Wärmedämmung von innen




Hallo,

ich würde gerne mein Fachwerkhaus ein wenig Dämmen, dazu wurde mir geraten 8-10cm Lattung mit IsoFloc und "pro clima" Dampfbremsbahn zu verwenden. Das Fachwerk ist nur 12-13cm dick und mit Lehm ausgemauert.
Kann man das so machen, oder ist das problematisch?

Im EG ist die Außenwand massiv ca. 30-40cm dick, da ist es doch sicher am besten die Dämmung einfach über die Stockwerksgrenzen laufen zu lassen oder?
Was ist mit den Deckenbalken, die reichen ja dann bis in die ungedämmte Wand ?



Fachwerkdämmung



Eigentlich ist diese Dämmung vom ökologischen Gesichtspunkt sehr gut, aber... bei einer Fachwerkwand die auch noch mit Lehm ausgefacht ist (Bald wird es eine Rarität sein) biete sich Leichtlehm in seine verschiedensten Formen an als Innendämmung. Siehe dazu mein Beitrag auf Frage 5931, direkt nach Ihrer Frage auf den Forum. Hinter den Massiven Wand im EG bietet sich die gleiche Lösung. Die Balken sind hier keine Kältebrücke, weil sie aus Holz sind und annähernd den gleichen Dämmwert haben wie Leichtlehm. Ich bearbeite z.Zt. genau diese Konstruktion in einem sehr alten Fachwerkhaus in Südost-Niedersachsen.
m.f.g.
J.E.Hamesse



Innendämmungen



Unser guter Jean-Elie hat es eigentlich schon allumfassend erklärt, die Lösungen sind also auch vielschichtig. Die Entscheidung, welche Lösung bei Ihnen zum Tragen kommen soll, hängt einmal vom Aufwand und zweitens von Ihrem Geldbeutel ab. Die Lösungen mittels Zellulose, so wie von Ihnen geschildert, werden aber mittlerweile vielfach gemacht. Beste Fachgrüße aus der Umgebideheimat OL



FW-Dämmung



Das Dämmproblem bei Fachwerkbauten ist so schnell nicht zu beantworten, weil mehrere Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind. Das erste ist die eigentliche Wärmedämmung, was aber doch entsprechende Schichtdicken lösbar wäre. Problematisch werden dann aber der Taupunkt und damit die Frage fällt Tauwasser an und wieviel wird wieder abgegeben. Kann der Dämmstoff diese Feuchtigkeit aufnehmen. Wichtig auch die Beanspruchung durch Schlagregen, wo kann sich dieses Wasser eventuell ansammeln,wie wird es aufgenommen und wieder abgegeben. Gift für jedes Fachwerk sind auf alle Fälle Folien, wo Wasser herablaufen kann und sich auf den Schwellhölzern ablagert. Die Materialien zur Dämmung sollten auf alle Fälle so beschaffen sein, dass sie die Feuchtigkeit vom Holz wegziehen. Auf jeden Fall sollte man den gewählten Wandaufbau von einem Fachmann überprüfen lassen.





hallo, stecken sie am anfang einer generalsanierung? dann sollten sie auf jeden fall Wärmedämmung und heizsystem gemeinsam betrachten, denn zu viel Dämmung und falsches heizen sind für alte häuser gift. wir haben die heikle geschichte bei unserem haus (15 cm eiche-fachwerk mit feldsteinen) durch eine sparsame Innendämmung mit leichtlehm/schilfmatten/lehmputz, kombiniert mit Wandheizung (sockeltemperierung) gelöst. dadurch heizen wir zwar auch die wände und die umgebung ein bisschen mit, aber der vorteil ist, dass die wände trocken bleiben auch ohne großen abdichtungsaufwand, und das Raumklima ist optimal.
gruß günter flegel, wagenhausen



Wärmedämmung von innen



Hallo Alex,
mach dich mal im Holzfachmarkt schlau über Pavatex Holzfaserplatten in Verbindung mit Lehmputz.(Sanierung mit Pavatex Diffutherm



Holzfaserprodukte...



gibt es derer viele, es ist auch hier eine Preisfrage, was hat man für diese Lösung finanziell zur Verfügung. Unger-Diffutherm ist toll, aber eben auch nicht billig. Dazu kommt die Nut+Feder Ausbildung, welche mir in Anscglußbereichen zu großen Bauteilspalten führt, da ich zwecks einfedeln in die Feder, größer schneiden muß. Ich arbeite mit zwei Lagen Glattkantplatten stoßversetzt und darauf mittels zweilagigen Lehmputz incl. grobmaschigem Glasfasergewebe. Die Fensterlaibungen kann ich somit auch gleich mit auskleiden und putzen. Grüße aus der Oberlausitzer Lehmecke.