Feuchtigkeit/Schimmel in den Wänden




Wir haben uns vor 4 Jahren ein Haus gekauft, das 1900 gebaut wurde. Laut Nachbar war es mal ein Fachwerkhaus, wir sind beim renovieren auch auf einige Balken gestoßen, doch irgendwann (60er oder 70er) wurde das Haus umgebaut und verputzt, so dass von dem ehemaligen Fachwerkhaus nichts mehr zu sehen ist. Als wir vor 4 Jahren renoviert haben, hatten wir wenig Zeit und wenig Geld, deswegen haben wir nicht kernsaniert. Unser Problem ist, dass unsere Wände, sowohl außen- wie auch innenliegende Wände, an einigen Stellen feucht sind. Meist im Sockelbereich, es scheint aber auch an einigen Stellen 'hoch zu ziehen'. Wir hatten erst Tapeten an den Wänden, jedoch schimmelten die und wir haben jetzt Lehmputz, der aber nicht richtig durchtrocknet und auch schimmelt. Jetzt sind auch Möbel feucht und am schimmeln. Es sit zum verzweifeln! Ich denke die Feuchtigkeit kommt von unten, da meist der Sockelbereich an den Wänden naß ist. Das Haus liegt nah an einem Fluß, das Grundwasser ist hoch. Das Haus ist teilunterkellert, die Wände aus Bruchstein, 60 cm Wände. Wir haben uns schon viele Gedanken gemacht und ich habe hier im Forum schon einiges gelesen. Jedoch wissen wir nicht, was wir machen können/sollen und wir würden uns über Tipps und Hinweise freuen
Viele Grüße
Melanie



Oh je



Das nicht hört sich warlich nicht sehr gut an. Hört sich an als sollte man hier mit der Brechstange ansetzen. Fachwerkhaus von 1900 und noch vorhanden aber nicht mehr zu sehen! Überarbeitung aus den 60er/70er Jahren. Wände nass!.

Kleiner Ansatz: Bausünde der 60/70 Jahre innen wie Außen zurückbauen. Substanz prüfen....und von erfahrenen Planern/Handwerkern bearbeiten lassen (nur ganz kurze Aussage)





ich habe auch so eine Feuchte Stelle an einer Innenwand;
da steigt gar keine Feuchte auf!

Das ist der Kältepol im ganzen Haus,

im Sommer(!) kondensiert dort die Luftfeuchtigkeit, da lässt sich nichts sinnvolles machen.

Im Winter, wenn die Außenluft kalt und feuchtigkeitsarm ist und zudem drinnen höhere Temperaturen als außen sind, passiert gar nichts.

Bruchsteine selbst transportieren eigentlich nur sehr wenig Wasser, sonst wären die unendlich vielen Bruchsteine in der NAtur gar nicht frostsicher und seit langer Zeit zerfallen.
Ein Problem könnte allenfalls die Fuge sein.

Eine 60 cm Bruchsteinwand dürfte aber tatsächlich oft so kalt sein, dass der Taupunkt unterschritten wird - es ist eben eine sehr große Masse.
Je näher sie am kalten Boden ist, um so weniger wird sie erwärmt (kalte Luft am Boden, warme Luft oben), insbesondere wenn noch etwas davor gestellt ist, z.B. ein Schrank.
Da ist Bruchstein eben auch ganz besonders ungünstig, weil er eigentlich gar kein Kondensat aufnehmen und später abgeben kann. Im Gegensatz zu Lehmputz z.B. bleibt das Kondensat immer auf der Oberfläche.

Zuerst müsste man einmal messen, ob an den betroffenen Abschnitten der Taupunkt unterschritten ist.

Wenn ja: a) Bauteiltemperatur anheben

oder

b) Raumluft trocknen.

b) geht nicht so ohne weiteres (Bautrockner bei geschlossenem Fenster, das will keiner auf Dauer). Einfacher wäre immer bei Kälte zu Lüften (da will vielleicht nicht jeder dauerhaft mitspielen.)

a) Bauteil Temperierung: da gibt es Lösungen, die andere hier besser vertreten können als ich.
der Kernpunkt ist die ausreichende Heizung / Bauteiltemperierung.
Wenn der Mensch sich auch mit einem Pullover oder aureichend körperlicher Aktivität über Wasser halten kann, so gilt das für 60 cm Bruchsteinwand sicher nicht; die wird von alleine nicht warm.

Wenn das äußere das Hauses ohnehin nur eine untergeordnete Rolle spielt ("ehemaliges FW Haus"), wäre zu bedenken, ob eine angemessenen Außendämmung mit nachfolgendem Aufheizen der innerhalb der Dämmung befindlichen Bauteile nicht zielführend sein könnte.

Billig ist das alles nicht, aber das Schimmelproblem bekommt man wahrscheinlich gelöst.

Zuerst müsste man feststellen wie die Taupunktverhältnisse sind und wie gelüftet wird.

Dann kann man weitersehen.

Viel Erfolg

GE



In dieser Antwort ist viel richtig, aber..



..wie wird denn geheizt?
Lüften und heizen muss stimmen!
Gibt es dazu auch Bilder?





Möbel haben an kalten Außenwänden nicht wirklich etwas zu suchen. Du kannst mit einer Temperierung versuchen den Taupunkt an der Außenwand wegzubekommen. Dazu hilft erstmal eine Dachrinnenheizung.



Bauallerlei … 



Hallo

so aufs erste Folgendes:

auf eine Feuchte Wand oder Konstruktion einen Lehmputz machen ist mehr als "sub-optimal"!

sogenannte "aufsteigende" Feuchten sind meist einerseits an den dort eingesetzten Materialien zu suchen … 

eigentlich müsste man gründlich untersuchen und dann ein Sanierkonzept erstellen …

meist reicht es den "falschen" Putz durch einen "richtigen" zu ersetzen … ich würde Ihnen Kalkputz (www.solubel.de) empfehlen … und dann auch eine Temperierung ((www.thermische-bauphysik.de)

So eine Sanierung ist eigentlich keine Sache von "ich mach mal einfach was!" … sondern ich mache erst mal mir "richtige" Gedanken und mache ein Konzept das stimmig ist … 

Gutes Gelingen

bei Fragen evtl Mial

Florian Kurz



Schonmal danke



Wir hatten auch schon an Kalkputz gedacht und werden den auch in unserem Abstellraum ausprobieren. Das ist der Raum, der am schlimmsten ist. Dazu müssen wir wahrscheinlich den Putz bis auf das Mauerwerk weghauen, oder? Auffallend ist, dass die Wände, ob innenliegend oder außenliegend, die nicht unterkellert sind, am feuchtesten sind. Man sieht oder fühlt die Feuchtigkeit nicht direkt, wir haben auch keinen sichtbaren Schimmel an den Wänden, nur die Möbel (und die Tapeten, die mal dran waren) riechen schimmelig und sind fleckig, deswegen nützen Fotos hier wahrscheinlich auch nicht...leider haben wir die Probleme auch in der Küche, da kann man die Möbel ja leider nicht wegrücken.



@ Herr Kurz, was ist ein "falscher" und was ein richtiger Putz?



Herr Kurz ganz so einfach wie Ihr Vorschlag vorgibt geht es nicht. Das was zählt - ist doch entscheidend. Die Qualität eines Putzes ist immer abhängig vom Salz- und Feuchteanteil sowie der Festigkeit des Untergrundes.
Dazu gehört auch die Auftrags-Dicke; der Porengehalt aber auch die Wasseraufnahme usw..
Die WTA e.V. hat dazu einen Vorschlag herausgegeben welche Kriterien zu beachten sind. Siehe hierzu auch: WTA-Zertifizierungsausschuss „Sanierputzsysteme" nachzulesen
bei: http://www.wta.de/de/system/files/InfoblattSanierputze.pdf
.
Alles was es sonst noch dazu gibt wäre ein Hinweis auf die Norm EN 998. Diese gilt jedoch nur für neue Gebäude, denn der Untergrund muss auch ausreichend tragfähig sein.
Dies ist bei vielen durch Salz- und Feuchte geschädigte Mauern nicht der Fall.
Weiter Herr Kurz, was meinen Sie damit "sogenannte "aufsteigende" Feuchten sind meist einerseits an den dort eingesetzten Materialien zu suchen … ??? Ist das Ihr Vorschlag für ein Sanierungskonzept?
Sie widersprechen sich auch, wenn Sie ohne Prüfung einen Vorschlag für einen Putz einbringen.
Und wie soll jemand - der Ihnen einen Auftrag erteilen möchte - ihre "richtigen" Gedanken erraten für ein stimmiges Konzept, wenn Sie hier schon ohne Untersuchung auf einen Hersteller verweisen?
.
So sollte es nicht ablaufen!



Wand und feucht … 



Hallo Melanie

Der Lehm nimmt die Feuchte aus der Wand und gibt sie nicht weiter … (wenigstens nur einen relativ geringen Teil) …

Dann verliert er die Haftung zum Untergrund und löst sich bei "zu viel Feuchte" von der Wand … das passiert halt gerne bei alten Hütten vor allem im EG

Da kann ein guter und "richtiger" Kalkputz etwas Abhilfe schaffen, denn mit einem richtigen Aufbau kann der die Feuchte an seine Oberfläche befördern und dort ablüften … dem allerdings die "modernen Wohn- und Einrichtungsdoktrinen" entgegenstehen … und auch die modernen "Heizereien" …

Derartige Fälle kann man mit den gängigen Allerweltsmassnahmen nicht in den Griff bekommen: deshalb immer der Hinweis auf ein KONZEPT … das möglichst umfassend die Begebenheiten aufnimmt und die baulichen Konstruktionen etc. beinhaltet und dann auf dieser Grundlage kann man dann differenzierte Massnahmen anraten und auch auf die Details genau eingehen … aber das übersteigt eine Tipp-Gebung per Thread … die ich im ersten Teil gab: "richtiger Kalkputz" … und Temperierung … 

… dass dadurch und dabei auch Änderungen an der Küche etc. notwendig werden können bleibt ausser Frage … 

… und zu den Verklausulierungen, die in den Werken der DIN oder der WTA vorkommen werden m.E. eigentlich NUR Firmeninteressen in ein pseudorichtiges AmtsUndWichtigkeitsdeutsch verpackt … den auch die WTA bezieht ihr Geld nicht aus Steuergelden sondern aus "Spenden" und anderweitigen Unterstützungen der Grossindustrie, die dadurch wieder ein merkantiles Ziel gewonnen hat … wohl dem der DARAN glaubt … 

ich nicht … 

Vermeiden Sie sperrende und zementäre Materialien und hinterfragen Sie einfach ALLES …

Florian Kurz



Die halbe Wahrheit ist nichts wert.



Letztlich ist es egal ob da Lehm, Kalk oder sonst ein Putz draufgeschmiert wird – zumindest zu diesem Zeitpunkt. Ohne zu wissen weshalb es feucht wird ist das sinnlos. Jeder verwendete Putz wird wieder feucht werden.
Es muss geklärt werden woraus de Feuchtigkeit resultiert und das ist ohne Bilder und ohne es gesehen zu haben nur fruchtlos zu diskutieren. Es geht nicht darum einen Putz zu verwenden, der eine ausreichende entfeuchtende Eigenschaft besitzt, sondern darum die Ursache abzustellen.
In Frage kommen defekte Heizungsrohre, blockierte Bodeneinstände von Regenrohren, Entwässerungen, Feuchtigkeit aus dem Boden u.v.m. – oder eben auch Kondensat. Ohne die Ursache abgestellt zu haben nützt eine Behandlung des Symptoms nicht. Da ist der Wunsch nach Schadensbeseitigung größer als die Vernunft.

Stelle doch mal ein paar Bilder ein vielleicht gibt es da mehr zu erkennen. Wo steht denn das Gebäude? Vielleicht ist jemand aus dem Forum in der Nähe, der sich das einmal ansehen kann.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



@ fabig: Das mit der Dachrinnenheizung habe ich in diesem Zusammenhang nicht verstanden.





Wir haben zur Temperierung unser ungedämmten Außenwand eine sogenannte Dachrinnheizung verlegt. Das bissel Wärme reicht meist aus um die Temperatur an den gefährdeten Stellen so hoch zu bekommen, das der Kondensatausfall nicht für eine Schimmelbildung reicht.



Elektrisch



???



… elektrisch … 



sind die allermeisten Rinnenbegleitheizungen … 

Wie so auch nicht … ist das nicht "gut"?

Florian Kurz



Begleitheizung elektrisch



... ist schon klar, aber die Umfunktionierung zur Sockelheizung empfinde ich als ungewöhnlich und energetisch suboptimal.



aha



Was heisst denn das?

"energetisch suboptimal"

ist ein Watt elektrisch anders als ein Watt thermisch?

