Baubiologisch sinnvoller Estrich

14.02.2008



Hallo liebe Wissende,
in unserem Haus (massiv,Baujahr 1958) wurde der Estrich entfernt,
und nun stehen wir vor der Aufgabe neuen Estrich legen zu lassen. Der Aufbau beträgt nur 5-6 cm. Ist baubiologisch irgendetwas gegen Zementestrich auf Schrenzlage einzuwenden?
(z. B. giftige Additive im Zement) Gibt es bessere Alternativen?



Baubiologisch sinnvoller Estrich



Hallo Evi,

Zementstaub, Zementmörtel
der Handwerker stellt sich dem Risiko, Zementkrätze auch Maurerkrätze genannt.

Grüße

Mladen



Die Dämmung...



...gegen unbeheizte Räume bzw. Erdreich wird sicher nicht ausreichen. Das sollte berüchsichtigt werden. Was soll denn als Oberfläche kommen?

Grüße

Thomas



Wenn nur alles auf dem Bau so...



baubiologisch unbedenklich wäre wie Zementestrich. Aber Thomas hat recht, was kommt denn darunter oder darüber? Ohne Dämmung gibt es kalte Füße. Häuser aus der Zeit haben meist einen Verbundestrich auf die durchbetonierte Kellerdecke gehabt. Da 5-6 cm keinen Platz mehr für eine Dämmung lassen, überlege die die Kellerdeckendämmung.

Gruß Patrick.



Zementestrich



ist baubiologisch unbedenklich. Auch die verwendeten Zusatzmittel zur besseren Verarbeitbarkeit sind unproblematisch.
@Mladen: Maurerkrätze wird durch den frischen Mörtel verursacht, durch die alkalische Reaktion beim abbinden. Und da sind Kalke noch wesentlich aggressiver. Nach dem abbinden haben wir es mit einer chemisch stabilen Substanz zu tun.
MfG
dasMaurer



moin,



ausserdem sind die heutigen Zemente chromatarm um eben der genannten Maurerkrätze Einhalt zu gebieten. Das heisst allerdings nicht, dass es keine allergischen Reaktionen mehr gibt, aber die gibts ja eh bei allem und überall.



Danke für die Antworten,



@Thomas:
In der Küche und im Flur sollen Fliesen rein. In den anderen Räumen soll Parkett rein. Hoffentlich ist das nicht allzu teuer. Unter dem Fußboden ist ein unbeheizter Keller.
@Patrick:
Es gibt nur den Betonfußboden. Davor war ein schwimmend verlegter Zementestrich mit Drahtgeflecht verlegt. Darunter gab es ca. eine 1cm starke Polystyrolmatte.
@Herr Warnecke:
Das beruhigt ungemein.
@Herrn Bernhardt:
Das stimmt.



Fußboden



Guten Morgen,

Wenn Sie einen Zementestrich legen, haben Sie es mit sehr langen Zeiträumen zu tun, in denen nicht weitergearbeitet werden kann. Bei Parkett können Sie mit 6 Wochen rechnen.
Das sollten Sie wissen, bevor Sie sich hierfür und gegen
einen Trockenestrich entscheiden.

Gegen die kalten Füße hilft die Dämmung auf der Unterseite der Kellerdecke (etwa 8 cm, nichtbrennbar und WLG 035).

Grüße vom Niederrhein



Zementestrich



Hallo Evi,

gegen Zementestrich ist nichts einzuwenden.

Ich würde zugunsten eines niedrigeren Aufbaues die Dämmung weglassen und auf den Estrich Fliesen verlegen.

Gegen „Fußkälte“ helfen meiner Meinung nach nur warme Hausschuhe oder ein Teppich; Plastikdämmung im Fußboden hilft da nicht (hilft aber den Leuten, die Dir das Zeug verkaufen und es verlegen).

Grüße

Heinrich





Hallo,
die längere Wartezeit und das mit den Hausschuhen nehme ich
gern in Kauf, da ich auch eher ein Gegner von "Plastikdämmung" bin, die mir eher Schimmel bringt als warme Füße.
Gruß und Dank an die Wissenden.



@dasMaurer



Hallo Ullrich,

es muss halt immer zuerst was passieren bis gehandelt wird.
Chromatarmer (nicht Chromatfrei!) Zement ab 2005 für "Handmischungen".
Bis dahin mussten Jährlich! über 300 Menschen die Erfahrung mit der Zementkrätze machen. Ob es in der Zukunft keine Zementkrätze mehr gibt?
Was meinst Du mit "Kalke sind aggressiver" ?

Grüße

Mladen



Mit aggressiver meint Ulrich...



...daß die Kalksuppe, auf der Spur bin ich auch, lasse mich aber gerne belehren, einen höheren PH-Wert hat als die Betonsuppe.
Was das Chromat betrifft, da muß man schon allergisch sein.
Auf jeden Fall ist bei beiden Themen das Problem nur bei der Verarbeitung.

Gruß Patrick.



Kalkestrich



Hallo Herr Klepac,

Habe ein Bild auf ihrer Seite von einem Kalkestrich angeschaut.

Ich habe nichts gegen Zement, aber reiner Kalk und Sand wäre mir doch viel lieber.

Ist der Kalkestrich genau so fest und haltbar wie der Zementestrich?

Grüße

Heinrich



@Heinrich



"Kalk und Sand wär mir lieber" warum? Irgenwelche schlechte Erfahrungen mit Zement/Beton/Zementestrich?

Gruß Patrick.



@Patrick Neika



Hallo Patrick

darf ich Dich mal zitieren:
-"Auf jeden Fall ist bei beiden Themen das Problem nur bei der Verarbeitung."

sagte ich doch auch: "der Handwerker stellt sich dem Risiko, Zementkrätze auch Maurerkrätze genannt."

-"Was das Chromat betrifft, da muß man schon allergisch sein."

Also das darfst Du den x-tausenden sagen die es haben, quasi; die sind ja selbst schuld daran.

Grüße

Mladen



@Heinrich



Hallo Heinrich,

Kalkestrich wurde schon vor mehr als 4000 Jahren eingebaut.
Wir unterscheiden: Kalkestrich, als Unterlage für einen Belag, Kalkboden als fertiger Boden.

Deine Frage:
Ist der Kalkestrich genau so fest und haltbar wie der Zementestrich?

Welche Belastungen muss denn ein Estrich in einem Haus aushalten?

Grüße

Mladen



Mladen...



...keine Rede, bloß hat es nix mit Baubiologie zu tun (Grund der Frage). Wenn der Verarbeiter während der Verarbeitung auf das Verarbeitete allergisch reagiert, ist das sicher schlimm für den Verarbeiter, aber der Ausschlag von Estrichleger "Mustermann" wird sicher nicht die Gesundheit von Evi in ihrer Bude beeinträchtigen.
Ich bekomme beim Sägen von Hartholz geschwollene Schleimhäute in der Nase und brauch Nasenspray (ist so), sind deshalb Eichen oder Buchendielen bedenklich???????

Gruß Patrick.



Lieber den Kalkestrich verwenden?



Hallo Patrick,

Nein, nein, ich habe keine Allergie, oder andere schlechte Erfahrungen mit Zement.

Ich hab nur nicht gewußt, dass es einen Kalkestrich gibt, deshalb frage ich Herrn Klepac nach der Festigkeit, und da habe ich eher an Baubiologie und die Ausgangsfrage von Evi gedacht.

Auch verwende ich gerade Kalk als Anstrich (Altmannstein) und bin begeistert.

Mich fasziniert, daß ich aus dem Kalk+Sand einen Estrich herstellen kann.

Was ich am Zement weniger mag, ist die aufwendige Herstellung und die Allergieproblematik beim Einbau, auch wenn ich keine Allergie habe.

Grüße

Heinrich



Patrick



Ja da hast Du wohl recht.

Bin vielleicht etwas altmodisch, auch ökologisch denkend - darf ich sagen.
Von der Zementherstellung will ich garnicht reden, und mit Holz vergleichen sowieso nicht.
Was der Kunde verlangt, wird ohne wenn und aber geliefert.
Wenn`s der eine nicht macht, macht`s der andere.
So geht`s imma weita...
Die Mülldeponien gehören eben zum Alltag:

Zement gehört dort hin wo er hingehört...

