Lehmfarbe auf Fermacell

18.11.2008



Ich habe mein Dachgeschoss mit Fermacell Gipskartonplatten beplankt. Im Stoßbereich habe ich wie vorgeschrieben Fermacell Fugenspachtel verarbeitet. Letzte Woche habe ich einen Anstrich Lehmfarbe aufgebracht. Leider löst sich die Farbe im Stoßbereich der Fermacellplatten (blättert ab). Im Moment weiß ich nicht was ich machen soll. Weiß jemand Rat ?



fermacellbeschichtung



bitte um beschreibung des objektes,alter ,ausbildung der bekleidung ,dach,ect.





Das Objekt ist in diesem Bereich später angebaut worden und daher erst 15 Jahre alt. Der Dachaufbau ist wie folgt:

Dachsteine
Lattung und Konterlattung
Bitumenbahn
Sparren mit Zwischensparrendämmung (Styropobr)
Zusatzdämmung unter den Sparren (Mineralwolle)
Fermacell Beplankung
Lehmfarbe

Die Farbe blättert überall in den Anschlussbereichen der Fermacellplatten wo verspachtelt wurde ab.



Lehmfarbe



Das hört sich nach einem Kondenswasserproblem,
verursacht durch eine fehlende oder defekte Dampfsperre, an.
Von der Dämmung abtropfende Feuchte tritt über den besonders saugfähigen Fugenspachtel aus, der Lehm wird weich.
Falls meine Vermutung stimmt, ist das mit der Farbe das kleinste Problem.

Viele Grüße







fermazellanstrich



wenn ich das alles so lese,-stelle ich fest,--dass sich alles im bereich der wahrscheinlichkeit u. im vermutungsnebel bewegt.selbst wenn hier ein aufschrei durchs forum geht--ich gehe davon aus(ebenfalls vermutung),dass hier die gipsspachtelstellen nicht saughemmend vorbehandelt und grundiert wurden.da gipsspachtel-wenn auch modifiziert eine sehr starke eigenschaft besitzen,dem beschichtungsstoff Feuchtigkeit und Bindemittel zu entziehen.dem sowiso nicht sehr bindemittelreichen anstrichstoff wird durch den saugintensiven Spachtel ein teil des bindemittels und des mediums wasser entzogen,damit wird während der Beschichtung der werkstoff zäher u.dickflüssiger-- die schichtstärke erhöht sich massiv,oberflächlich ist der bindemittelanteil normal,am spachtel selbst zu gering. durch erhöhte oberflächenspannung kommt es zu anstrichschäden in diesem bereich der spachtelstellen.wichtig ist bei--egal welcher art farbe zur weltanschauung passt---die Vorbehandlung des unter grundes-des anstrichträgers.selbst wenn der produzent schreibt,dass eine Grundierung nicht erforderlich ist--glauben sie nicht alles--prüfen sie Festigkeit und saugverhalten durch kratz-u.benetzungsprobe.fällt dies negativ aus----sicherheitsgrundierung erspart aerger. bei diesem problem tonis--runter mit dem mist,haftgrundierung drauf,dann erst die farbe aufbringen. so würde ich es machen,wäre es das meine.---gruss vom stiftland--blacki



Welche Lehmfarbe?



Dieses Phänomen kennen wir bisher leider noch nicht!
Doch es ist stets das erste Mal und da sollte eben die Ursachenforschung betrieben werden.
Es wurde anfänglich beschrieben, dass es sich um Fermacell Gipskartonplatten handelt.
Da muß ich nun nochmals nachfragen: Fermacell- oder Gipskartonplatten?
Bei Fermacell braucht man eigentlich nicht grundieren, denn die Lehmfarben haften verdammt gut.
Bei Gipskartonebenen würde ich hingegen die Saugminderung Streichen (Farbenwasserglas wäre die ökologische Variante zur chemischen Keule!).
Vielleicht war der Anstrich ganz einfach auch zu dick?
Die meisten Produkte sollte man doch etwas verdünnen, auch wenn der Hersteller etwas anderes auf dem Packzettel bzw. Datenblatt vermerkt hat.

Streichender Gruß

Udo Mühle



anstrich auf fermacell



hallo udo---richtig ist,dass fermazellplatten werkseitig saugreduziert eigestellt sind--nicht aber die gipsbasierte spachtelmasse,die auch noch oberflächlich aufgerauht wurde durch schleifen.deshalb ist das saugverhalten der restfläche anzupassen.noch vernünftiger ist es natürlich.vollflächig eine pigmentierte haftbrücke auzubringen,was ein hervorragendes weiterarbeiten und ein totsicheres adhäsionsverhaten garantiert.das bindemittel kann dan seine ureigendste aufgabe erfüllen im rahmen des kohäsions-u.adhäsionsverhaltes(pigmentzusammenhalt u.anhaftung)des werkstoffes. gruss aus der oberpfalz---blacki



Vielen Dank



Vielen Dank für die Antworten.
Eine Dampfsperre hoher Qualität habe ich eingebaut, aber leider bei meinem Eintrag vergessen.
Beplankt ist mit Fermacell Platten.
Ich werde im Bereich der problematischen Haftung noch einmal nachgrundieren. Kann mir jemand hierfür ein geeignetes Produkt empfehlen. Die Gebindegröße sollte sich im Literbereich bewegen.

MfG

Toni