterschied, ob 5 mm mehr oder weniger bei einer z.B.14 cm hohen Altbau-Fußleiste die Wand berühren (=3,57% der Höhe).

Aber das Fußleisten-Thema ist wohl insgesamt genügend
erörtert worden-
da finden sich sicher noch andere interessantere Themen...

Andreas Teich



Ich schrieb...



von einer hinterschnittenen Wischleiste. Die liegt. Und ist eben nicht unterschnitten, sondern hinterschnitten. Um den Kontakt zur (ggf. ja auch mal feuchteren) Wand auf ein Minimum zu begrenzen.

Wandleisten sind aus ebendiesem Grund im Altbau öfter 'mal abgängig. Aber auch diese wurden kaum mit dem Hobel angepasst. Vielmehr hat man Wandleisten oft eine Wischleiste oder eben auch einen Viertelstab vorgeblendet. Damit konnte man die Wandleisten ohne Probleme im Wasser Verlegen und eventuelle Unebenheiten mit den biegsamen liegenden Leisten kaschieren.

Grüße

Thomas



Bei uns stehen üblicherweise die Fußleisten



Ist das regional so unterschiedlich? Kann mich nicht an liegende Fußleisten erinnern.
http://www.leipziger-kistenfabrik.de/index.php?id=29



Fußleisten



Ich bin natürlich auch von stehenden Fußleisten ausgegangen wie in mind. 99,9% der Fälle.
Die Altbaufußleisten waren dann öfters ca 145 mm hoch mit davorgesetzter niedriger Sockelleiste, die dann an evt Bodenunebenheiten angepaßt wurde oder leichter gebogen werden konnte.

Bei auf der Bodenfläche befestigten wüßte ich auch nicht wie das Arbeiten der Bodenbretter aufgefangen werden soll- zudem hat man dadurch 2 potentielle Schmutzkanten mit schwierigerer Reinigung.

Aber mit Design begründet ist mir so etwas schon begegnet und in seltenen Fällen in Museen.
Andreas Teich



So ein...



...Quatsch.

"wie in mind. 99,9% der Fälle." Man muß nicht von allem eine Ahnung haben - aber dann muß man auch nicht darüber schreiben. Woher kommt diese Zahl, ist die im Teich hinter dem Haus geangelt?

Auch links zu Kistenfabriken helfen da nicht weiter. Da (z.B.) gibt es nämlich alle Sorten Leisten, auch liegend zu montierende.

Historisch gesehen überwiegt die liegende Leiste in Höhen von ca. 16-24mm und Breiten von 18-36mm. Sie ist einfacher oder aufwändiger profiliert. Die liegende Leiste wurde auf die Dielung genagelt und ist somit viel einfacher zu befestigen als eine Wandleiste, ferner passt sie sich unebenen Böden besser an. Der Wandkontakt wird minimiert, was der Dauerhaftigkeit zu Gute kommen kann. Das ist die in einfacheren Haushalten weit überwiegende Situation. Selbst in gutbürgerlichen, sakralen und herrschaftlichen Ammeublements ist die liegende Leiste sehr oft zu finden, auch über die Mitte des 19.JH. hinaus.

Das Wandbrett, ,mit profilierter Oberkante und meist vorgeblendeter Profilleiste, ist bis um die Mitte des 19. Jh. wenigen anspruchsvolleren Raumgestaltungem vorbehalten. Ihre Höhe orientiert sich meist am Sockelabsatz des seitlichen Türstockprofiles. In jedem Fall überfängt sie den Boden, ein (Breiten-) Spalt vor dem Wandbrett im Dielenboden kam nicht vor. Die vorgeblendete Leiste diente allein dem Verschluss des eventuellen Höhenversatzes zwischen Dielung und Wandbrett; und natürlich gestalterischen Erwägungen. Nach Mitte des 19.Jh. tauchen Wandleisten öfter auf, aber liegende Leisten bleiben weiterhin gebräuchlich, schon der leichteren Montage wegen.

"Bei auf der Bodenfläche befestigten wüßte ich auch nicht wie das Arbeiten der Bodenbretter aufgefangen werden soll..."

Aber ich weiß das: Ein Quellen der Dielung (in baulich relevanten Margen) war zu Zeiten, als die Dielung ohne technische Trocknung eingebaut wurde, gar nicht zu erwarten. Heute werden Dielenböden mit der richtigen Holzfeuchte eingebaut. Ein Schieben des Bodens, das Leisten löst, findet somit nur bei massiven Bauschäden statt (und würde die vorgeblendeten Leisten eines Wandbrettes, soweit auf dem Boden fixiert, ebenfalls betreffen).