Gruß

Mladen



Dämmung



in den Räumen, die keine Fliesen erhalten, würde ich statt eines Estriches mit Holzweichfaser dämmen (mit eingelegten Lagerhölzern). Statt des Parkettes dann zu einer Dielung greifen, Oberfläche ölen.

Im Fliesenbereich wäre ein Trockenestrich mit integrierter Dämmung sicher die schnellere und fußwärmere Wahl.

Grüße

Thomas



Kalkestrich



Hallo Mladen,

ich denke, ich hab irgendwie dumm gefragt. ;-)

Im Wohnraum soll der Estrich ja den Bodenaufbau und auch schwere Möbel aushalten, und die Bewohner selbst natürlich auch.

Im Keller werden ja oft auch schwere Sachen aufgestellt (Heizung etc.). Außerdem wäre es schön, wenn die Estrichoberfläche ganz glatt wäre wie es bei manchen Zementestrichen der Fall ist (also wasserabweisende Oberfläche).

Mir gefällt jedenfalls der Gedanke sehr, ganz ohne Zement auskommen zu können.

Eigentlich kann man dann ein Haus aus den drei Stoffen Ziegel, Holz und Kalk bauen.
Wand: Ziegel oder Holz oder beides, Kalkmörtel, Kalkputz
Böden: Kalkboden, Kalkestrich
Dachstuhl: Holz
Dach: Tonziegel

Faszinierte Grüße

Heinrich



@Heinrich



Hallo Heinrich,

aber nein, in gar keinem Fall dumm gefragt; es gibt eben verschiedene Ideen; so hatte sich schon jemand; auf Sandschüttung, über dem Gewölbekeller, einen Kalkestrich (9 cm) vorgestellt, um dann eine Zwischenwand darauf zu errichten...
In einem anderem Haus haben wir (meine Frau Veronika und ich) einen Kalkestrich ( 8 cm ) auf 5 cm Korkplatten eingebracht. Darauf wurde die komplette Heizungsanlage (für 3 Wohnungen) aufgebaut, inklusive Pelletlager.

Ein Haus zu Bauen wie man es früher tat - eine wahrhaftig faszinierende Vorstellung. Das Publikum ist noch nicht bereit auf diese Umstellung, diese Umstellung eben - kein Sondermüll zu hinterlassen.
Baut man Heute, baut man gegen: Feuchtigkeit, Kälte, Hitze, Schädlinge und weis ich was noch.
Hauptsache genormt, schadstoffgeprüft , Siegel drauf, und auf Grenzwert geeicht.
Was ist ein Grenzwert? Frage ich mich selber… ist der nicht immer überschritten?
Was ist Wohnqualität? Das was wir sehen?
-
Der Kalkestrich , Kalkboden…
Hier möchte ich das Wort den anderen Handwerkern überlassen die es noch ausführen, denn , Kalkböden machen wir schon über zehn Jahre nicht mehr, und den letzten Kalkestrich haben wir letztes Jahr eingebracht.
Jetzt sind wir nur noch Stuckateure;-)

Viele Grüße

Mladen





Hallo Mladen,

Mit dem Sondermüll, das sehe ich genauso. Holzständerbauweise und zwischendrin irgendwas verklebtes mit Folien und Mineralwolle, oder auch Steinhäuser außen mit dicker Plastikdämmung, solche Sachen sind nicht mein Ding, da würde ich mich bestimmt nicht wohlfühlen.

Und vielleicht gelingt eine Umstellung auf eine Bauweise wie früher ja irgendwann noch.
Ich bin kein EnEV-Spezialist, aber das, was heute so empfohlen und verordnet wird, das läßt mich vermuten, daß das mit der Umstellung noch dauert. Auch manche Architekten hier im Forum weisen ja gleich immer auf irgendwelche Dämmungen hin.

Wenn ich jetzt bauen müßte, würde ich versuchen nach alter Bauweise zu bauen. Bei der Bodenplatte und Fundament wäre ich mir nicht sicher, da nimmt man heute ja Beton. Früher hat man da auch Ziegel genommen, glaube ich.

