Fußboden Werkstatt in ehemaligen Stall




Ich plane in einem ehemaligen Stallgebäude im Erdgeschoß eine Werkstatt einzurichten. Als Bestand des Fußbodes befindet sich eine Art Schlacke-Zement-Verbindung, darunter gewachsener Boden. Nun ermahnte mich ein Freund, dass es dort sehr feucht wäre, weil es keinen wirksamen Schutz gegen aufsteigende Feuchtigkeit gäbe und daher alle elektrischen Geräte vergammeln würden. Er empfahl mir einen entsprechend angepassten Bodenaufbau. Nun meine Frage, gibt es einen Aufbau (bspw. mit SGS) der aufsteigende Feuchtigkeit verhindern könnte. An anderer Quelle habe ich erfahren, dass es nicht die Feuchte über den Boden ist, welche relevant wäre, sondern eher die Feuchtigkeit welche hygroskopisch aus der Luft durch die Salze (aufgrund der Viehhaltung) angesammelt wird. Wie ist eure Meinung, wer kann einen wirtschaftlichen Aufbau empfehlen.



Fertigboden ?



Was soll der Fertigboden sein ? Billigvariante wäre eine dichte Folie auf den bestehenden Zement legen, darauf irgend ein schützender, nicht verrottender Belag. Besser leben durch Chemie.

Sonst den alten Boden raus, etwas abgraben, mit Splitt nivellieren, Dämmung mit XPS, darüber eine PE Folie und neuer armierter Betonboden.

Schaumglasschotter hat zwar eine kapillarbrechende Wirkung, ist aber völlig diffusionsoffen. Der Dämmwert ist eher bescheiden, bei bestehenden Fundamenten kann (und mag) man oft nicht so tief abgraben...

Die Salze sind eher für den Putz an den Wänden relevant, zeigt sich z.B. durch Ausblühungen.



Gibt es noch andere Meinung..



...insbesondere Alternatien mit ökologischen Baustoffen?



Werkstatt,



Ohne ein paar Fotos und eine Beschreibung wie die Werkstatt genutzt wird (ganzjährig/ganztägig, Maschinen, was wird gefertigt...) werden Sie kaum befriedigende Antworten bekommen.
Was genau ist "eine Art Schlacke-Zement-Verbindung"?



Stallböden



sind im Normalfall mit Neigung, haben Futtertische, Stufen, Jaucherinnen und dergleichen. Bevor man da eine vernünftige Fläche hinkriegt, kloppt man besser alles alte vorher raus.



Bilder


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Stallansicht



Bilder


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Fragment der obersten Fußbodendecke





@Herrn Böttcher: zur Nutzungsabsicht: Es soll eine Art Hobbywerkstatt mit Holz- und Metallverarbeitung (räumlich voneinander getrennt) werden. Außerdem Maschinen- und Gerätelager. Das Nutzungskonzept ist noch nicht hundertprozentig ausgegereift. Wir sind uns auch noch nicht sicher, ob wir uns dort einen Ofen reinbauen wollen, dazu müssten wir uns nämlich noch einen Abzug meuern.



Fußbodenaufbau



Mein Vorschlag: Alles an Beton o.ä. raus, Untergrund einebnen, verdichten, eventuell Höhenausgleich mit Kiessand, Trennlage (Folie), 50 bis 60 mm Zementestrich erdfeucht zwischen Lehren eingebaut, Oberfläche abgerieben. Bei Bedarf kann dann noch eine Nutzschicht (Betonfarbe, billiger PVC- Belag usw.) eingebaut werden.



Folie



Wie verhalte ich mich denn mit der Folie an den Wandanschlüssen? Schlage ich diese nach oben um? Oder einfach nur soweit es geht in die Ecken reinlegen?



Split als Alternative zur Folie?



Würde auch Split als Alternative zur Folie gehen, wenn ja, wie dick müsste die Schicht sein um eine wirksame Feuchtigkeitsschutzfunktion einzunehmen?



Splitt



Ist kapillarbrechend, leitet also kein flüssiges Wasser nach oben, lässt aber den Wasserdampf voll durch.

Eine einfache PE Folie unter dem Beton kostet fast nichts, und hat die erwünschte dampfsperrende Wirkung.

Oekologie kann man auch übertreiben.



Fußbodenaufbau



Die Folie ist als TRENNLAGE gedacht, sie soll das Einmischen von Sand in den Estrich beim Einbau verhindern.
Das sie nebenbei noch eine Diffusionssperre darstellt schadet nicht. Ob Sie die an den Rändern hochklappen oder nicht ist völlig egal.