Isofloc verarbeiten

01.12.2002



Hallo,
wir haben eine neue Holzbalkendecke im Erdgeschoß, eines einstöckigen Albaus, errichtet. Die Obergeschoßdecke haben wir freigelegt und werden einige Balken ersetzen müssen. Wir suchen nach einer Isolierung dieser Decken. Da wir uns beide nicht für mineralische Dämmwolle begeistern konnten, sind wir auf das Isofloc gestoßen. Können wir diese Flocken wie eine Schüttung selber in die Balkendecken einbringen, eben schütten? Wie dick sollte dieser Dämmstoff aufgetragen werden, um eine ausreichende Dämmung zu erreichen.
Es wird immer nur beschrieben, das dieses Material eingeblasen oder aufgesprüht wird.

Wer kann uns Erfahrungen berichten, Vielen Dank



Deckendämmung



Hallo Illa & Peter es ist vernünftig, über einfach geeignetere Dämmmaterialien nachzudenken, doch ganz so einfach ist es aber dann doch nicht. In eine Holzbalkendecke muß erstens immer ein hohes Gewicht (Statik beachten!) und dazu eine Wärmedämmung. Also kanz kurz und bündig: Blindboden, Rieselschutz (über die Balkenoberkante schlagen!) Lehmbaustoff (Strohlehmfertigware leicht eingestampft) und obenauf z.B. eine Hanfdämmung. Gleichzeitig ist es noch Entkopplungsmaterial zum letztendlich aufgelegten Dielenboden. Kontaktiert mich zurück und im Gespräch kann man noch weitere Details besprechen. Freundl. Grüße aus der Oberlausitz.



Deckendämmung



Erst muss geklärt werden welche Funktionen die Decke haben soll (zusätzlich zum Tragen von Menschen und Möbel im oberen Geschoss).
Soll es vor Kälte schützen, dann kann isofloc o.ä. engelegt werden. Die Fa. Isofloc hat einen guten Katalog mit viele Beispiele. Eine Rieselschutzbahn muss darunter liegen. Diese Arbeit kann man selbst ausführen.
Soll die Decke einen Luftschallschutzfunktion haben: dann nur Masse, z.B. Lehm wie im vorherigen Antwort bereits dargestellt. Allerdings muss der Lehm die Gelegenheit gegeben werden auszutrocknen bevor man weiterbaut.
Soll die Decke vor Trittschall schützen: dann hilft nur auf den Boden über der Decke eine zweite Lage als Fußboden mit dazwischen ein weiches Material (z.B. Weichfaserplatten). Die ganze Sache schwimmend Verlegen und nicht zusammenschrauben! (habe ich bereits erlebt!).
m.f.g
J.E.Hamesse