Gut, also der Kalkestrich hält viel aus, genauso wie der Zementestrich. Schade, dass ihr (vermultlich) so wenig Aufträge für Kalkböden/-estriche habt, auch wenn der genauso gut ist!

Viele Grüße und alles Gute für Euch

Heinrich





Hallo Heinrich,

Ja - stell Dir vor das Erdöl wäre nicht mehr verfügbar, hervorgerufen durch einen Konflikt oder einfach nicht mehr vorhanden, wieviele Baustoffe auf einen Handschlag verschwunden wären (oder Subvention durch Staat?)- alles nur Luftblasen?

Zum Kalkestrich.
Anfragen sind schon da, nur der Preis ist eben schon oft das Hindernis. Nimmst Du an, ein Fliesestrich kostet vielleicht 9 Euro pro m², so müsste der Kalkestrich etwa 10 bis 15 mal teurer sein.
Die Abnutzung der eigenen Knochen bei der Ausführung nicht eingerechnet;-)
Wenn ich so an den letzten Estrich denke, 17 Tage a ca. 15 Std./Tag. über 40 t Material geschleppt, mit 4 Händen und dem Mischer...
Es wird mit dem Alter eben immer strenger, weil man länger braucht um zu regenerieren.
Was ich nicht ausschliesse ist die Betreung, Beratung, Zusammenstellung der Mischung, aber den Knochenjob dürften andere machen.

Auch für Dich alles Gute.
Mit besten Grüßen

Mladen





dasMaurer

Hallo Ullrich Warnecke,

wollte Dir nur kurz sagen, dass ich nichts gegen Handwerker habe.
Bist nicht Du der "verrückte Kerl" wo noch Kalk-Gips-Putz selber anmacht?-so wie früher, jenseits Goldband und Co
Wenn nicht, lassen wir`s gut sein.
Wenn ja; also - mich hat man schon ausgelacht...

Frieden

Mladen



Alternative



Es geht auch Gussasphalt - keine Feuchte kein Zement.
Hier gibt es auch ein paar baubiologische Häckchen jedoch im Gesamtergebnis gut.
Der Massivholz-Aufbau ohne Estrich mit Lattung und Zelluloseschüttung ist baubiologisch Super.
Gestampfter Lehmboden, Terra Cotta (3 cm Dicke) im Kies Sandbett, Dielen klassisch im Sandbett.
Es gibt viele bewehrte Alternativen zu wässrigem Estrich !



@ Jan Diamantopoulos



Selten habe ich hier im Forum so hochkonzentrierten fachlichen Dünnsch... gelesen. Herzlichen Glückwunsch!

Die Empfehlung von Gußasphalt an jemanden, der sich um baubiologische Qualitäten eines Estrichs Gedanken macht, geht ja nur am Thema vorbei.

Der Rest aber ist rabenschwarze Comedy. Wenn das einer baut (und hier lesen viele mit und greifen dann frohgemut zum Hammer), wird er es auch wieder rausreißen.

"Der Massivholz-Aufbau ohne Estrich mit Lattung und Zelluloseschüttung ist baubiologisch Super."

Aber leider nicht verrottungsfest. Ohne Estrich, also ohne Abdichtung? Die Zellulose liegt dann klassisch im Sandbett. Oder war dieser Aufbau auf Gußasphalt vorgesehen? Dann sollte das auch erwähnt werden.

"Gestampfter Lehmboden"

Hier geht es um Wohnräume, nicht um den Hühnerstall

"Terra Cotta (3 cm Dicke) im Kies Sandbett"

Ohne Wärmedämmung, ohne Abdichtung? Und ewig klappern die Platten.

"Dielen klassisch im Sandbett"

Porentiefer Blödsinn. Das ist nicht klassisch, und wenn das hier oder da gebaut wurde, war's von Anbeginn ein Bauschaden mit begrenzter Haltbarkeit.

"Es gibt viele bewehrte Alternativen zu wässrigem Estrich !"
Bewehrt oder bewährt, egal. Nichts davon trifft zu. Und wässrig ist ein Estrich nun wirklich nicht sehr lange.

