Nochmal Fussboden über Gewölbekeller

19.09.2012 DerMicha



Hallo zusammen,
wo ich gerade die Frage über den Fussbodenaufbau über dem Gewölbe lese schließe ich mich hier mal an. Wir haben ein ähnliches Problem. Wir besitzen ein FWH ca 300 Jahre alt. Ein Großteil des Bodens im EG war zuletzt ein Estrich/Beton mit bis zu 30cm Stärke direkt auf den Lehmboden gegossen. Der Boden war an einigen Stellen gerissen und wurde entfernt. (ca 30qm) Im früheren Wohnzimmer ist ein Dielenboden welcher erhalten bleibt. Die Dielen liegen auf einer Unterkonstruktion welche direkt auf dem Lehmboden liegt. Die Konstruktion unter den Dielen ist mit Schlacke o. Ä. aufgefüllt. Aber wie gesagt, das bleibt wie es ist denn es ist alles trocken und fest.

Im größten Teil des EG werden als neuer Bodenbelag Sandsteinplatten in eine Kiesbett gelegt werden. Darunter verdichtetet Schotter 0/32. Dadurch erreicht der Bodenaufbau eine Höhe von ca. 20cm. Über dem Gewölbescheitel haben wir diese 20cm nicht zur Verfügung. Daher wollen wir an der Stelle auch einen Dielenboden legen. Das würde auch gut in die Raumaufteilung passen. Das ehemalige Wohnzimmer mit dem Dielenboden wird das neue Esszimmer. Der neue Dielenboden über dem Gewölbescheitel ist die Küche.

Unser Ansatz war nun, die Unterkonstruktion für die Dielen so zu bauen, dass wir damit den Gewölbescheitel "überspannen". Die Unterkonstruktione würde auf Punktfundamenten gelagert werden (verdichteter Schotter oder Beton?). Den entstehenden Hohlraum unter den Dielen wollen wir ausschütten. Schlacke wie im Esszimmer haben wir keine. Ursprünglich wollten wir Kies als Schüttung nehmen. Jetzt haben wir allerdings Perlite zur Verfügung. Das wäre einfach da. Ist es eine gute Idee Perlite zwischen Lehmboden/Gewölbekeller und Dielen zu schütten?

Viele Grüße und Danke fürs lesen und hoffentlich auch antworten.


Micha



so ganz blicke ich nicht durch



… aber so viel kann ich schon sagen:

Schotter "verdichten" über einem Gewölbe würde ich nicht machen!

Klären Sie die Aufbauten und Materialwechsel mal im Grundriss und in verschiedenen Schnitten und dann kann man sehen was geht und was nicht.

Wo stehen Wände?

Sandstein auch weniger in Kies als in Splitt Verlegen - Punktfundamente im Gewölbe geht auch nicht!

Lassen Sie das und holen Sie sich für diese Bereiche einen Fachmann (ist schwer - ich weiß - 5 gefragt - mind 7 verschiedene Meinungen und Antworten)

Perlite einfach mal so irgend wo reinschütten is auch nichts!

Planen!

Florian Kurz
www.slow-house.de



Unter der Dielung...



...sollte eine Feuchtesperre berücksichtigt werden. Wie die aussehen sollte, ist nach Ihrer Schilderung aber nicht zu erkennen.

Perlite (weißer Bims) halte ich persönlich für Dreck. Den reichlich entstehenden feinen Staub empfinde ich beim Atmen als ziemlich agressiv. Besser wäre m.E. Blähton (Liapor etc.)

Grüße

Thomas



Ich möchte mich prinzipiell ...



... Florian Kurz anschließen und die Empfehlung aussprechen, eine möglichst exakte Grundrisszeichung anzufertigen sowie die Rohbödenhöhen aufzunehmen und in einen Deckenhöhenplan einzutragen, die gewünschten Fußbodenoberkantenhöhen festzulegen und aus allen v. g. Parametern Quer- und Längsprofile zu erstellen, anhand derer dann potentielle Fußbodenaufbauten entwickelt werden können.
Letzteres sollte auf keinen Fall nur so nach "Gefühl und Wellenschlag", sondern professionell erfolgen, wobei neben den bauphysikalen auch die statischen Belange zu berücksichtigen sind. Davon abgesehen sollte m. E. auch in Abhängigkeit von den gegebenen Randbedingungungen eine Dämmung vorgesehen werden - ob dabei die Anforderungen der EnEv erfüllt werden können, sei mal dahingestellt.