Badezimmer im Fachwerkhaus

26.12.2012 Fachwerk



Hallo Forum, ich möchte ein Badezimmer im Fachwerkhaus einbauen. Der Zwischenboden aus Holz u. Lehm mußte entfernt werden, da tw marode, Holzbalken tadellos. Habe nun einen neuen Zwischenboden aus Brettern eingebaut. Die gesamte Stärke des Fußbodenaufbaus beträgt ca. 18 cm, im Bereich der Balken ca. 11 cm. Was eignet sich nun am besten für den Aufbau, eine Trockenschüttung mit Trockenestrichplatten oder ein herkömmlicher Zementestrich. Es handelt sich um ein bad im Obergeschoß von ca. 6-7 qm., die Balken liegen ca. 50 - 60 cm. auseinander. Der Fußboden soll später gefliest oder ggf. mit Holz belegt werden. Was macht hier Sinn ? Für fachmännische Hinweise bin ich dankbar.

Gruß Verena



Fußbodenaufbau



Hallo Verena,
ich schlage Euch folgenden Aufbau vor:
Rieselschutz (Unterspannbahn o.ä.) in die Balkenfelder und auf den Zwischenboden,
trockenen Grubensand in die Felder füllen, ev. Gehwegplatten einlegen,
2 Lagen OSB 18 mm verleimt, Fugen versetzt, auf die Balken durchgeschraubt,
nach Aushärtung des Leims Adichten und Eindichten der Ränder, Rohre und Durchbrüche,
darauf Fliesenbelag auf Entkopplungsmatte.
Bei Dielung die OSB- Platten weglassen.

Viele Grüße



Auf Nummer sicher...



Hallo Verena, ich habe mich für folgenden Aufbau entschieden:

Auf die holzbalken Lewis schwalbenschwanzplatten dann fussbodenheizungsrohre, dann Estrich, dann fliessen.

Grund: Lewis Platten mit Estrich ist ein verbundestrich, als sehr steif, so dass die fliessen nicht reissen. Mit trockenestrichsystemen war mir das auf einer Holzbalkendecke zu unsicher.

Dicken (ungefähr, müsste falls interessant nochmal geprüft werden): Lewis Platten 1,5 cm, fbh. Rohre 2cm, Estrich 4,5 cm, Fliesen 1cm. Gesamt 9 cm



In den Bereichen in denen ich Dielen verlegt habe, habe ich auf die Balken eine traglattung geschraubt (schwimmend drauflegen und darunter schalldämmstreifen wäre besser wegen dem schallschutz) und darauf die Dielen. Dazwischen liapor Schüttung aus blähton ( geht auch mit anderen Schüttungen; es gilt: Masse ist gut für den schallschutz)

Gruß

Peter



@ Herr Böttcher



Hallo Herr Böttcher,


Wie sehen sie bei der von ihnen vorgeschlagenen Variante das Risiko beim fliessenbelag in Punkte Risse etc. ?

Haben sie diese Lösung schon oft in der Praxis umgesetzt?

Gab es schon Probleme?


Wie alt ist die älteste Umsetzung?


Grüße

Peter Burkhard



Fußbodenaufbau



Lewisplatten sind für Nassräume in Kombination mit Estrich sehr gut geeignet,u.a.für solche Fälle wurde das System entwickelt. Probleme gibt es statisch gesehen nicht, aber preislich und zeitlich. Der Estrich muß mehrere Wochen erhärten und trocknen, das bremst den weiteren Ausbau. Unter bewohnten Bedingungen ist das ein erheblicher Nachteil.
Wenn vor Erreichen der Belegreife gefliest wird besteht die Gefahr des Schüsselns und die Fliesen könnten brechen.

Viele Grüße