Ein Schwinden hingegen begrenzt sich in Bezug auf die aufgenagelte Leiste auf das Schwindmaß des ersten Dielenbrettes, was allenfalls zu einer feinen Haarfuge der Leiste zur Wand führt.

Was bei der Fragestellerin tatsächlich an der Wand ist, ist mangels Foto nicht klärbar. Vermutlich nicht mehr der ursprüngliche Zustand, sondern ein falsch verstandenes Werk späterer Tage.

Eine Fugenverfüllung jedenfalls ist sinnlos; die Viertelleisten sollten einfach nach dem Schleifen wieder montiert oder erneuert werden. Mehr als diesen Verschluß bietet auch diverses Stopfwerk nicht - das in einer mies belüfteten Situation bei Kontakt mit der Außenwand eher kontraproduktiv sein könnte.

Grüße

Thomas



Liegende Fußleisten ???



Ich glaube ich werde mich langsam mal hier ausklinken-
der Ton wird mir etwas zu rustikal..

Vielleicht aus Interesse:

In wievielen heute bestehenden Gebäuden existieren
liegende Fußleisten ?

Höchst zweifelhaft ob in mehr als jedem 1000-sten Gebäude

Wer eine diesbezügliche Statistik kennt bitte mitteilen.

Wer nur eine Haarfuge bei einer auf den Dielenboden flach aufgenagelten Fußleiste vorsieht, bzw nur eine minimale
(2 - 3)mm Randfuge bei der Dielenverlegung zur Wand herstellt verursacht damit einen Mangel.
Dies würde von jedem Gerichtsgutachter so ausgesagt werden müssen.

Ich habe Gerichtsgutachten (mit Fotos, vom Institut für Bodengutachten)) gesehen wo z.B.durch das Verkleben von Parkettstäben ohne genügenden Wandabstand die Mauer oberhalb der Betondecke Risse durch herausgedrückte Steine bekam und das Gebäude daraufhin vom Dach bis zu dieser Höhe abgetragen werden mußte.

Nicht umsonst wurden früher Steine durch bewässerte Holzkeile auseinandergesprengt.

Wenn Thomas nur in Burgen arbeitet passiert das vielleicht nicht so häufig, wollen wir mal hoffen...
Oder gibts deshalb so viele Ruinen ?

Da sollte man sich doch einfach mal gründlich mit den entsprechenden Fachregeln und einigen Normen auseinandersetzen.

Andreas Teich





Im Grunde genommen kann ich kann ja erst den Luftzug abwarten, und nur wenn es wirklich zieht, abdichten. Die Viertelleisten sind ja schnell wieder abgehebelt. Im Moment wartet der Boden auf die Schleifmaschine. :-)

Die Viertelleisten sind ganz wichtig, weil es einen Spalt zwischen Wand und Boden und Fussleiste und Boden gibt... Früher lag dort wohl Teppich.

Unsere Fussleisten sind normale stehende Leisten, mit Viertelleisten davor.

Vielen Dank für alle Antworten hier!





Also unsere über 100 Jahre alte "Hütte" hatte 6 WE a 45qm mit Außenklo.
Keineswegs ein anspruchsvolles Haus aber mit 100% stehender Leiste in allen Räumen und Treppenhaus.
Ich kenn hier in Leipzig im Altbau nichts anderes und hab in meinen fast 50 Lebensjahren die eine oder andere Wohnung bewohnt und/oder war dort zu Besuch.



@fabig



Ich war gerade erst in Leipzig, zu einer überaus spannenden Tagung im Grassi. Die am letzten Wochenende eröffnete Ausstellung kann ich jedem wärmstens an's Herz legen, der Möbel der Zeit um 1800 mag.

http://www.grassimuseum.de/ausstellungen/aktuell/f-g-hoffmann.html

Warum schreibe ich das? Ich kann mich nicht erinnern, welche Fußleisten im Grassi, im Hotel, im Spizz oder in Auerbachs Keller verwendet wurden. Obwohl Holzböden (und damit auch deren Wandabschluss) mein berufliches wie auch privates Interesse haben. Und so wird das wird dem ambitionierten Laien nicht anders gehen. Das ist (und war) bei Dir halt so, wie du das beschreibst. Daraus auf den Rest der Welt zu schließen, wäre etwas zu kurz geschossen.

Grüße

Thomas



Achso?



Plötzlich sind die liegenden Leisten überwiegend in anspruchsvollen Gebäuden angesiedelt und nur die normalen Wohnungen wurden mit stehenden Leisten ausgestattet?

Übrigens du hast:

Historisch gesehen überwiegt die liegende Leiste in Höhen von ca. 16-24mm und Breiten von 18-36mm.

das überwiegen in die Runde gworfen. Ich bezweifle für unsere Region dieses "überwiegen".

Achso der Bildausschnitt ist von hier
http://www.auerbachs-keller-leipzig.de/index.php?module=downloads&index[downloads][category]=1

Es ist ein Ausschnitt Pressefoto. Die Rechte liegen natürlich beim Auerbachskeller.



An den Herrn Teich



Wenn Sie fachlich nichts beitragen, auf Argumente nicht eingehen wollen oder können und haltlose Behauptungen mit Frechheiten kombinieren, dann sollten Sie auch mit der Reaktion darauf klarkommen.

Mit dem von Ihnen geschätztem Tausendstel machen Sie sich einfach nur lächerlich, weil das erhebliches Wissensdefizit und anmaßende Selbstherrlichkeit vermuten lässt. Wie Sie im tatsächlichen Leben auch immer sein mögen, mit solchen Beiträgen fallen Sie in jedem Forum durch. Da zählen nicht Ihr komplettes Können, sondern halt leider nur, was Sie hier schreiben. Ich erinnere mich noch erheitert an das von Ihnen erfundene lösliche Lignin aus einem vorhergehenden Beitrag ebenso wie der von Ihnen ergoogelte "Beweis", daß Eichenholz der Löslichkeit der Lignine wegen geflößt wurde. Tatsächlich stellen Sie dann einen unverstanden ergoogelten link ein, mit dem Sie selbst nachweisen, daß die Eiche nicht das Floß bildete, sondern DARAUF transportiert wurde. Ein dem Holzfachmann auch nachvollziehbares Verfahren...

Aber da gerade der Unwissende ein dankbares Publikum für einen Erkenntnisgewinn ist (die von mir oben zitierte Ausstellung steht denn auch im Zeichen der Aufklärung), will ich gern versuchen, Ihre Promille - Probleme zu lösen.

Zunächst ein Foto. Sie sehen eine eichene Wischleiste aus Schloß Pillnitz. Anhand des Nagelbildes und der Leimfarbreste zweifelsfrei aus einer Montage auf dem Parkett, somit liegend. Diese Leisten wurden im 18. und 19. Jh. dort verbaut. Teilweise vor einer Wandvertäfelung, gleichwohl aber auch oft direkt im Putzkontakt. Das typische Bild in Dresden sind, speziell auch in der Gründerzeit, wo stehende Wandleisten verbreiteter werden, überwiegend liegende profilierte Leisten. Auch unter Ausblendung regionaler Unterschiede kann die liegende Leiste durch die Jahrhunderte als weit verbreitet betrachtet werden.

Die dazugehörige Statistik dürfen Sie gern erstellen, ich freue mich auch darauf, von Ihnen die Hinweise auf leistenbedingt gesprengte Bauwerke zu bekommen. Auch einen konkreten Hinweis auf "entsprechende Fachregeln und einige Normen", mit denen Sie sich ja blendend auszukennen scheinen, dürfen Sie gern hier veröffentlichen.

Ich kann Ihnen aber aus meiner Praxis, ich verlege seit mittlerweile reichlich 12 Jahren anspruchsvollere Dielenböden und Parkette, folgendes berichten: Auf durchschnittlich 10 Baustellen jährlich habe ich nahezu immer liegende Leisten neu verlegt oder aufgearbeitet. Stehende wandbefestigte Leisten kamen nur in Einzelfällen zur Anwendung. Entweder auf speziellen Wunsch des Bauherren oder aber, weil der historische Rahmen das vorgab. In exakt einem einzigen Fall haben sich die Leisten gelöst - allerdings in Verbindung damit, daß sich der gesamte Dielenboden nach einem groben Baufehler der lieben Kollegen am Bau in die Wand gerammt hat. Die konkrete Beschreibung dieser Begebenheit würde freilich den Rahmen hier noch deutlicher sprengen, als das unser Diskurs ohnehin schon tut (sorry, liebe Fragestellerin).

In Ihren Beitrag wenden Sie ein beliebtes Verfahren an, um (scheinbar) Recht zu bekommen.

