Fachwerkaus um 1900 Fassadendämmung

28.12.2013 Paddy1986



Hallo, ich habe von meinen Eltern letztes Jahr ein Fachwerkhaus überschrieben bekommen und werde nun einen Neuen Dachstuhl aufsetzen lassen, im Gleichen zuge wollte ich die Giebel von aussen Schiefern und habe mir gedacht, wieso nicht gleich von aussen dämmen wenn das Gerüst einmal steht und ich die Giebel eh Schiefern möchte.
Nun zu den Fakten des Hauses:
es ist aus 1900 und in sehr gutem zustand, Fachwerksbalken sind trocken und nicht beschädigt, kein Schimmel oder sonstiges. Das Fachwerk ist an den Aussenwänden teilweise mit Ytong Gasbetonsteinen ausgemauert und Teilweise noch mit Lehm in den Fächern.
Die Giebel um die es jetzt geht sind komplett mit Ytong ausgemauert. Da der Dachstuhl neu gemacht wird möchte ich in gleichem zuge die Giebel und bis einen Meter unter dem Dach an der Aussenseite des Hauses Schiefern. Da ich vorhabe irgendwann als nächstes Projekt das ganze Haus zu dämmen habe ich mir gedacht mache ich jetzt schonmal die Giebel während der Neue Dachstuhl von den Zimmerleuten aufgesetzt wird.
Ich habe mich schon etwas schlau gelesen und bin darauf gestossen das man Holzfaser nehmen sollte fürs Fachwerk. das Fachwerk ist am Giebel nicht von aussen verputzt, momentan sind Latten draufgenagelt und Blech in Schiefernoptik daraufgenagelt, also praktisch gar nicht gedämmt bis auf das Fachwerk/Ytong selbst. Später wird im Dachstuhl bewohnbarer Raum entstehen der ca. 20 Grad Raumtemperatur gaben wird. geheizt wird mit der Gasheizung mit Heizkörpern an den Wänden und mit einem 8KW Kamin zugeheizt um Heizkosten zu sparen (Ofenholz ist für mich umsonst)
Bei der Dämmung sollte ein Dämmsystem von Homatherm verwendet werden, da ich da durch einen bekannten günstig dran komme. ich habe hier Bilder beigefügt die meine bisherigen Vorstellungen wiedergeben. bin für Verbesserungsvorschläge offen und bitte keine kommentare wie "das geht nicht" wenn dann nur mit hinweisen warum das nicht geht... ich will hier nicht hören das es nicht geht, sondern warum das nicht geht wenn es nicht geht... Danke :)
Hoffe ich bin ausführlich genug...
Ich habe eine Skizze beigefügt und weitere Bilder in meinem Profil



Umbauplanung



Ich empfehle bei solchen Umbauabsichten erst einmal eine Bestandsaufnahme des gesamten Gebäudes und eine Sanierungsplanung in diesem Gesamtzusammenhang, auch wenn die Sanierung in Etappen über mehrere Jahre hinweg erfolgen soll. Dadurch wird Stückwerk vermieden und es werden saubere Schnittstellen geschaffen.

Voraussetzung: die Bauaufnahme, weil der IST-Zustand die Sanierungsrichtung vorgibt. Ohne genaue Kenntnis des Rohbaus und der bis dato verwendeten Materialien sollte man keine Sanierung beginnen.

Ein Detail ist z.B. die Ytong-Ausmauerung, die wahrscheinlich in den 80ern beherzt vorgenommen wurde, die aber je nach Einbausituation zu Schäden am FAchwerk führen kann. Stichwort. Feuchteansammlung, Verrottungsprozesse.
In Ihrem Fall scheint das gut gegangen zu sein durch die gut hinterlüftete Blechfassade. Trotzdem soll genau hingeschaut werden.

Eine hinterlüftete Aussendämmung für ein Nicht-Sichtfachwerk ist eine gute Sache, da das frei bewitterte Sichtfachwerk im Grunde eine schadensträchtige Konstruktion ist.

Bei Ihren Überlegungen müssen Sie die heutigen Anforderungen an die Gebäudedämmung berücksichtigen, die in der EnEv formuliert sind und die den Dämmstandard vorgeben. 60mm sind da zu wenig. Die vorhandene FW-Wand spielt wärmedämmtechnisch fast keine Rolle.

