Bruchsteinfundament-zweischalig im Keller Backstein /Trockenlegung

21.04.2005



Hallo,
Es ist schon viel zur Abdichtung Buchsteinkeller/Fundament geschrieben worden, wir haben aber folgende Situation:
Unser Haus ist von 1910 und vollunterkellert.(in Springe/Deister) Kellerdeckenhöhe ist 2.00 m. Der Keller liegt ca.2/3 unter
der Erdoberfläche. Der Boden ist lehmig und von wasserundurchlässig, aber sehr feucht.Das Kellermauerwerk is t zweischalig ausgeführt, außen Bruchstein, innen Backstein gemauert.Vermutlich im gesamten äußeren Kellermauerbereich mit 10cm Luftschicht zwischen Innen und Außenwand.
Die beiden darüber liegen Stockwerke bestehen aus Hartbrandziegel. Der Kellerboden ist mit Ziegeln belegt, die später mit Estrich überzogen wurden. Im einem nach vorne gelegenen Kellerraum ist die seitliche Wand und die vordere Wand nicht naß aber im Verhältnis zu den anderen Räumen sehr feucht. Diesen Teil habe ich von außen aufgegraben und im Bruchsteinfundament zum Teil faustgroße Löcher gefunden die aber nicht bis in den Lufspalt reichen. Ich gehe aber davon aus ,das Wasser aus dem Boden trotz des umgebenden Lehms durchsickert. Mit welchem Mörtel sollte man die Fehlstellen schließen (eventuell Kalkmörtel mit geringer Zementbeimischung?, bin auch kein Freund von Bitumen). Eine Ringdrainage wollen wir auf jeden Fall einbauen. Kann man in diesem Fall eine Seite des Hauses (Kantenlänge 12m) bis unter die Fundamentsohle aufgraben ohne Angst wegen der Stabilität des Hauses zu haben?
Wer hat sowas schon einmal gemacht?
Für die Beantwortung meiner Fragen, bzw. für Tipps und Hinweise bedanke ich mich jetzt schon vielmals.
Mit frdl. Grüßen
Manfred Buschmann



Halt !!



Von der Stabilität her sollte man so etwas eher nicht machen. Es wäre nicht das erste Haus, das zusammenfällt, oder zumindest große Risse bekommt, weil man unter dem Fundament gebuddelt hat. Abgesehen davon, sollte man eine Drainage seitlich vom Haus weg verlegen, um die Nässe/Feuchtigkeit abzuleiten, bevor! sie an das Haus überhaupt ran kommt. Liegt die Drainage direkt unter dem Haus, kann die Feuchtigkeit immer noch über die Seiten an das Haus ran. Bedenken Sie auch, dass das Grundwasser auch eine Fließrichtung hat.
Eine Drainage unter dem Haus hat außerdem noch einen weiteren Nachteil: mit dem Wasser wird auch immer etwas feiner Sand abtransportiert. Setzrisse sind dann die Folge, wenn die Drainage unter dem Haus liegt. Selbst zu nah am Haus liegende Drainagen sind immer wieder gut für einen Prozess ("Woher kommen nach 2 Jahren die Setzrisse beim Neubau?")



Abdichtung und Drainage



Hallo
Ausmörteln würde ich die Stellen nur mit reinem Kalkmörtel.
www.solubel.de
Den Estrich würde ich aus dem Keller entfernen!
Und die Drainage würde ich bleiben lassen. Unter das Fundament würde ihnen Ihr Haus kosten.
Und aussen ums Haus ist es abhängig von den gesamten Gegebenheiten.
Wenn der Boden recht lehmhaltig ist ist es nicht gut wenn er zu "t4rocken" wird, dann kann es auch zu Setzungen kommen.
Die Feuchtigkeit vom Keller kann viele Ursachen haben und Plastik und Bitumen sind m.E. nur sogenannte "Verstecker" - man sieht das Wasser nicht mehr in der Wand - aber es ist noch da!!!
Es könnte gehen, wenn man eine sog "schotterpackung um das Haus macht. Aber das ist so aus der Ferne nicht einfach und nicht richtig zu diagnostizieren.
Grüsse aus Nürnberg
Florian Kurz



Bruchsteinfundament-zweischalig im Keller Backstein /Trockenlegung



Vielen Dank schon mal für die Reaktionen. Ich habe mich wahrs cheinlich mißverständlich augedrückt. Selbstverständlich will ich nicht unter der Sohle die Drainage anlegen, sondern seitlich davon, aber tiefer als das Fundament, damit das Wasser abgeführt wird.Ist durch den Lehm, auch wenn er trockener ist, die Stabilität nicht doch ausreichend?
Vielen Dank.
M.Buschmann



Drainage



Hallo
Die Drainage macht die "Umgebung" auch trockener.
Wenn das Lehm ist wird er dadurch "Dünner" - also gibt es Setzungen!
Das kann zu Rissen am Haus, Wänden etc führen.
Also nicht unter die Höhe der Fundamentsohle die Drainage anbringen.
Schauen Sie auch mal bei
http://www.konrad-fischer-info.de/
rein
ansonsten Vorsicht bei "trocknen Fundamenten"

Florian Kurz



Hallo Florian Kurz



Vielleicht kannst du einmal kurz beschreiben, wie du dir die Sanierung der Außenwand und die Verfüllung der jetzt vorhandenen Baugrube vorstellst.
Ich habe so meine Zweifel, dass der Keller jetzt noch ohne Außenabdichtung einigermaßen dicht zu bekommen ist. Das Erdreich in der Baugrube ist nun gestört, und wird in Zukunft auf die Umgebung wie ein Trichter wirken. Das heißt die Feuchtebelastung auf die Kelleraußenwand wird noch zunehmen. Mit einer Schotterpackung ist das nicht zu regeln sondern es ist mit zeitweise drückendem Wasser an den Kelleraußenwänden zu rechnen. Das schafft keine Außenwand ohne Abdichtung.



Hallo Fred Hein



Also: Das Kellermauerwerk ist 2 - schalig und hat Löcher und es ist nass und der Baugrund ist lehmig!
Mittlerweile ist eine Baugrube da und Grundwasser!??
Anamnese: Woher kommt das Wasser?
Warum steigt es in den Wänden hoch?
Und schon bei der Anamnese hapert es - Das muss man sehen! Da spielen unterschiedlichste Gegebenheiten eine Rolle das kann man sich nicht aus der Luft saugen und durchs Internet blasen!!
Und dann schreibst du: "... das schafft man nur mit einer Abdichtung..."
Evtl. hat man den Keller "damals" schon mit "Lehm" abgedichtet - das gibt es momentan wieder - "dernoton" ist aber umstritten (wörtlich zu nehmen)
Auf keinen Fall unter die Fundamentsohle graben!!!!!!Aauch nicht "nebendran"
Alles andere hab ich schon geschrieben!
Grüsse aus Nürnberg
Florian Kurz



Da hat der Florian ganz recht,



ohne Vorort-Analyse gehts nicht. Außerdem wir doch eh meist alles falsch diagnostiziert. Aufsteigende Feuchte! Horizontalisolierung!! Drainage!!! so kommt man doch der Sache nicht bei. Was ums Drumherum zu wissen ist, und dann auch zuverlässig weiterhilft, steht doch fast alles im Netz. Nur lesen und verstehen muß man es halt selber. Infolink:


Aufsteigende
Feuchte gibt es nicht