Florian Kurz



Energie



Eine Kilowattstunde Energie kostet stromseits so um die 27Ct. Gasseits so um die 7Ct. Wenn jetzt ohnehin eine gas- oder sonstwie-befeuerte Heizung da ist, dann macht das Sinn, die Temperierung dort zu integrieren, wenn man schon den Feuchtezustrom nicht abstellen kann oder will...
Mit Haille-Selassie-Gottscha-The-König Superkalk einer ganz bestimmten Firma ist jedenfalls kein Raum via Ferndiagnose trocken zu bekommen...





Bei einer nachträgliche Integration kannst du aber für die Installationskosten lange Strom dafür verbraten. Dazu kommt, die elektrische lässt sich viel einfacher Steuern. Und ich brauch auch nur die paar Meter zu heizen die gefährdet sind.



Ein Watt ist ein Watt



Tausend davon ist ein Kilowatt, und mit dem Zeitfaktor wird aus der Leistung dann Arbeit oder auch Energie...
Eine Kilowattstunde Energie als Strom ist im bundesdeutschen Durchnitt nun mal so 3-4mal teurer, als eine durch Gas.
Mehr war nicht geschrieben und auch nicht gemeint...

Natürlich kann man seinen Staubsauger oder auch seine Stereo-Anlage nicht so ohne weiteres mit Gas betreiben, aber beim Heizen macht es i.d.R. durchaus Sinn, an vorhandene "preisgünstigere" Systeme als Strom anzuknüpfen.
Rechnen kann/muss jeder selber, der Umgang mit einer Tabellenkalkulationssoftware kann hilfreich sein... Im Endeffekt sollten hinten Euros, von mir aus noch Co2, hinten rauskommen, aber nicht Prozente...
Und eigentlich kann ich eine "Sockelheizung" als Problemlösung auch nicht wirklich akzeptieren...

Jedenfalls ist der Hinweis auf ein Gesamtkonzept durchaus gut und richtig, wenn dann im Nachsatz aber gleich die grundsätzliche Empfehlung auf einen bestimmten Putz und ein bestimmtes Heizsystem kommt, stellt sich mir wirklich die Frage, ob das mit dem Gesamtkonzept ernst gemeint war... das ist sowas von sinnfrei "anders" eingefahren, dass es schon fast weh tut...



Feuchtigkeit aus dem Boden...



...scheint ja schonmal plausibel zu sein, wenn die nicht unterkellerten Bereiche stärker betroffen sind. Ich würde vom Putz erstmal Abstand nehmen und mich nach Horizontaltsperren erkundigen, wobei auch der Fußboden dabei nicht außer Acht gelassen werden sollte.





Nicht zwingend plausibel weil die Wände ohne Keller kälter als die Wände mit Keller sind und damit eher den Taupunkt haben. Dazu kommt dann noch die Nutzung, der Standort der Heizkörper, die Lage von Vor- und Rücklauf, die Einrichtung des Zimmers und und und.

@Sebastian Hausleithner
2m x 45W/m = 90W. Das cirka 300h sind 27kw x 22cent Differenz = 5,94€
Damit kann man was gleich bauen? Die 2m Sind zum Beispiel bei uns eine Stelle hinterm Treppenaufgang wo wir einfach nicht dran gedacht haben, das es dort nicht warm genug wird. Es kann aber auch der Schrank sein der mit Abstand zur Außenwand gestellt wird, wo es aber trotzdem bei richtiger Kälte Probleme geben kann. Bei uns war es Thema im März 2013 wo draußen mal dauerhaft Frost war.



"Feuchtigkeit aus dem Boden...



scheint ja schonmal plausibel zu sein"

Das finde ich ehrlich gesagt nicht!

genau so gut kann man argumentieren, dass der Sockelbereich in der Regel am kältesten ist, insbesondere wenn darunter kein Keller ist.
Die wichtigen Fragen bleiben ungeklärt:

Wie wird geheizt,

wie sind die Bauteiltemperaturen,

wie ist die Luftfeuchtigkeit

wie wird gelüftet,

wie werden die betroffenen Räume genutzt,

gab's vor 4 Jahren vielleicht neue Fenster,

wie unterscheiden sich die betroffenen / nicht betroffenen Räume in diesen Punkten,

sind die Kellerwände auch nass,

sind die innenliegenden Wände immer von beiden Seite oder auch nur von einer Seite betroffen,

wieviel Wasser wurde bei der Lehmputzerei denn eingetragen

Wenn eine 60 cm Bruchsteinwand wirklich anfällig für aufsteigende Feuchtigkeit wäre, müssten die meisten alten Brückenpfeiler längst verwittert sein.

Melanie, kläre uns auf!

