Estrich im Keller, Transportbeton oder selber mischen?

29.01.2019 joe


Hallo zusammen,

unser Gewölbekeller hat bis jetzt nur einen Lehmboden, soll aber 8cm Estrichbeton und PVC-Bodenbelag bekommen.
Der Keller ist 48qm groß und ich bräuchte für 8cm also 3,84m3 Estrichbeton.

Aus Beiträgen von Herrn Böttcher habe ich schon entnommen, dass ich Körnung 0-4 und CEM II Zement nehmen sollte.

Ich stelle mir jetzt die Frage, ob ich das ganze auch mit Transportbeton lösen kann, oder alles selber anmischen muss.
Ein kleines Fenster richtung Einfahrt ist vorhanden, wenn auch noch mit Gitterstäben drin.
Besten Dank für die Ratschläge!
Johannes



In Sackware umgerechnet ..



... wären das ca. 190 !! Sack Beton/Estrich bei 40 kg Säcken.

Ich habe einmal für ein 8 m2 großes Badezimmer in einer Stärke von ca. 6 cm selbst angemischt.. Das war schon nicht wenig Arbeit, daher würde ich hier wohl Fertigbeton empfehlen..

VG Jan



Verteilen



wie bekommt man denn 4m3 Transportbeton verteilt? Muss ja gerade werden und der Betonmischer will ja nicht so lange warten, bis man das zwischen Lehren eingebaut hat.

Oder geht da nur Fließestrich?

Grüße und Danke, Johannes



Estrich legen



wie kommt Ihr auf 8cm Stärke ? Wie soll der Keller denn genutzt werden? Die Frage der Verteilung stellt sich bei 48 qm sowohl bei Ort- als auch bei Transportbeton. Und vom kleinen Fenster aus mußt Du dann ja auch alles in die entfernten Ecken karren, Ist also auch eine Frage der manpower, wieviel Kumpels hast Du zur Verfügung. Ich persönlich bevorzuge den Ortbeton, da habe ich den Streß mit Transport vom Entladeort zum Einbauort nicht und kann mein eigenes Tempo machen.



Dicke



öhm, das stand so in der Literatur oder bei Herrn Böttcher. 5-10cm Estrich für den Kellerboden mit z.B. PVC oder Betonfarbe.
Soll ein Abstellraum werden für Kühltruhe, Regale etc.
Evtl. kommt auch die Heizung rein.

Würde der Beton bei Transportbeton nicht zu schnell fest werden, bevor man ihn verteilt und glatt hat?



Beton- / Estricharbeiten



Hallo noch einmal, ich höre hier einmal vorsichtig heraus dass noch noch nicht so viel praktische Erfahrung mit Beton bzw. Estricharbeiten vorhanden ist ?? Gerade bei Transportbeton sollte alles gut vorbereitet sein und man sollte wissen was und wie man es tun muss. Sonst endet das Ganze schnell in "verbranntem Geld"..

Mein Tipp: Immer ausreichend Manpower vor Ort und vor allem jemanden der den Hut auf hat und Ahnung hat. Am besten einmal im Bekanntenkreis oder aus der Umgebung einen Fachmann zu Rate ziehen bezüglich Ausführungsplanung und Möglichkeiten.

Bei der Fläche würde ich den Arbeitsaufwand nicht unterschätzen.

Beim Einbau des bestellten Transportbeton für mein 0,3 m hohes und 18 m langes Schalsteinfundament habe ich auch gedacht "das verteil ich eben mit der Schüppe".... Der Fahrer hat dann im Akkord verfüllt und ich konnte sehen wo ich bleibe... Das Lehrgeld hab ich hart bezahlt.. :-)

Viele Grüße Jan



Estrich im alten Keller



Hallo

rufen Sie einen Estrichleqer an und legen ein paar Gitter rein … Sie können ihm ja anbieten, dass Sie die Schaufelarbeiten an der Maschine übernehmen … 

… und denken sie dabei daran, dass die m2 Fläche Ihres alten Bodens nun nicht mehr abblühten können, wenn der Estrich drauf ist … das heisst, dass nach ein paar Wochen Ihre Aussen- und Innenwände Feuchte an den unteren Anschlüssen zeigen und die nicht mehr weggehen … die Wände werden feucht bleiben … 

Viel Erfolg

Florian Kurz



Verzögerer



Falls es doch Transportbeton wird, können Sie dem einen Verzögerer beimischen lassen. Der verlangsamt die Erhärtung und verlängert Ihre Zeit für die Verarbeitung. Es gibt verschiedene Verzögerer. Die kosten eigentlich nicht die Welt.
Aus der Erfahrung heraus sollten Sie den Arbeitsaufwand nicht unterschätzen und lieber ein paar Leute zuviel an den Start bringen! Wenn man eher fertig ist, ist das schön. Wenn sie bis in die Nacht schaufeln bzw. dann schon Blöcke in den Keller stapeln, ist das schlecht.



Estrichstärke



ja, richtig gelesen, 5-10cm. Bei den bissel Belastung reichen ne Matte und 5-6cm. Und Verdichtung ist alles, wenns geht mit Rüttelflasche.



Estrich im Keller



ich würde das lieber vom Estrichleger mit Pumpe machen lassen-
das ist dann in einigen Stunden fertig und du kannst das Material in den Mischer füllen.

Die Vorarbeiten müssen gemacht sein- also Unterboden planieren und gut verdichten,
PE-Folie auslegen.

Alternativ kannst du Betonplatten in ein Sandbett legen, evt etwas Zement zum Sand geben.
Dann Abdichtungsbahnen auflegen und noch Dämmplatten, wenns gedämmt sein soll.

dann Bodenbelag nach Wunsch und abhängig von der Kellerfeuchtigkeit.
unproblematisch wären Nut und Feder- Ton Estrichziegel- CREATON.



Danke



I Alternativ kannst du Betonplatten in ein Sandbett legen, evt etwas Zement zum Sand geben.
I Dann Abdichtungsbahnen auflegen und noch Dämmplatten, wenns gedämmt sein soll.

I dann Bodenbelag nach Wunsch und abhängig von der Kellerfeuchtigkeit.
I unproblematisch wären Nut und Feder- Ton Estrichziegel- CREATON.

Danke für die vielen Ideen!

Den Tipp mit den Betonplatten und Estrichziegeln finde ich auch richtig gut. Betonplatten liegen hier noch einige rum und die Estrichziegel von Creaton sehen richtig gut aus.



Boden selber herstellen



Und das kannst du auch problemlos selber herstellen ohne in Streß zu geraten mit zu schneller Abbindung von Estrichbeton.
Betonplatten gibts oft geschenkt oder zumindest sehr günstig



Folie



welche Folie würdest Du verwenden? Die Estrichziegel werden dann nur miteinander mit Zement verklebt, richtig?



Kellerboden



Bei feuchtigkeitsbeständigen Dämmplatten wie XPS oder Schaumglas müßte keine Folie verwendet werden.
Bei geringen Ansprüchen PE-Folie auf Geotextil zum Schutz,
alternativ ist EPDM sehr stabil und ohne Stöße verlegbar.
Erika von Bauder oder Katja Sprint von Knauf- evt auch auf Schutzbahn legen.

Sofern der Unterboden verdichtet und tragfähig ist:
Wenn stabile Dämmplatten kreuzweise auf ein eben abgezogenes Sandbett verlegt werden, ggf mit etwas Zementzugabe, könnte im Prinzip auch auf die Betonplatten verzichtet werden.
Scharfer, gebrochener Sand verdichtet sich nicht und die Platten sorgen für die Lastverteilung.
Die Creatonplatten unterstützen dies noch.
Fugenverklebung mit dem Spezialkleber von Creaton vornehmen.
Es gibt Videos dazu im Internet