Dämmung Spitzboden ausschließlich gegen Hitze

17.08.2018



Ich habe einen ungedämmten unausgebauten Spitzboden, wo ich etwas Technik (wie Festplattenlaufwerke) untergebracht habe - die schreien im Sommer um Hilfe, weil sie sich dank sehr hoher Temperatur im Spitzboden sehr stark erhitzen. Darunter im 1. Stock meines Hauses erwärmt sich die Luft auch auf bis zu 28 Grad (aber deutlich weniger als im Spitzboden, wo es gefühlt heißer als draußen ist). Hier muss erwähnt werden, dass eine Dämmung des Daches mit Mineralwolle/Glaswolle auf Höhe des ersten Stockwerks existiert, außerdem scheint auch der Boden des Spitzbodens (also die Decke des 1. Stockwerks) damit gedämmt worden zu sein. Der Wärmeverlust im Winter ist dementsprechend für ein 20 Jahre altes Haus auch wirklich sehr gut (niedrige Heizkosten)!

Ich habe also vor, den Spitzboden als Hitzeschutz zu dämmen und nicht (oder weniger) gegen Wärmeverlust. Ich will im Sommer einen kühleren Spitzboden und damit ein hoffentlich auch kühleres 1. Stockwerk erreichen.
Ein Nachbar mit vergleichbarem Versuchsaufbau hat das mit Mineralwolle versucht - hat keine Verbesserung gegen Hitze gebracht.

1) Ich brauche also hauptsächlich (oder gar nur?) eine Dämmung mit Holzfaserplatten?

2) Mein Haus steht exakt mit einer Dachseite nach Süden - reicht es aus nur die Südseite des Daches mit Holzfaserplatten zu verkleiden? Zweifellos werden auf der Sonnenseite die höheren Temperaturen erreicht, aber möglicherweise dringt auch genug Wärme auf der Nordseite ein, die man wegdämmen müsste?

3) Brauche ich eine Dampfsperre oder Dampfbremse wenn ich ausschließlich mit Holzfaserplatten dämme ohne Mineralwolle zu benutzen? Wenn ja, müsste die Dampfbremse dann zwischen Dachlattung und Holzfaserplatte oder als letzte Schicht nach innen auf die Holzfaserplatte (Dachlattung > Holzfaserplatte > Dampfbremse)? Ein Ausbau ist nicht vorgesehen, da nicht wirklich Stehhöhe...
Zusatzinfo: Der Spitzboden in knapper Stehhöhe ist unbeheizt, es gibt keine Fenster und es hält sich quasi nie jemand dort auf. Momentan (ungedämmt) spürt man den Luftzug, wenn draußen Wind ist, von daher wohl ein Kaltdach? Allein durch die Aussparung für den Ständer und die Kabel der SAT-Schüssel kommt schon einiges an Luft rein. Im Winter ist es sehr kalt da oben und das wäre es wahrscheinlich auch nach der Dämmung mit Holzfaserplatten immer noch, nehme ich an (da unbeheizt und nach unten wärmegedämmt).

4) Besteht Erfahrung wie sich eine Solaranlage auf dem Dach auswirkt? Ich möchte nämlich in ein paar Jahren das komplette Süddach mit Solarmodulen pflastern - könnte das auch schon so viel Hitzeschutz bieten, dass eine Hitzedämmung evtl. kaum noch was bringen würde?

Danke und Grüße,
Steffen Hartmann



Vieles ist möglich....



...wenn es um den sommerlichen Wärmeschutz geht.
Man kenn es zwar enorm übertreiben, aber der wahre Sinn liegt in der Realistik.
Ähnlich, wie du es bereits grob angeschnitten hast.
Trotzdem muss man es sich eigentlich vor Ort anschauen, um die spezifische Lösung zu finden und zu definieren.
Man kann genügend Geld versenken, aber ob es dann am Ende den gewünschten Erfolg bringt, steht im Fragezeichen.

Gern würde ich mich dazu mit dir einmal unterhalten, da wir täglich mit derartigen Fragen zu tun haben und dazu mit Partnerhandwerkern nach Lösungen suchen.
Bin mobil unter:
0160 722 60 41 zu erreichen.

FG ins WE,
Udo



Das ist natürlich die Frage,



zu viel Geld will ich natürlich auch nicht versenken, von daher werde ich keine Handwerker beauftragen, das würde den Budgetrahmen sprengen (sondern selbst machen, sofern möglich).
Falls deshalb ein Telefonat trotzdem noch interessant ist, würde ich mal anrufen...
Steffen



Gespräch immer etwas wert



Kannst gern anrufen