Vom Schreiber dieser Tips aus dem Nähkästchen erwarte ich keine Aufklärung, aber kann mir jemand anders sagen, wozu einer solchen Mi.t schreibt. Zurschaustellung von völliger Inkompetenz ist nicht eigentlich werbewirksam.

Echt ratlos

Thomas



@ Jan Diamantopoulos



Hallo Herr Diamantopoulos,

Was bedeutet wässriger Estrich?Welcher Estrich ist damit gemeint und welche Eigenschaft hat dieser?Wie ist den überhaupt die Zusammensetzung von so einem wässrigem Estrich?
Die Frage ist ernst gemeint.

Danke

Mladen



@Mladen



Ich wüsste nicht, dass wir irgendwelchen Unfrieden hatten. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass Kalk und Zement sich in punkto "Hautfreundlichkeit" nix schenken, jedenfalls in frisch angerührtem Zustand.
Ja, und manchmal bin ich ein verrückter Kerl.
Und manchmal ist´s Gold wert, wenn man ein paar alte und fast vergessene Handwerkstechniken in der Hinterhand hat.
Ja, und ausgelacht wurde ich auch schon, jedenfalls vorher. Und 10 Jahre später ruft der Kunde wieder an, nicht wegen Reklamation, sondern weil er was anderes hat.
Also lass sie lachen.
MfG
dasMaurer



@dasMaurer



Weist Du ,jetzt kann ich sagen: ich kenne noch jemanden (bisher kannte ich niemanden) der auch fähig ist...

Also Unfrieden -habe ich auch nicht so direkt empfunden.Aber wenn jemand anderes in Namen eines anderen Antwort gibt, kann viel bedeuten.
Finde es aber prima wenn man Frieden hat.

Grüße

Mladen



Alternativen



Mit wässrigen Estrichen meinte ich all jene die Wasser benötigen.
Vielen Dank auch an den Spezialisten Thomas W.Böhme.
Das Eco Institut hat komplett das ganze Haus mit Gußasphalt-Estrich. Auch unter den Baubiologen (IBN) ist Gußashalt eine baubiologische akzeptable Alternative (Leider gibt es meines Wissens nur eine Gußasphalt Fachfirma die sich auch durch das Eco-Institut regelmässig überprüfen lässt). Es gibt noch tausende von Quadratmetern Terra Cotta die in Sand/Kiesbett verlegt sind und nicht klappern.Tips hierzu z.B. bei Ceramica Di Modena.
Dass eine Feuchtesperre nach DIN zwischen Betondecke und Zellulose muss, ist wohl selstverständlich! Dass es sogar baubiologisch geprüfte Feuchtesperren gibt die nur 2mm Dünn sind übersteigt das Fachwissen von Einigen.
Zitat von W.Böhme:
"in den Räumen, die keine Fliesen erhalten, würde ich statt eines Estriches mit Holzweichfaser dämmen (mit eingelegten Lagerhölzern). Statt des Parkettes dann zu einer Dielung greifen, Oberfläche ölen.

Im Fliesenbereich wäre ein Trockenestrich mit integrierter Dämmung sicher die schnellere und fußwärmere Wahl."

Leider haben Sie auch da die Feuchtesperre vergessen - denn Holzweichfaser direkt auf Beton ist wohl völliger Schwachsinn !!!!!!!!!!!!!

Lieber Herr Böhme wie war das mit dem Stein werfen der im Glashaus sitzt !

Wie die einzelnen alternativen Bodenaufbauten im Detail sein müssen steht in einigen Fachbüchern. Mein Schwiegervater hat im Großraum Bruchsal als Schreinermeister schon seit 1950 Massivholzdielen und Riemchen in Sandbetttechnik verlegt.
Hören Sie also bitte lieber Herr Böhme auf, Ihre Fachkompetenz mit Schlagworten zu STÄRKEN. Wenn ich auf jede Ihrer zum Teil grandiosen Fachtips antworten würde hätte ich nichts anderes mehr zu tun.
Einige unserer Kunden die das Forum kennen bemängeln immer wieder diese Schlammschlachten von Besserwissern.

