Dämmung des Speicher/Dachbodens

04.02.2010



Hallo liebe Handwerker,

ich bin derzeit ein bishcen ratlos und erhoffe mir ein paar Impulse von den Erfahreneren hinsichtlich der Verfahrensweise der Dämmung des Dachbodens...

Das Haus:
alter Fachwerkhof, ca. 1850

Das Dach:
- ungedämmt (Sparren, teilweise zerissene Teerpappe, Querlattung, Schottelspannen)
- Durchlüftung ist vorhanden (bei der Auflage der Sparren auf dem Rähm ist der Zwischnraum zwischen Rähm und Querlattung offen ist)

Der Dachboden (von unten nach oben):
- Hartfaserplatte (ca. 3cm), befestigt an
- Balkenlage, auf die
- eine Holzbeplankung aufgebracht ist

Der Plan:
Dämmung der Dachbodendecke von oben aus zwischen der Balkenlage mit Dämmplatten

Die Frage:
Dämme ich hier mit oder ohne Dampfbremse bzw -sperre? Das ganze soll erstmal eine vorübergehende Lösung sein, da der Speicher irgendwann ausgebaut werden soll, ergo dann auch das Dach komplett neu gemacht werden wird.

Mein Plan war es ursprünglich einfach die Dämmmatten einzulegen, ca. 1-2cm Lüftungsraum bis zur Holzbeplankung lassen und fertig.

Habe hier und an anderen Stellen schon viel gelesen und werde nur verwirrter. Bekomme ich ohne Bremse/Sperre ein Problem mit dem Taupunkt in der Dämmung? Oder ist das Dach gut genug durchlüftet (keine stehende Raumluft)?.

Grundsätzlich habe ich das Prinzip Diffusion, Taupunkt & Kondensation schon begriffen (glaub ich jedenfalls). Die gefundenen Aussagen zur Thematik sind leider arg verschiedenen...

Wenn das ohne Sperre/Bremse eine Problem wird, wie ist das denn bei den Aussenwanddämmungen solcher Häuser(die bei uns auch noch anstehen würde)? Hier ist der Aufbau meines Wissens doch nicht anders: Hauswand, Dämmung, Hinterlüftungsraum, Verschaalung.

Über hilfreiche Beiträge, die mich aus der Verwirrung rausholen wäre ich Euch sehr dankbar.

liebe Grüße
aus der Eife
Robby



Hallo Robby



Du hast es ja schon selbst geschrieben.
Bevor ich die Geschossdecke teuer dämme, wurde ich mich erst mal um ein ordentliches Dach kümmern.
Ist doch sinnvoll von oben nach unten sich vor zu arbeiten oder?Ist jetzt mal meine Meinung.



Hallo Robby aus der Eifel,



ich rate einen unabhängigen Fachmann (Bauingenieur und/oder Architekt) an die Baustelle zu holen. Wenn später das Dachgeschoss ausgebaut werden soll, muss sowieso ein Planer an den Bau. Wenn diese Dinge schon jetzt mit einem bestimmten Ziel vorgeplant werden, kann man vielleicht doch einiges an Geld einsparen, weil man hinterher nichts mehr ändern muss und gravierende Fehler, auch in Bezug auf die spätere Nutzung des Dachraumes, vermeiden kann. Wann bestimmte Arbeiten in welcher Reihenfolge auch immer durchgeführt werden, dass macht, wenn es gut durchdacht ist, keinen Unterschied, aber wenn das Ziel nicht von Beginn an mit betrachtet wird, kann man so manchen Fehler machen. Das beginnt bei der Planung und reicht über die Statik bis zur Bauphysik.
Also rate ich im Augenblick die gesamte Enegrgie auf die Auswahl eines passenden Ingenieurs zu richten.



Vielen Dank....



...für die Rückmeldungen. Kann ich auch ohne weiteres nachvollziehen - wenn, dann ganz und richtig. Ist auch mein credo.
Aber: wir wissen derzeit nicht, ob wir diesen Wohnnort beibehalten, will sagen, ob wir das Haus auf längere Zeit behalten. Ein neues Dach kostet uns gemäß meinen Erkundigungen ca. 25T€. Bei einem Verkauf bekommen wir diesen Wert niemals wieder rein. Die geplante Zwischenlösung einer Dachbodendämmung kostet mich ca. 130,- € Dämmmaterial, einen Samstag arbeit und spart vorerst einiges an Heizkosten.

Daher erstmal meine Frage hinsichtlich der bauphysikalischen Thematik "Auswirkungen des Taupunktes in der Dämmung". Ich möchte das Thema gerne verstehen, nicht nur eine Bauanleitung bekommen. darum würde ich mich über einen grundsätzlichen Austausch in dieser Thematik freuen.

Liebe Grüße aus der Eifel
Robby



Ähh



130€? Was ist das für ein Material?



Dachdämmung



Hallo Robby,
wenn es Ihnen um die grundsätzliche Funktionsweise von Dämmung geht, dann können Sie dazu in meiner Homepage ingenieurbüro-böttcher-asl unter Informationen einiges nachlesen.

Entweder Sie wollen das Gebäude selber nutzen, dann bauen Sie es richtig und anständig aus.
Oder Sie verkaufen es.
Ega wie Sie sich entscheiden- für beide Varianten brauchen Sie ein Konzept.
Dabei ist ein saniertes Dach kein herausgeworfenes Geld. Genauso kann es einen erheblichen Mehrerlös bedeuten, der die Investition übersteigt.

Viele Grüße



Hallo Boris ...



Rockwoll Dämmplatten, 120mm auf ca. 30qm, WLW 035, 25% beim Praktiker



Ja dann



lege die erst mal aus für den Anfang.120 ist ein bisschen wenig.Doppelt währe besser.
Und was der Böttcher schreibt stimmt.Überleg es Dir.