"Wer nur eine Haarfuge bei einer auf den Dielenboden flach aufgenagelten Fußleiste vorsieht, bzw nur eine minimale
(2 - 3)mm Randfuge bei der Dielenverlegung zur Wand herstellt verursacht damit einen Mangel.
Dies würde von jedem Gerichtsgutachter so ausgesagt werden müssen."

Sie unterstellen mir eine Behauptung, die ich weder direkt noch indirekt aufgestellt habe, und beweisen dann deren Gegenteil. Das ist Demagogen - Manier. Über die Wandabstände eines Dielenbodens habe ich mich in dieser Frage nirgendwo geäußert, und speziell auch nicht von (ganz klar viel zu geringen) Wandabständen des Dielenbodens geschrieben, oder diese gar empfohlen. Im übrigen nur so am Rande: 2-3mm ÜBER HIRN sind völlig unkritisch, auch wenn wir rundum die gleichen auf Bodenbreite und Holzart angepassten Wandabstände lassen.

Ihre erheiternden Vermutungen über ruinöse Burgen lassen glatt meine Gedanken in Richtung Malta schweifen, insbesondere an den vielen gesichtslosen Schrott, der in den 70er/80er Jahren aus reinem Gewinnstreben gebaut die Küsten verunziert. Um daran eine Aktie haben zu können, sind Sie aber bestimmt zu jung.

Ich habe nicht immer soviel Zeit wie heute, aber immer auskunftsbereit grüßt

Thomas



@ fabig



Nö.

"Plötzlich sind die liegenden Leisten überwiegend in anspruchsvollen Gebäuden angesiedelt und nur die normalen Wohnungen wurden mit stehenden Leisten ausgestattet?"

Ich verstehe das "plötzlich" nicht, das suggeriert, daß ich mir widersprochen hätte.

Wo hätte ich diese Behauptung aufgestellt?

Hübsches Bild, Kompliment. War wohl lètztens ziemlich langweilig da? Ich habe mich letzten Freitag mehr auf die Kollegen konzentriert. Und im Übrigen: Von wann mag das Parkett, die Wandleisten und ggf. die Vertäfelung wohl sein? 1995 vielleicht? Jedenfalls nachwendlich.

Die Fragestellerin hat wohl keine Wandverkleidung. Wandverkleidungen sind auch sonst eher die Ausnahme. Das eine Wandverkleidung dazu einlädt, eine stehende Leiste daran zu befestigen, halte ich für richtig und bin der Meinung, daß das überwiegend auch so praktiziert wurde (und wird).

Grüße

Thomas



@ fabig



Das Einstellen von Bildern, an denen jemand anderes die Rechte hat, ist hier unbeliebt. Aus urheberrechtlichen Gründen.

Dem Urheberrecht ist nicht mit dem Hinweis auf den Rechteinhaber abgeholfen. Dieser muss ausdrücklich einer Veröffentlichung zustimmen. Das Recht an diesem Bild kann sowohl das Lokal, als auch der Fotograf haben.

Grüße

Thomas



Kannst du deinen Text nicht lesen?



Zitat:
Das Wandbrett, ,mit profilierter Oberkante und meist vorgeblendeter Profilleiste, ist bis um die Mitte des 19. Jh. wenigen anspruchsvolleren Raumgestaltungem vorbehalten.

Jetzt kommen lauter Beispiel von anspruchsvollen Räumen die aber mit liegender Leiste ausgestattet sind bzw. von dir saniert wurden.

Mein Problem?
Das du die liegende Variante verallgemeinerst und mit keineswegs allgemeingültigen Beispielen unterfütterst.



Nachilfe:



Da steht, auch ohne Komma oder "und" eindeutig, daß das Wandbrett wenigen UND anspruchsvolleren Gestaltungen vorbehalten war.

Im Übrigen kommen nicht "lauter Beispiel" (warst wohl doch gestern selber und zu lange dort?) sondern EIN Beispiel aus meiner Praxis. Wo liegt da Dein Problem?

Grüße

Thomas



Wer keine Probleme hat,



fab(ig)uliert sich welche zurecht:

"Mein Problem?
Das du die liegende Variante verallgemeinerst und mit keineswegs allgemeingültigen Beispielen unterfütterst."