Bei Ihrer skizzierten Lösung, mit einer 35mm-Homatherm-Platte als Gefacheabschluss brauchen Sie schon eine mindestens 120mm-Dämmung im aufgedoppelten Gefach, um auf einen U-Wert von 0,24 W/m2K zu kommen, wie ihn die EnEv vorgibt (Herstellerberechnung)

Die Erneuerung des Dachstuhls und die Umnutzung des DG zum Wohnraum ist bauantragspflichtig.

Frage: Weshalb wollen Sie denn kompletten Dachstuhl erneuern lassen?

Sollten Sie weitergehende Fragen zu Ihrem Projekt haben, können Sie mich gerne kontaktieren. Ich saniere in 2014 ein denkmalgeschütztes FWHaus in Gummersbach und bin daher recht oft in Ihrer Region.



Antwort...



Der Bauantrag für den neuen Dachstuhl ist bereits genehmigt, der Dachstuhl ist in eher schlechtem Zustand, bei Balken des Dachstuhls sind an der Spitze sehr dünn (viertel Fichten wurden dort ja damals verbaut) diese sind schon teilweise mit Latten repariert und es soll eine 5 Meter Gaube ins Dach eingebaut werden. Die Deckenhöhe des Dachstuhls durch die Zwischenbalken beträgt nur 1.70 Meter und dadurch das das Haus mal durch einen Anbau erweitert wurde gibt es 2 unterschiedliche Bodenhöhen die auch durch die Zimmerleute angepasst wird auch das wurde mit Statiker und Bauamt berechnet und abgenommen. Der Dachstuhl wird außerdem um 34cm erhöht um mehr kopffreiheit zu bekommen.
Deshalb soll der Dachstuhl neu. Also das hat schon seinen Sinn.
Das Wichtigste in meiner Frage ist ob ich meine Zeichnung so anwenden kann ohne mit Feuchtigkeitsproblemen zu rechnen, als die holzdämmmatten direkt aufs Fachwerk drauf und mit Holzdämmplatten drangeklemmt, die Matten natürlich zwischen angeschraubte Latten/ Balken geklemmt...
Also, Von innen nach außen: Putz-Fachwerk-Holzdmmatten-Holzdämmplatten-lattung/Lüftungsbereich-Bretter zur bef. Der Schiefern -Schiefern

Die Substanz der Balken ist gut, es würde stichprobenartig außen Blech abgenommen und geprüft, ausgemauert wurde das Fachwerk mit ytong vor ca. 15 Jahren von meinem Onkel der Maurer ist. Es wurde ausgemauert da sich der Lehm in den Zwischenräumen löste..

Es soll unter dem Giebel ein Abschluss gemacht werden der über der darunterliegenden blechabdeckung ragt und so das man später darunter genau so weiter dämmen kann. Es wird also keine abschnittsrep. Sondern es wird daran gedacht genau so weiter zu dämmen... Über die genaue dicke der Dämmung wird noch nachgedacht bzw berechnet,
Es geht mit nur um den korrekten Aufbau und die richtigen Materialien!

Danke im vorraus!!!



Ergänzung...



Es wird also 2fache Dämmung aufgebaut. Die holzfaserdämmatten direkt auf dem Fachwerk/Lehm/Ytong und auf den Matten kommen die Holzfaserdämmplatten um Wärmezonen ganz auszuschließen und etwas Witterrungsschutz der Matten zu bekommen und um die Matten leicht ans Fachwerk zu drücken damit auch wirklich keine Hohlräume entstehen, auf die Holzdämmplatten kommen die Latten um eine Hinterlüftung zu gewährleisten damit die Dämmung Luft bekommt und im Notfall auch zu trocknen (tauwasser/Kondenswasser?) und auf die Latten kommen die Fichtenbretter oder ähnliches um die Schiefern zu befestigen.



Ergänzung um Missverständnisse auszuräumen ;)



Mit Balken (1) im Bild ist nicht das Fachwerk gemeint sondern auf das Fachwerk von außen aufgeschraubte Latten/Balken 1cm dünner als die Holzfasermatten im die Holzfasermatten klemmend zu befestigen. Auf die Holzfasermatten kommen zusätzlich noch die Holzfaserplatten zur zusätzlichen Dämmung...



Keiner ne Meinung?



Hmm... Hat sonst keiner ne Meinung oder Verbesserungsvorschläge für mich und meine Idee? Kann ich das so umsetzen ohne dem Fachwerk zu schaden?