G



Die Vorschläge von oben sind doch nicht so weit auseinander..



..denn ob elektrisch oder mit der (Gas) Heizung eine Erwärmung der kalten Wandanschlüsse erfolgt ist nicht so entscheidend.
.
Wichtig ist doch, dass das Tauwasser vermieden wird.
Ich empfehle auch sehr oft sogenannte selbstregulierende Heizkabel einzubauen. Es geht doch nur darum - die Temperatur soweit anzuheben, dass der Taupunkt nicht erreicht wird.
In meinem Haus habe ich im Anschluss vom Wohnzimmer einen Wintergarten (ohne eigene Heizung) und hatte am Fensterfuss ständig Tauwasser. Seit dem Umbau 1983 wird durch ein solches Heizkabel (lose an der Wand verlegt) der Boden-Wandanschluss temperiert. Da ich ein Strommessgerät besitze kann ich diese Kosten leicht ermitteln und komme auf ca. 60 €. Es sind aber auch ca. 10 lfm.
Da jedoch jetzt alles trocken bleibt ist mir dies auch wert.





So, ich versuche mal einige Fragen zu beantworten. Wir haben vor 4 Jahren neue Fenster eingebaut! Wir haben nach demHauskauf allerdings schon einige 'feuchte' Stellen gefunden, bzw. hinter den Tapeten Flecken. Wir haben und grade erst ein Hydrometer bestellt, ich kann deswegen noch nichts zur Luftfeuchtigkeit sagen...Wir versuchen schon jeden Tag stoß zu lüften...wie heizen auch alle Räume allerdings wird's hier im Wohnzimmer nicht richtig warm, nur wenn wir den Kamin anschmeißen... ich finde es halt komisch, dass die Wände nur stellenweise und im unteren Wandbereich feucht sind und das es bei Regen scheinbar schlimmer wird. Da es im Moment nur regnet, riechts hier immer wieder muffig/feucht/modrig...die schlimmsten Räume sind Küche(vor allem wo die Schränke ohne rückwand vorstehen) und der Abstellraum...beide nicht unterkellert. Auch im Wohnzimmer gibt es einige Stellen. Wohnzimmer und Küche sind im Prinzip ein großer L-förmiger Raum. Nur zwei kleine Flure unten sind nicht betroffen, die liegen mitten drin. Das Bad ist gefliest, deswegen kann ich da nicht viel zu sagen. Wir werden jetzt auf der Seite mal schauen, wie das Mauerwerk außen unterirdisch aussieht und auch das ehemalige Dreikammersystem checken, ob da Wasser drin steht, bzw. ob das dicht ist und auch die Rohre der Dachrinnen, die da unterirdisch langgehen...außerdem wollen wir den Übergang Garagendach zu Hauskontrollieren, da dadrunter der Abstellraum liegt...vielleicht finden wir da ja schon was...der Lehmputz wird auf alle Fälle wieder weggemacht und mit Kalk verputzt und wir denken auch dann gleich mal über Wandheizungen nach...hätte da jemand einen relativ kostengünstigen Tipp, gerne Wasserführend...
Danke schonmal für die Hilfe!!!




wieviel Wasser wurde bei der Lehmputzerei den eingetragen

Wenn eine 60 cm Bruchsteinwand wirklich anfällig für aufsteigende Feuchtigkeit wäre, müssten die meisten alten Brückenpfeiler längst verwittert sein.



Wie Blind muss man sein!



Fachwerkhaus: Eingeputzt, Feucht?

Kernsaniert: kein Geld dafür?

Feuchte Wände: diverse Theorien?

Wenn du ein Fachwerkhaus besitzt, was in den 60er/70er Jahren auf einen katastrophalen bauphysikalischen Zustand gebracht worden ist, dann musst du die Bausünden zurückbauen, die Schäden (Fußschwellen, Ständerfüße etc.) reparieren etc.
Und wenn dein Häusschen dann in seinen Grundzügen wieder halbwegs funktioniert, dann kann man über Dinge wie Bauteiltemperierungen (Dachrinnenheizung?) usw. nachdenken.
Ich finde das schon erschreckend wie der Zustand der Grundsubstanz hier über Technik oder Materialien diskutiert wird. Mach es auf und schau nach, alles andere ist absoluter pfusch. Dein Haus hat mehr Probleme als Kalk oder Lehmputz, Temperierung, Lüftung und Heizverhalten.

Stell mal ein paar Bilder rein (außen und innen)