Rigipswände vor Fachwerk ??? Schimmelgefahr??

05.06.2005



Hallo,

wir haben vor kurzem ein Fachwerkhaus gekauft. Teilweise haben wir die vorhandenen in den 70 er Jahren gestrichenen Holzpanellen herausgerissen und dahinter war entweder eine verputzte Wand oder Fachwerk z.B. im Deckenbereich welches nicht nach Schimmel roch und auch nicht den Eindruck machte es Wäre feucht. Da wir aber aus finanziellen Gründen nicht alle vorhanenen Wände rausreisen können, stellt sich mir jetzt die Frage (besonders in den Kinderzimmern) ob dort hinter den Rigipswänden schimmel entstehen kann oder nicht. Es klingt dahinter hohl. Heißt das, das genug Lüftung für das Fachwerk vorhanden ist? Zwei Außenwände sind vonn innen, so vermuten wir und die Decken sind mit Rigips vom Vorbesitzer verkleidet worden. Die Dachbodendecke ist noch offen, das heißt man sieht den Lehm und trockene Balken. Wir wollen diese nur mit Holzbrettern verkleiden, damit man dort wenigstens was Lagern kann. Ist das ok? Auch das Dach wird neu gemacht und dann wollten wir dieses von innen Dämmen. Auch ok? Der Gewölbekeller der unter dem Haus ist, hat jetzt viele Ausblütungen von Salpeter? Was kann man da machen oder muß man überhaupt was tun? Über dem Gewölbekeller befindet sich ein Raum mit Holzdielen, kann ich da mit Klopftest überhaupt feststellen ob die Dielen von unten her schimmeln. Ich weiß, Fragen über Fragen aber leider konnten wir den Vorbeitzer nicht viel Fragen, da er leider aus dem Ausland kam und nicht viel Deutsch verstand.

In Hoffnung auf baldige Antwort und ich hoffe das unser kleines Traumhaus kein Alptraumhaus wird.

Gruß Alexandra Kurth



hallo alexandra,



ich würde auf jeden fall allen rigips vor außenwänden entfernen - da ist es halt besonders kritisch. ist noch eine Dämmung dahinter?
beim dach würde ich mir ein wenig zeit mit der entscheidungsfindung lassen - falls möglich. einfach nur mal bretter auf die balken - ein Zimmermann oder Statiker sollte sich das mal ansehen - nicht das der ausgelagerte Schrank dann doch noch im Wohnzimmer landet - via schwerkraft :-) die bretter müssen - je nach Balkenabstand schon eine gewisse dicke haben. Dachdämmung kostet viel geld - regelmäßig muss auch der Dachstuhl verstärkt werden. ich würde überlegen, ob man nicht nur von oben den boden dämmt - vorausgesetzt, man weiß, dass man das dach nie als Wohnraum benötigt.
salpeterausblühungen im Keller sind sicher kein dringendes problem, es ist halt feucht (oder war es). wenn es sie optisch nicht stört, würde ich erst mal schauen, ob man es mit ordentlichem Lüften (im winter) in den Griff bekommt und wie schlecht der zustand wirklich ist.
und springen sie mal richtig auf ihren boden, wenn sie ein gutes gefühl haben, spricht viel dafür, dass alles trocken ist. trotzdem würde ich doch immer wenigstens mal eine reihe dielen nach außen hin zu den balkenköpfen aufnehmen - nur zur sicherheit und um mal drunter zu schielen. selbst wenn feder/nut dann hin sind. eine reihe dielen kann man schon mal ohne finanzielle schmerzen ersetzen, notfalls kann man die alten ja auch offen nageln. ich habe räume, da habe ich nicht nachgeschaut, weil kein anlaß zu sorge bestand, sie nie feuchträume waren und es sonst keine feuchtequellen gab. andere habe ich mir lieber angeschaut - nicht das ich mit der Badewanne mal im Flur lande :-)





Hallo,

Die Rigipswände vor den Außenwänden klingen alle zimlich hohl und deswegen vermuten wir da keine Dämmung. Wäre das denn dann ok? Ich meine wenn dazwischen ein Hohlraum ist?

Gruß alexandra



also



mir wäre da wirklich nicht wohl. dahinter liegt das staische gefüge ihres hauses, das fachwerk - und sie haben keine ahnung, was dort vorgeht, weil sie es nicht sehen können. das entfernen an sich kostet ja nun wirklich nur ein wochenende arbeit (das ist das gute am rigips), die Entsorgung wird schon teurer und wenn's wirklich die 70iger sind, sollte sich das wohl auch ein fachmann vorher mal ansehen, von wegen Asbest und so weiter.
wie gesagt, wenn sie sparen müssen, dann eher am dach und der Wärmedämmung dort. machen sie ein Kaltdach mit gedämmten fußboden, wenn sie's als wohnraum nicht benötigen und stecken sie das geld in eine Sanierung der räume, die sie auch bewohnen.