Frage zum Wandaufbau




Hallo liebe Fachwerkfreunde,

ich möchte gerne eure Einschätzung zu einem Maueraufbau an unserem Fachwerkhaus. Ich weiß, dass sowas übers Internet schwer ist, aber mir geht es auch nicht um eine Einzelfallanalyse, sondern eher um eure Erfahrungswerte.

Unser Fachwerkhaus ist an der Hausrückseite wie folgt aufgebaut (von innen nach außen)
1. Fachwerkkonstruktion (Fichte, Lehmsteine)
2. Unterkonstruktion
3. Dachpappe (besandet)
4. Asbestschindeln

Die Schwelle (Eichenholz) liegt auf einem Natursteinsockel (Grauwacke) - allerdings sehr niedrig. Der Dachkasten ist schon ziemlich breit, so dass da einiges an Wasser abgefangen werden kann. Die Vorbesitzer oder Vor-Vorbesitzer haben hinter dem Haus folgenden Bau in Sockelnähevorgenommen: Sie haben ca. 5 cm. vom Sockel entfernt einen breiten Betonglotz gegossen. Er ist in der Erde. Darauf befindet sich Kies. Nach dem Betonglotz haben sie einen leichten Graben ausgehoben. Unsere Vermutung ist nun, dass sie geplant haben, dass das Wasser, welches gegen das Haus schlägt, an der Fassade abtropft und vom Kies in den Graben abfließt. Ich habe aber wegen des Betonglotzes Bedenken, wie es mit aufsteigender Feuchtigkeit vom Natursteinsockel aussieht. Die Feuchtigkeit kann nicht nach außen, weil dort der Betonglotz ist. Oder absorbiert der Glotz das Wasser besser als der Naturstein? Innen ist Stampflehmboden.

Kennt ihr solche Bauweisen? Wie ist so eine Asbest/Dachpappen-Fassade zweckdienlich einzuschätzen? Die beste lösung ist es nicht, aber die Platten halten, sind alle ok. Und was ist mit dem Sockel?

Vielen Dank für eure Hilfe.
MSH-Fächer



Wandverkleidung



Der Wandaufbau sollte ok sein, da die Dachpappe hinterlüftet ist.

Zum Sockel machst du besser ein Bild aus dem die Situation hervorgeht-
sonst ist das etwas schwer vorstellbar

Andreas Teich





Weißt du, wie lange so eine Dachpappe hält, bevor sie porös wird? Wir überlegen, die Asbestschindeln erstmal noch dran zu lassen, weil unser Geld grad in andere Projekte am Haus fließt ....



Haltbarkeit der Wandverkleidung



Die Dachpappe hat ja mehr die Funktion, eine etwas elastische Unterlage
für die Platten zu bilden.
Die Abdichtungsfunktion wird von den Platten übernommen.

Je nachdem in welchem Zustand die sind können die noch Jahrzehnte halten.
Da ihr die ja ständig im Blick habt könnt ihr die immer noch erneuern
wenn sich der Zustand verschlechtert oder sich mehrfach Platten lösen sollten.

Es werden wohl als erstes die verwendeten Nägel schadhaft werden, was dann zum Versagen der Schicht führt.

Das läßt sich aber nicht allgemein sagen oder zeitlich eingrenzen-

Ich würde sie erneuern wenn es für euch sinnvoll und möglich ist.


Andreas Teich





naja, bisher sind alle platten fest dran, nur an einer ist ein Teil rausgebrochen - im SChwellbereich, das war im letzten Jahr ein Zimmermann, der meinte, er müsse mal drunter gucken, hat da aber nix gesehen, nur eine kaputte Schindel zurückgelassen. Da plätschert nun das Wasser gegen die Dachpappe.

Hab mal ein Schema entworfen, wie es rund um den Sockel aussieht. Foto kann ich grad nicht machen, weil wir nicht im Haus wohnen und nur unregelmäßig dort sind.