Seit 1984 lege ich Massivholzböden auf klassischen Unterbauten - von öffentlichen Gebäuden (auch Schwingböden)bis zum Privathéim und dass ohne Fachewerk Forums Kompetenz.
Wenn jemand Details zu den einzelen Aufbauten benötigt so sende ich gerne dazu Hinweise oder Beschreibungen aus der Fachliteratur - dann können die vielen Leser mit dem Hammer drauf loslegen.

Bitte verschonen Sie mich und die Leser mit Ihren Fachkompetenz - Triaden die ohne Feuchtesperre sind.





Hallo Jan,
halt, stopp, bevor die Expertendiskussion hier weitergeht:


Jan, Du schreibst:
Mein Schwiegervater hat im Großraum Bruchsal als Schreinermeister schon seit 1950 Massivholzdielen und Riemchen in Sandbetttechnik verlegt.


Was heißt „Sandbetttechnik“?
Kann man auf (trockenen) Sand im Untergrund einfach Hölzer Verlegen und darauf Dielen? Wie lange hält denn das?
Danke
Minna



@Jan D.



Ich verschone Sie gerne mit allem nur Denkbaren - wenn Sie aufhören, hier völlig unausgegorenes oder gar völlig falsches Zeugs auszusondern. Die Baufehler Ihrer Altvorderen sind vielleicht auch nicht so interessant.

Was wollen Sie beweisen, wenn Sie Zitate von mir aus dem Zusammenhang reissen? Waren Sie sich Ihrer Argumentation so unsicher, daß Sie gleich eine Anhäufung von Ausrufezeichen setzen mussten? Schlicht lächerlich. In der zitierten Frage war eine Feuchtesperre vorausgesetzt.

Einen Konsens werden wir mit Sicherheit nicht finden - Und Ihre nörgelnden Kunden mögen sich bitte direkt bei mir empören, statt namenlos zu bleiben.

Diesmal ohne Grüße

Thomas



Baubiologie ist...



da war ich mir auf einmal nicht mehr sicher...
und musste nachschlagen, -

http://de.wikipedia.org/wiki/Baubiologie

Baubiologie ist ein Sammelbegriff für die umfassende Lehre, Bauwerke durch den Einsatz geeigneter Erkenntnisse und Techniken umweltbewusst und schadstofffrei auszuführen.

Das Ziel eines "Gesunden Bauen und Wohnens" soll durch die ganzheitliche Betrachtung physiologischer, psychologischer und physikalisch-technischer Zusammenhänge und der Wechselwirkung zwischen Bauwerk, Nutzer (Bewohner) und dessen Umwelt erreicht werden. Baubiologische Grundsätze finden neben dem Bau von Wohnungen auch bei der Errichtung von Schulgebäuden, Krankenhäusern und Kindergärten sinnvolle Verwendung...

Grüße

Mladen



Das war doch 'mal



eine wertvolle Anregung, der Frage wieder etwas näher zu kommen.

Grüße

Thomas





...und schon wieder kommt mir spontan die Frage:
zurück zum ursprünglichem Bauen - Luxus oder Notwendigkeit?

Mit freundlichen Grüßen

Mladen



Das war doch 'mal



...
so eine - z.B.: schöne xy Schule und so schön modern,erst vor paar Jahren gebaut, und die hat xy gekostet - so schade, jetzt müsste (müsste!) sie saniert (entsorgt) werden.
Vor ein paar Wochen (oder paar Monate?, wie die Zeit vergeht...) im TV.
Wie schade - nein nicht die paar Euros, sondern um die Gesundheit
Es geht imma weita...

Grüße

Mladen



Naja,



die Ursprünglichkeit als Eigenwert gänge mir doch etwas zu weit. Fraglich ist auch, was denn als der Ursprung benannt würde: Baum, Höhle, Erdloch, Pfahlbau...

