Dielenboden auf Betondecke

05.11.2010



Hallo liebes Forum,

begeistert habe ich viele Beiträge studiert, aber leider nicht die Lösung für mein Fussbodenproblem gefunden.
Ein bisher als Abstellraum und Bügelzimmer benutztes Zimmer will ich zu einem Esszimmer umbauen.

Der Boden sieht bisher so aus:
-Betonboden, etwa 10cm
- Schlacke und Sand über einem
- Kellergewälbe aus Ziegelsteinen

Der Keller und auch der Raum sind beide bisher sehr trocken. Um die Fusskälte zu vertreiben möchte ich einen gedämmten Dielenboden auf den Beton aufbauen, die Raumhöhe ist ausreichend, der Nachbarraum (Zugang)liegt etwa 14 cm höher. Denkbar wäre auch Rauhspund und darauf Fertigparkett.

Wie baue ich diesen Boden auf, ich meine, muss unten auf den Betonboden eine Folie (welche?) und mit was dämme ich zwischen den Balken? Kann es zu Tauwasser an dem Betonboden kommen?

Vielen Dank, Quinn



Lagerhölzer



verlegen, Dämmung einbauen(Holzweichfaser, Hanf etc.),hohlraumfrei, Dielen verlegen. Als winddichte Ebene unter den Dielen ein Baupapier verlegen.
MfG
dasMaurer



Pardon,



da fehlt noch etwas: Ohne eine Sperrbahn auf dem Betonboden sollten Sie nicht bauen. Das kann eine Schweißbahn aus Kunststoff oder Bitumen sein, oder eine leichter selbstverlegbare PE-Bahn, GEFITAS PE 3/300.

Eine winddichte Ebene (wo kommt denn der Wind her?) aus Baupapier ist m.E. überflüssig.

Grüße

Thomas





Hallo Herr Böhme,

wozu ist die Absperrbahn? Das Haus ist trocken. Besteht die Gefahr das es hier Tauwasser gibt oder ist das durch die Dämmung nicht möglich?

Nicht das ich das machen will, aber als Gedanke, zum Verständnis: Wäre der Aufbau mit Mineralwolle auch möglich oder gibt es da andere Gefahren?

Dort wo die Dielung an die Wand stößt: Muss das abgedichtet werden?

Viel Fragen, ich weiß, aber vielen Dank für die Antworten.

Vielen Dank, Quinn



Hallo...



Der Unterschied zwischen "sehr trocken" und "dauerhaft ausreichend trocken" hat schon manchen Problemfall geschaffen. Ein Holzboden sollte vor nachstoßender Feuchte aus dem Keller geschützt werden, auch wenn Sie diesen als subjektiv "trocken" empfinden. Die Sperrbahn dient auch und besonders dem Schutz der Lagerhölzer. Bereits ab 20% Holzfeuchte fühlen sich Anobien darin wirklich wohl.

Mineralwolle würde ich vermeiden. Dämmung kann z.B. auch mit Blähton (Liapor etc.) erfolgen.

Umlaufend zur Wand sollten 15mm Luft sein. Der Zwischenraum wird mit der Wandleiste verdeckt.

Grüße

Thomas



Aufbau Dielenboden über Betonboden



Hallo,

ich selbst stehe vor dem genau gleichen Problem. Auch ich möchte über mein Gewölbe, welches mittels Beton gesichtert wurde einen Dielenboden legen. (gesamte Aufbauhöhe ca. 10cm)
Wie schon in diesem Thread erwähnt möchte auch ich Lagerhölzer legen (bei mir 8/8) und dazwischen mit Schafwolle (8cm Schafwolle, da Schafwolle sehr viel Feuchte aufnehmen und abgeben kann - bis zu 30% ihres Gewichts) oder PUR Platten (diese haben einen Lambda Wert von ca. 0,023 - allerdings regulieren sie keine Feuchte)
Wo ich mir nicht sicher bin ist ob ich nur unter die Lagerhölzer einen Bitumenstreifen geben soll oder ob ich die gesamte Fläche mit Folie abdecken soll.
Meines Erachtens wäre bei Schafwolle die Bitumenstreifen ok (Schafwolle regulierte etwaige Feuchte) und falls PUR Isolierung gelegt wird ist wahrscheinlich eine Folie besser.

Meine Frage ist nun, ob sich unter der Folie nicht vielleicht Schwitzwasser bildet, das dann nirgends weg kann (am ehesten noch zum Rand ...und dort ist die Backsteinziegelmauer)?
Besten Dank für Eure Meinungen und Infos,
Gruß, Max



Woher...



...soll denn das Schwitzwasser kommen?

Keine flächige Abdichtung, und dann noch Schafwolle? Da gilt es nur noch zu wetten, ob Motten oder Schimmel schneller sind.

Mein Rat: dichten sie flächig mit einer Schweißbahn ab, und nehmen Sie weder Schafwolle, noch PUR-Isolierung. Zwischen den Lagerhölzern könnte Holzweichfaserplatte, Blähton, oder aber Thomas Kehle's Lehm-Hobelspanschüttung gute Dienste leisten.

Grüße

Thomas