Fachwerkhaus kaufen/mieten

20.08.2008



Hallo Zusammen,
spiele mit dem Gedanken in ein Fachwerkhaus zu ziehen.
Dieses Fachwerkhaus ist zur Zeit noch bewohnt scheint trotzdem in einem relativ schlechtem AllgemeinZustand zu sein... Es schaut von aussen einfach verwohnt aus...
Nun meine Frage:
Worauf müsste ich beim einzug/kauf etc. achten?
Gibt es finanzierungsmöglichkeiten bezügl. eines Denkmalschutzes oder auch ohne Denkmalschutz...
Inwiefern muss der Vermieter Sarnierungsarbeiten leisten oder gar selbst vornehmen?
Habe was das Thema Fachwerkhaus betrifft leider noch überhaupt keine Ahnung, da ich bis lange nur "normal" zur Miete wohne...

Würde mich über Hilfestellungen sehr freuen und verbleibe somit mit freundlichen Grüßen!



Hauskauf



Hallo,

...schöner Gedanke.
Konkret zu den Fragen:
wenn das Haus verwohnt aussieht, wird es das auch sein.

Finanzierung: Da sind Sie in NRW ganz auf Ihr Eigenkapital und die Bereitschaft der Bank angewiesen, das Objekt zu finanzieren. Es wird nicht billiger dadurch, daß Sie vielleicht KfW-Kredite in Anspruch nehmen (die Anforderungen sind dann nämlich auch deutlich öher und oft nicht erfüllbar). Der Denkmalschutz hat nichts und finanziert Ihnen allenfalls mal ein paar Bonbons.
Ausnahmen sind möglich, wenn Ihr Haus in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet liegt, das noch nicht ausfinanziert ist oder wenn Sie in einem Gebiet mit historischen Ortskernen wohnen (es gibt eine Positivliste).

Für die allermeisten Fachwerkhäuser bestehen kaum Förderungsmöglichkeiten.

Worauf man achten soll ? Nicht unbedingt auf den Kabelanschluß, aber auf zahlreiche andere Umstände, die einen Laien überfordern.
Das fängt beim Grundstück an: Erdbebenzone, Überschwemmungsgebiet, Wasserschutzgebiet, Sanierungsgebiet etc...?? Baulasten?
Und geht bei unbezahlten Kosten weiter: Erschließungsbeiträge ?
Ist es überhaupt genehmigt ? (ab 1871 in der regel bei uns nachweisbar), liegt es im Außenbereich oder Innenbereich, gibt es einen B-Plan, ist die Beseitigung aufgrund höherer Planungen vorgesehen ?
Dann zum Haus selbst: Aufteilung, Platzreserve, Fassade, Dach, tragende teil ???......???

Ich rate Ihnen dazu, einen fachwerkerfahrenen Architekten oder Bauingenieur mitzunehmen. Rein zur Beurteilung des Holzes auch einen Zimmermann.

Was muß der Vermieter tun ?
Er ist nach der Bauordnung und dem DSchG zum Erhalt verpflichtet, d.h. er hat alles zu tun, damit das Haus gebrauchsfähig erhalten wird.

Grüße vom Niederrhein





danke für die schnelle und adäquate stellungnahme...