Ich persönlich bin ein großer Liebhaber eines Vollbades. In den meisten Ursprünglichkeiten fände sich kein Platz für einen Raum mit solch klimatisch außermittiger Situation. Stuhlgang auf Misthaufen oder im Rinnstein geht auch nicht mehr so ab wie früher :-)

Bewusst bauen jedoch, aufnehmend bewährte Bauweisen, nachaltiges Bauen für Generationen, Bauen mit Zeit, mit Gefühl für Proportionen und Farben...unbedingt.

Fröhlich plätschernd

Thomas



Nicht zu vergessen:



Ökonomisches und werthaltiges Bauen ohne Ausschreibungs-Preisdumping.

Ist das nicht, so zusammen betrachtet, eine wundervolle Wunschliste?

Träumend

Thomas



Ausschreibungs-Preisdumping?



zurück zum ursprünglichem Bauen mit Holz, Stein und Kalk.
Jeder darf Geld verdienen, ist schon auch meine Meinung,
jedoch bin ich kein Leibeigener der Industrie.

Baden macht mich persöhnlich schläfrig, daher Dusche ich lieber:-)

Grüße

Mladen



.



Vollbad: mag ich auch!
Vor ca.25 Jahren war ich mal in einer alten gemütlichen warmen ordentlichen und sauberen Bauernwohnstube mit Kanape, zwecks Verhandlungen zum Schweinekauf. Die Decken waren sehr niedrig, mit sichtbaren Balken, und heute denke ich, daß das Bauernhaus schon sehr alt war.
Da stand im Eck so ein richtig großer Holzbottich. Ich fragte, was das ist. Antwort: Darin baden wir einmal die Woche. Ich habe mich doch sehr gewundert.
Einmal die Woche Baden oder Duschen ist mit Sicherheit nicht mehr zeitgemäß. Aber es scheint so, dass die Menschen auch nicht immer so anspruchsvoll gewesen sind, wie wir es heutzutage sind.

Das war nur ein Nebengedanke zum Thema „Baden“. Ich glaub wir sind schon recht verwöhnt in vielen Dingen......



@ Mladen



Das mit der Schläfrigkeit werde ich im Eigenversuch testen. Dieses Forum ist mehr als ein Bauforum, z.T. Lebenshilfe pur :-)

Die Sache mit dem Preisdumping lag mir gerade akut auf der Leber insofern, als daß in Sachsen zumeist ohne Plausibilitätsprüfung der Billigste genommen wird. Man wundert sich auch seltenst, wenn die Summe aus Material und Arbeitsleistung unter dem wahrscheinlichen Materialpreis liegt. Aber das ist nun wirklich ein anderes Thema.

Grüße

Thomas



@Thomas:



Solange der Kunde auch die dem Preis angemessene Leistung bekommt, bleibt uns immerhin noch die Schadenfreude ;-))).
Mitbetroffene Grüße
dasMaurer



@Thomas:



Bin schon in der Wanne eingeschlafen, als ich endlich aufwachte, war das Wasser schon kalt:-)
Also dieses Forum macht oft sehr Spass: letztlich 4 Uhr morgens musste ich so lachen, der Udo hat einen Kurzfilm reingestellt, das mit der Feuchtigkeit und der Firma Muschi, hej ich hab mich krumm und dämlich gelacht und das so früh am Morgen - besser kann doch ein Tag nicht beginnen:-)

Beim Preisdumping kam mir ein Heizungsbauer in den Sinn..
und da hat sich ja in den letzten Jahren viel getan.Mitlerweile sind diese ja "nur" noch Monteure, nicht abwertend gemeint oder so.

Ist aber oft interessant, finde ich,wenn manches ein wenig am Thema vorbeigeht,
Also Thomas, Dein Beispiel, also was Du vorgerechnet hast, musste ich drei mal lesen ...

Jaa genau, jetzt kommt mir noch was in den Sinn!
Aber da will ich beim Ullrich anknüpfen.



@dasMaurer



also Schadenfreude war`s bei mir nicht sooo direkt, aber: "Die sind selber schuld" dachte ich.
Alle Wasserführende Leitungen waren undicht - Neubau.
Vermutlich auch so ein Schnäppchen:-)

eine gute Zeit euch allen und bis dann

Mit freundlichen Grüßen

Mladen