Komplette Sanierung Fachwerkhaus

04.04.2007


Guten Tag allerseits ;)

Zur Zeit sind wir mit der Renovierung eines Alten Hauses beschäftigt, vorab wollte ich deswegen ein paar Überlegungen anstellen wie man das ganze machen könnte.

Zum Haus:
Ca. 150 Jahre alt, Erdgeschoss Bruchsteinmauer (50-60cm), Obergeschoss Fachwerkwände.

Momentan haben wir das Haus "entkernt" (Im OG Gipskartonwände herausgerissen, Alten Putz von den Wänden entfernt(Farben....), usw.).

Nach diversen Suchen (u.a. im Forum hier) hab ich mir folgendes zusammengereimt:

EG:
Sandsteinwände vorputzen mit Kalkputz (reinem..).
Dämmung mit Hanf (ca.8-10cm).
Lehmbauplatten (3cm).
Heizung entweder Sockel-,Wand- oder Fussbodenheizung.

Machbar? Oder Verbesserungswürdig? Oser gar ganz schlecht? ;)

OG:
Fachwerk Teilweise Offen, Teilweise mit Heraklith "begradigt"
Vorhandene Heraklith-Platten dranlassen, Die Offenen Wände mit Lehm "begradigen".
Hanffaser-Dämmung.
Entweder 6cm Lehmbauplatte oder Lehmsteine.

Aussen ist die Fassade momentan mit Plastik eingepackt (aber zum Glück hinterlüftet), Später wird diese entfernt und eine Fase angebracht mit Hinterlüftung).

Dachboden:
Vorhanener defekter Dielenboden entfernen, KantHölzer aufbringen, Dämmung mit Hanf, Schüttgut (was wäre empfehlenswert?), neuer Dielenboden aufbringen.
Dachboden wird nicht bewohnt.

Für Diskussionen und konstruktive Kritik wäre ich dankbar ;)



Komplette Sanierung Fachwerkhaus



Hallo Herr Clau,
wir würden Sie gerne über reine Kalkputze beraten, wenn Sie Interesse haben.
Mit freundlichen Grüssen

Veronika Klepac





Würde sich eine Alternative Dämmung statt Hanf auch Wolzweichfaserplatten anbieten?
Insbesondere die Gutex Thermoflex (aufgrund Ihrer anpassungsfähigkeit) hört sich interessant an...



Komplette Sanierung Fachwerkhaus



Hallo Herr Clau,

EG;auf die 50-60 cm starken Mauern, Bruchstein oder Sandstein, würde ich keine Dämmung vorsetzen.Wenn Sie eine Wandheizung, (Strahlungswärme = sehr angenehm, keine Luftwirbel), direkt auf die Mauer montieren, wäre der gewünschte Effekt besser, wie wenn Sie eine Dämmung dazwischen haben (Fussbodenheizung = nicht so gut,höchstens im Bad?).Zusätzlich würde ich eine Hohlkehle zwischen Wand,Decke einbeziehen.
Dachboden;nicht bewohnt,ist doch o.K. mit dem Hanf.
Hanfschäben gemischt mit Kalkhydrat (in Eigenregie) als Alternative (Preisdifferenzen?)
OG;der Bestand, der Aufbau ist mir nicht ganz klar.
Innenisolierung...was ist die Aussenhaut?-Prüfen.Beim Lehm sind längere Trocknugszeiten einzurechnen weil er nicht so schnell die Feuchtigket abgibt wie der Kalk,und es ist nicht leicht ungespritztes Stroh,zur Armierung zu finden.

Grüße
Mladen



Alternative Dämmung



Hallo Herr Clau,

Holzweichfaserplatten-schon fast wie Dampfbremse?
Unseren Kalkputz kann ich nicht auf diesen Untergrund empfehlen, weil die Haftung auf die Dauer nicht gewährleistet ist.Es gibt aber Kalkputzhersteller,die eine Haftbrücke (mit Zahnkelle aufgezogen) anbieten.
Folge ich der Kornregel,kommt mir ein solcher Aufbau etwas verkehrt vor...
Reine Kalkputze können im Altbau überall eingesetzt werden.Im Neubau nicht immer.

Grüße
Mladen





Erstmal danke für die Antworten ;)

Im EG sollte der Kalkputz direkt auf die Wand, und dann (eventuelle..) Dämmung und dann Wandheizung.
Also sollte man keine (zumidnest grobe...) Dämmung vorsehen?

Aufbau OG (theoretischer momentan ;))
Fassade(hinterlüftet)-Fachwerk-Dämmung-Wandheizung-Lehmputz
So ungefähr ;)





Hier mal noch andere Ideen:
EG:
Lehmputz-Lehmbauplatte-Kalkputz-
Sandsteinmauer-Dämmung-Fassade mit Hinterlüftung

OG:
Lehmputz-Lehmbauplatte-Dämmung-Fachwerkwand-
Fassade mit Hinterlüftung

Dämmung im OG wegen Tauwasser nicht zu dick...

Material eher was natürliches (Flach,Hanf o.ä)


Und frohe Ostern allerseits!





Hallo:)

beim Einbau einer Platte, egal welcher Art, frage ich mich;wie können diese die Bewegungen aufnehmen,ist eine Unterkonstruktion notwendig, welcher Putz ist geeignet, (wieviel Putz)wie stark kann man darauf verputzen, wie wird die Armierung ausgeführt,ist irgendwo mit Feuchtigkeit zu rechnen,ist das Fachwerk aussen dicht (nicht die vorgesetzte Schale)volgt welche Isolation innen?
Es gibt verschiedene Varianten,-wir haben mit Schilfplatten gute Erfahrung gemacht und diese sind ein sehr guter Putzträger
Bleiben Sie bei Naturbaustoffen- diese eignen sich besser.

Grüße
Mladen





Hatte auch nichts anderes vor :)

Wobei ich mitlerweile auch eher auf Aussendämmung mittels Schilf tendiere, entweder verputzt oder mit Vorhangfassade...

Innen dann mit Leichtlehmsteinen vormauern (für Installationsebene), diese dann verputzen (mit Wandheizung darin).

Nur die Bruchstein-Wände im Erdgeschoss machen mir noch ein wenig sorgen...

Weniger in Bezug auf Feuchtigkeit, eher um Installationsebene.

Für Ideen wäre ich sehr dankbar!



Bruchsteinwände Sorgen?



In welcher Hinsicht denn?
Sollte eine gewisse Wandstärke (mind. 600 mm und aufwärts) vorhanden sein, so kann man sofort eine Wandheizung auflegen und mehrlagig mit Lehm verputzen.
Langjährige Erfahrungen.
Hinsichtlich Ihrer Schilfplattendämmung gäbe es aber weitere sehr interessante Außendämmmaterialien und Systeme.
Auch selbstbaufreundlich und mit wesentlich weniger Verschnitt und auch besseren U-Werten.

Fachliche Grüße

Udo Mühle



Hallo Herr Clau,



neben Wandheizung wäre grundsätzlich auch eine FBH unter Dielung möglich, freilich nicht so ganz billig, da dafür nur ausgesuchte Holzqualitäten Verwendung finden können. Wenn Sie Ihre Heizung völlig neu aufbauen, sollten Sie auf eine Sockelleistenheizung verzichten - kontroverse Dispute gab's dazu schon reichlich im Forum.

Wenn Sie bei den Fußböden angekommen Sind, beraten wir Sie gern konkret.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas