Entschädigungsfond Erfahrungen

11.10.2020 Maria


Liebe Kommunity!

Wir planen ein relativ heruntergekommenes Fachwerkhaus In Bayern von ca. 1596 Kernzusanieren und haben dazu auch bereits Kontakt mit der Denkmalschutzbehörde aufgenommen. Dort wurden uns 2 Fördermodelle vorgeschlagen: 1. herkömmliche Föderungen wir Oberfrankenstiftung etc., damit hätten wir den Vorteil relativ schnell mit dem Bau beginnen zu können, oder über den Entschädigungsfond, bei dem uns eine ca. 100000Euro höhere Summe in Aussicht gestellt wurde aber mit der Aussage, dass das Genehmigungsverfahren circa 2 Jahre dauern würde, vorher kein Baubeginn möglich ist und alle handwerklichen Arbeiten per Leistungsverzeichnis und Ausschreibung vergeben werden müssen. Unser Bauingenieur ist der Auffassung, dass durch diesen Mehraufwand vermutlich die höhere Fördersumme aufgezehrt werden würde. Hat jemand damit bereits Erfahrungen gemacht? Danke!



Wie viel Denkmalbestand



hat denn das Haus? Bezieht sich der Denkmalschutz auch auf die Innenausstattung - also Türen, Wände, Böden? Und wie groß ist das Haus?
Ich habe keine Erfahrungen mit dem Entschädigungsfondsmodell aber arbeite viel mit Leistungsverzeichnissen und Vergaben. Je komplexer das Bauvorhaben ist, desto aufwändiger sind auch die Vorarbeiten für das Leistungsverzeichnis. Ein gründlich erstelltes Leistungsverzeichnis im Denkmalbereich dauert und kostet schnell viel Geld durch Beprobungen und Gutachter (100.000 Euro vermutlich aber nicht, es sei denn der Bau hat 500 qm plus Burggraben :o) ) - der Vorteil ist natürlich, dass man nicht ins Blaue hinein baut, sondern sich das Projekt bis zum letzten Lichtschalter sehr gut durchdenken und durchplanen muss. Überraschungen gibt es immer, aber wenn viel Substanz erhalten werden muss oder soll, dann kann es sinnvoll sein, die Zeit und das Geld für ein Leistungsverzeichnis zu investieren.
Wenn man drauflos baut, dann kommt es auch immer zu Verzögerungen, die bei einer sorgfältigen Planung nicht aufgetreten wären. Die Zeitersparnis muss daher nicht so groß sein - es hängt natürlich auch von der zeitlichen Verfügbarkeit der Gewerke ab. Und - wie eingangs erwähnt - von der Komplexität und dem Umfang des Vorhabens.



Denkmalschutz



Hallo!

Das Haus hat ca. 160qm, es wurde bereits ein Baubestandsgutachten mit Schadensaufnahme und Kostenschätzung durchgeführt sowie Umbaumaßnahmen mit dem Denkmalschutz abgesprochen. Im Innenbereichen gibt es keine wesentlichen Vorgaben des Denkmalschutzes bis auf den Erhalt zweier Holzdecken.




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