Aufbau oberste Geschossdecke

29.07.2008



Hallo an alle,
die Decke meines Hauses besteht zur Zeit aus:
1. verputzte Schilfmatten
2. Rauhspundschalung
3. nicht gedämmte Balkenlage
4. Rauspundschalung
5. 2cm Heraklith
6. 3 cm Estrich
darüber kommt ein offener Dachraum (d.h. die Felder zwischen den Sparren führen direkt nach draussen.
Da sich in der Balkenlage diverse Bewohner eingefunden haben, und die Decken der Zimmer nicht beschädigt werden sollen ist nun geplant den Belag bis zur Balkenlage abzuschlagen, die Balkenfelder mit Glaswolle zu dämmen und das ganze oben mit Dielenbretten zu verschliessen.
Was haltet Ihr bitte davon? Wo bringt man am Besten die Dampsperre an, wie wird sie am besten befestigt? Ist der Dielenbelag dampfdiffussionsoffen genug? Da ich unter der Decke keine Folie befestigen kann, wie sieht das mit der Feuchtigkeit in den Holzbalken aus?
Vielen Dank schon mal für Eure Antworten
b



ist der Dachboden Flugschneesicher?



Eine Dampfbremspappe sollte direkt unter der Wärmedämmung verlegt werden.





Hallo Herr Meier,

vorab mal ein paar Fragen:
- Welche Bewohner haben sich bei Ihnen im Dach eingefunden?
- Was befindet sich zur Zeit in zwischen den Balken der Decke, bzw, was befand sich dort zuvor?
- und das wichtigste: Was soll dort oben in Zukunft passieren?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



detailiertere Angaben



Sehr geehrter Herr Kornmayer,

Gerne detailiere ich meine Angaben:
Meine Mitbewohner: ( bis jetzt gesichert :-)), Marder, Mäuse, Ameisen...
Zwischen den Balken befinden sich Luft und die Mitbewohner.
Der Dachraum soll weiterhin als offener Kaltraum genutzt werden, die Temperatur dort entspricht also der Aussentemperatur.

Besten Dank für Ihre Mühe
b.m.





...Flugschneesicherheit ist, denke ich durch einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 1,2m gegeben.

Beste Grüsse
b.m.



Die Art der Dachdeckung beeinflußt die Flugschneesicherheit.



Die Frage lautet, ob bei stürmischem Schnee die Flocken durch die Dachziegel reinfliegen können.





...das hatte ich falsch verstanden, nein das Haus hat eine "schneedichte" Schindeldeckung.

gruss b.m.



Bodenaufbau



Hallo Herr Meier,

wenn alles trocken ist :

- den Rauspund entfernen (Achtung: In manchen alten Gebäuden ist die Schicht aussteifend!!)

- die Mittbewohner rausmobben, säubern

- ggf. Rieselschutz

- Schüttung / Wärmedämmung, z. B. Zelluloseschüttung

- verklebte Papplage um Winddichtigkeit herzustellen

- Dielung

Bei der angegebenen Nutzung sollte der Bodenaufbau unbedingt diffusionsoffen gestaltet werden. Glaswolle unbedingt vermeiden, das führt dauerhaft nur zu Ärger.

Soweit, ohne das Haus gesehen zu haben.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Am Bauteilübergang Warmseite ,also unter der Dämmung



wäre bauhysikalisch eine Dampfbremspappe m.E. sinnvoll, da der Putz auf Schilf und die Rauhspundschalung keine geeignete Dampfbremse darstellen.





mmh - da könnte mal der Tauwasserausfall berechnet werden. Die Probleme bei Dampfbremsen und - sperren sind leider immer wieder die Anschlüsse. Sowie da einer nicht stimmt geht alles dran vorbei.

Dampfbremspappen bestehen aus 2 Lagen Baupapier (Recyclingzellulose), und einem einglegten Polyethylenfilm sowie einem Armierungsgewebe. Wenn, dann muss eine Dampfbremse ganzflächig und sorgfältig verarbeitet werden. Stückweise zwischen die Balken geklebt ist es ein schwieriges Unterfangen dies dauerhaft herzustellen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer