Feuchte Anbauaußenwand durch Flachdach

16.06.2006



Hallo miteinander,

habe ein riesen Problem und weiß nicht wie dieses angegangen werden kann. Durch unser Flachdach ist schleichend jede Menge Wasser in den Außenwänden gedrungen. Problem durch Schimmel erkannt. Föachdach wurde komplett saniert. Nun meine Frage: Die Außenwände sind extrem mit Feuchtigkeit durchzogen. 1. Maßnahme Regips runter und Luftentfeuchter aufgestellt. Diese laufen auch richtig fleißig seit einer Woche und man sieht das die Wände abtrocknen. Nun will ich mir jedoch nicht die Arbeit machen und die Wände verputzen, welche Alternative gibt es zu Regips?



Bevor die Wand nicht 100% trocken ist gar nichts machen..



mit 100% trocken meine ich natürlich nicht 0% Mauerwerksfeuchte.

Warum nicht verputzen? Wenn es sich nicht um riesige Flächen handelt und man etwas handwerkliches Geschick hat, dann dürfte das noch immer dir preiswerteste Methode darstellen um eine ansehnliche Oberfläche zu bekommen.

Ansonste halt das übliche. Z.B. Rahmenständerwerk und mit Rauspund oder OSB oder direkt Sichtvertäflung mit N+F-Brettern. Oder mit Heraklith.

Aber natürlich auch die Möglichkeiten mit fertig Lehmplatten. Aber das wird dann auch schon wieder aufwändig. Die sollten dann nämlich mit Lehmmörtel an die Wand gebracht werden und nicht wie das manchmal empfohlen wird angedübelt. Und wenn man darüber nachdenkt, dann kann man auch gleich mit Lehm oder Kalk putzen.

Dann kommts auch noch drauf an was für Mauerwerk drunter ist. Könnte ja auch Ziegel oder Bruchstein sein. Dann könnte man darüber nachdenken Putz ganz zu entfernen, Mauerwerk sandzustrahlen und natur zu lassen.

Beim trocknen wäre wohl noch wichtig, dass nicht nur die Feuchtigkeit der Mauer beachtet wird, sondern auch die von Estrich und ggf. Betonplatte. Wenn die Mauer durchfeuchtet ist, dann nimmt auch Estrich und Beton eine gewisse Menge Feuchtigkeit auf. Wenn die Mauer künstlich getrocknet ist, wird automatisch ein Ausgleich statt finden und evtl. verbliebene Feuchtigkeit aus dem Sockelbereich, Estrich oder Beton wieder nach oben steigen. Mit anderen Worten. Wenn sie zu früh wieder dicht machen, kriegen Sie das gleiche Problem möglicherweise wieder.

Viele Grüße
Hans



AVE FORUM, mit Rigips versteckt man den Schimmel nur.



Hallo Bea F.
Die Außenwand ist jetzt hoffentlich im Spritzwasserbereich geschützt, dort wo das Flachdach angrenzt oder ???
Falls ja, dann sollte diese Problemstelle behoben sein.

Aber Herr Moser hat recht, daß im Sockelbereich eine Schwachstelle sein kann. (Die sollte auch behoben werden)

Zurück zur erbetenen Antwort,
falls wieder Feuchtigkeit bzw. Schimmel auftritt nachdem Sie den Luftentfeuchter weggenommen haben, gibt es auch die Möglichkeit im Innern Kalzium-Sillikatplatten anzubringen(teuer), oder Porenbetonsteine Innen vorzumauern (Platzraubend).
Diese haben die Eigentschaft Feuchtigkeit Grossflächig an die Raumluft abzugeben. (Lüften nicht vergessen)

Sie merken schon, nicht wahr, Verputzen ist weniger Arbeit.
Auf keinen fall Rigips, der Schimmel ist auch dann da, wenn Sie ihm nicht sehen.

Gruß
Heiko Haupt



Ich habe mich für´s verputzen entschieden



Hallo Hans und Heiko,

danke für eure Mitteilung. Ich denke auch das ich verputzen werde. Ein Fachmann hat mir zu Haraklith (für Feuchträume) geraten. Wichtig ist, so sagt er das die Wand atmen kann um Restfeuchtigkeit abgeben zu können. Heut habe ich die Feuchtigkeit der Wände messen lassen. 31% ist doch schon was nach einer Woche mit 2 lauten großen Entfeuchter.
Gruß Bea



31% Mauerwerksfeuchte ist ne ganze Menge



Hallo Bea, ich nehme mal an, dass das mit dem üblichen Meßgerät gemessen wurde. Ich kenne vorwiegend die mit den beiden Metalldornen die dann in den Putz gedrückt werden. Wie zuverlässig das Ergebnis ist weiss ich nicht. Ich denke, aber dass die Kernfeuchte noch eine ganze Ecke höher sein könnte. Und dann war ja auch noch die Geschichte mit der nachsteigenden Feuchte. Ich würde sagen, erst wenn die Mauer runtergetrocknet ist und sich auch nach 10 Tagen in denen das Gerät nicht läuft die Feuchte nicht wesentlich verändert hat, dann dürfte die Mauer einigermaßen trocken sein. An wievielen Stellen habt ihr denn gemessen. Normal ist zwischen Sockel und unterhalb der der Decke ein Unterschied. Bei mir hat das austrocknen nach Wasserschaden sechs Monate gedauert.

Ob Heraklith in Räumen mit Feuchtebelastung das richtige ist? Auch da wär ich vorsichtig. Besser aber auf jeden Fall als Spanplatten, OSB oder Rigips. Allerdings mit dem Atmen hat er 100%. Ein alter Maurer hat mir mal gesagt: Feuchtigkeit die kommt und geht ist kein Problem. Nur die die steht. Und ich denke da ist wirklich die ganze Problematik in einem Satz auf den Punkt gebracht.

Viele Grüße
Hans