Drainage an Scheune - sinnvoll?




Hallo zusammen,

wir benötigen Euren Rat: Unsere Scheune (EG Bruchstein darauf Fachwerkaufbau) weist an einer Wand immer wieder leichte bis mittlere Feuchtigkeit auf. Der Raum ist zu einem Lagerraum umgebaut, so dass die hohe rel. LF nicht schön ist. Woher kommt sie?
Baulich sieht es so aus, dass zwischen unserer Scheune und der des Nachbarn eine etwa 1,5m breiter Abstand ist, der mit Erdreich und altem Bauschutt aufgefüllt (?) ist, so dass die Scheune rückseitig mit der besagten Wand quasi unter der Erde liegt. Ob dies der Urzustand ist oder ob das Material nachträglich in den Zwischenraum gebracht wurde weiß ich nicht. Die Schneuen stehen auf Schiefer. Sobald man den Fußboden etwas aufgräbt stößt man schon auf das Gestein.
Meine Vermutung war, dass die Feuchtigkeit von dem rückwärtig anstehenden, regennassen Erdreich kommt. Denn auffällig ist, dass die Wand nach stärkeren Regengüssen stellenweise feucht ist und in trockenen Sommern fast trocken ist.

Was tun? Unsere Idee war es in dem besagten Zwischenspalt eine Drainage zu legen. Was wäre Euer Rat?

Viele Grüße
Roman



Dränung



Wissen Sie was eine Drainage (Dränung) ist, wann sie eingesetzt wird und welchen Zweck sie erfüllt?



@Georg Böttcher



Nun, meines Wissens nach geht es darum eine Fläche zu entwässern bzw. Oberflächenwasser abzuleiten und damit von Mauerwerken fern zu halten - aber ich lasse mich da gerne eines besseren belehren. Dass die Drainage mit einer wie auch immer gearteten Abdichtung der Außenwand einhergehen sollte ist klar. Aber ich bin nun wirklich nicht vom Fach und möchte mir hier Eure Ratschläge einholen.
Roman



Dränung



… ist nur in begrenzten Fällen sinnvoll.
Ich würde den Bauschutt auf der Rückseite entfernen.
Vermutlich wird die Wand dann abtrocknen.



Keine Gefahr?



Da ich nicht weiß, ob das hinten anstehende Erdreich zwischen beiden Scheuenen der Urzustand ist oder ob das über die Jahrzente "gewachsen" ist, habe ich mich bisher davor gescheut den Bereich einfach auszuschachten. Oder hättet ihr da keine Sorgen? Wie erkennt man dabei ob man sich schon im Bereich des Fundaments befindet?
Roman



Scheunenwand



Ohne genauere Beschreibung (Foto) der Lage ist es müßig über Lösungen nachzudenken.
Eine Dränung ist es sicher nicht. Als generelle Empfehlung:
Wenn Sie nicht wissen wie ein Bauteil funktioniert und welchen Zweck es erfüllt lieber die Finger davon lassen.

Im Bauwesen dient eine Dränanlage dazu im Neubau Kellermauerwerk am Fußpunkt drucklos zu halten wenn als Lastfall kurzzeitig drückendes Wasser auftreten kann. So kann die Abdichtung in der billigeren Ausführung gegen Bodenfeuchte gehalten werden.



Drainage ?



Ein Foto würde weiterhelfen.

Wenn das Gebäude auf Schiefer steht kann zumindest aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Fundament ausgeschlossen werden- ich habe Schiefer auf dem Dach.

Es wird sich doch feststellen lassen, ob die Erde/Bauschutt zwischen den Wänden beseitigt werden kann ?

Das wäre für mich die erste Maßnahme:
feststellen ob möglich
beseitigen der Erde
wenn keine Erde mehr vorhanden ist, die die Feuchtigkeit staut muß die Wand zwangsläufig trocken-
falls keine andere Ursache wie Spritzwasser, Kondensfeuchte, Versalzung vorliegt.

Andreas Teich



Ist der 1,5m..



Abstand Traufseitig zwischen beiden Gebäuden oder Giebelseitig?
Auch das würde ein Foto wohl hergeben.

Wenn´s Traufseitig ist und die beiden Gebäude noch einen Dachüberstand haben (davon kann man wohl ausgehen) wäre eine Dachrinnne wohl die Erste/einfachste Maßnahme. Da bliebe dann schon nicht mehr viel beregnete Fläche übrig.

Wenn´s Giebelseitig ist würde ich glaub ich auch lieber ein kleines Dächle bauen und ne Rinne dranhängen als aufzuschachten.

Grüße