Was wäre wohl ein "allgemeingültiges Beispiel"? Ein Widerspruch in sich. Beispiele sind immer konkret. Soll ich hier noch 20 Bilder einstellen? Eine Promotionsschrift unter dem Thema "Die Verbreitung der liegenden Wischleiste in Leipzig-Connewitz unter Berücksichtigung der sozialen, wirtschaftlichen und ästhetischen Aspekte, die die Verbreitung der liegenden Wischleiste beeinflusst haben"? Den Doktorhut kannst Du Dir selber holen :-)

Ich schreibe aus meiner fachlichen Erfahrung heraus und differenziere durchaus, wie weiter oben schon ein Weilchen zu lesen ist:

"Das typische Bild in Dresden sind, speziell auch in der Gründerzeit, wo stehende Wandleisten verbreiteter werden, überwiegend liegende profilierte Leisten. Auch unter Ausblendung regionaler Unterschiede kann die liegende Leiste durch die Jahrhunderte als weit verbreitet betrachtet werden."

Es gibt Minderheiten, für die lohnt es sich, Engagement zu zeigen. Stehende Wandleisten gehören nicht dazu. Den Leisten ist ihre prozentuale oder gar promillige Verbreitung nämlich piepegal.

Grüße

Thomas



Immer lustig



Diese ausufernden Profilierungsduelle erinnern mich immer an die beispiellos-haltlosen Sakraldispute aus "Im Namen der Rose" zur Klärung solcher immens wichtigen Fragen, ob der Herr einen Geldbeutel besessen hat und ob er ihn wohl links oder gar rechts am Gürtel trug ...



Volumen %



Andreas Teich ist Diffusel und hat Promille-Probleme,Fabig war zu lang in der Kneipe ,den Leisten ist es promillig piepegal....

Find ich spannend Thomas!



Fußleiste ???????????????



Ich dachte eigentlich bisher dieses Forum dient dazu, Fragen zu beantworten oder zu stellen und Leuten, die ein Bauproblem haben mögliche Lösungen zu zeigen, sofern man über entsprechende Kenntnisse verfügt.

Sophia wollte nur wissen, womit sie ihre Fugen zustopfen kann.

Die Frage wurde ja beantwortet, damit hätte man es gut sein lassen können.

Da sie keine liegende Fußleiste hat, wird es ihr möglicherweise nicht so wichtig sein, in welchen Zeitepochen oder wie häufig solche anzutreffen sind.

Unabhängig von Sophia könnte natürlich eine Diskussion begonnen werden über die Sinnhaftigkeit von liegenden oder auch stehenden Fußleisten.

Mich würde dann eher interessieren, welche Gestaltungsmöglichkeiten es dabei gibt.

Antworten wie "Quatsch" oder ähnliche Äußerungen sind auch völlig daneben und fördern nicht gerade eine fachliche Auseinandersetzung, wobei eh klar ist,daß es zu fast allen Fragen mehrere Möglichkeiten gibt.

Wenn etwas eindeutig korrekt ist kann dies natürlich auch behauptet werden, sofern es Belege dafür gibt.

Die mögliche Behauptung der häufigen Verlegung von liegenden Fußleisten in den heute noch existierenden Gebäuden gehört aber nicht unbedingt dazu und ob es eine solche in vergangenen Epochen gab war hier nicht die Frage.

Vielleicht denkt man einfach mehr an die Fragesteller und ihr Problem und nicht an die Selbstprofilierung.

Dazu wären hilfreiche Ratschläge und fundierte fachliche Äußerungen geeigneter.

Andreas Teich



@ Will



Als "katholischer Heide" bin ich kein Fachmann auf dem Gebiet, jedoch deucht mir, die Sache mit dem Geldbeutel kann mit "DEM HERRN" nix zu tun haben. Da ging's wohl eher um seinen Sohn :-) Im übrigen ein schöner Hinweis, 'mal wieder zum Buch zu greifen. Ist schon eine Weile her, daß ich's gelesen habe.

Profilneurose? Nichts Klinisches, soweit es mich angeht. Ich suche (und finde) hier lediglich etwas Spaß und Unterhaltung, und konnte möglicherweise mitunter helfende Hinweise geben. Ich wundere mich immer wieder, warum bei jedem Dissens sofort Jemand Platzhirschgehabe, Profilierungssucht oder Auftragsgeilheit unterstellt. Streit ist ein Teil unseres Lebens, Harmonie ein anderer. Weder das Eine noch das Andere wäre pur erträglich.

@ Martin

Die unterhaltende Seite von fachwerk.de wird vielfach unterschätzt.

Grüße

Thomas



Fußleisten



Wieso Geldbeutel:
Als atheistischer Heide habe ich immer geglaubt der Sohn vom Boss braucht so was nicht. Der kann Manna vom Himmel regnen lassen, warum nicht auch mal ein paar Sesterzen wenn Sohnemann Geld braucht und schön drum bittet.