Geschossdeckendämmung-Dachboden

29.03.2010



Geschossdeckendämmung - Dachboden

Hallo,

unser Haus ist von 1900 und in Holzständerbauweise errichtet. Nach langer Überlegung (eigentlich wollten wir nur rein natürliche Materialien verwenden) und dem Auf - und Abwägen des Arbeitsaufwandes wollen wir uns nun dazu durchringen den Dachboden (Dachboden zu klein zum Ausbauen) mit limitherm psp - einem Pur/Pir-Schaum mit Verlegeplatte- zu dämmen.

Hat jemand Erfahrung mit dieses Art der Dämmung ?

Über Meinungen würde ich mich freuen.

Ruth Nievelstein



Wenn



Ihr den Boden nicht ausbauen wollt, warum nehmt Ihr dann PSP?
Da reicht das günstigere P OSB doch auch.
Auf den Platten könnt Ihr dann auch was abstellen.
Ansonsten haben wir nur gute Erfahrung mit beiden gemacht.





Wie kommt die Kehrtwende um 180°?
Natürliche Produkte sind PUR- Schäume ja nicht.

Grüße aus Schönebeck





Hallo Ruth, Linitherm PSP ist etwas für Industriebauten, Werkhallen oder Kuhställe. Im Wohnungsbau sollte das vermieden werden. Warum bleibst du nicht bei deinem Vorsatz, nur vernünftige Materialien einzubauen. Auf dem Dachboden kann man auch sehr preiswert mit Hanf und abschließend eine Verlegeplatte drüber, oder Rauhspund (Holz). Gruss Susanne



Hanf ist eine tolle Sache keine Frage.



Aber wo steht denn geschrieben das Linitherm in die Industrie gehört?Warum sollten diese im Wohnungsbau vermieden werden?
Aber ohne diesen abgekauten Entsorgungsspruch bitte.
Mit welchen Dämmstoff bei nur 80mm Dicke erreichen Sie denn einen U-Wert von 028 im Altbau?
Ist Hanf,Kanthölzer,Verlegeplatten oder Rauhspund günstiger als PIR Dämmstoff?Ganz zu schweigen von dem Faktor Zeit.



Geschossdeckendämmung-Dachboden



Hallo,
herzlichenDank für Ihre/eure Beiträge.

Warum Kehrtwende ?
Wir brauchen den Boden als Abstellraum, daher sollte er begehbar sein. Der Arbeitsaufwand, einen Boden mit Schüttung zu bauen ist vermutlich sehr hoch. Festere Materialien wie Holzfaserplatten haben das Problem einen Klebstoff zu haben, der auch ökologisch fraglich ist. Daher kamen wir auf die Hartschaumplatten. Diese sind vermutlich mit weniger Aufwand einzubauen und haben noch dazu eine geringe Wärmeleitfähigkeit. Es ist halt ein Kompromiss für das Dach. Ansonsten haben wir bisher nur Lehmfarben, Hanfschüttung . . . verarbeitet.
Ich werde jetzt aber nochmal die Variante von Susanne durchdenken.

Herzlichen Dank euch/Ihnen allen !
Ruth





Hallo Ruth

---“Festere Materialien wie Holzfaserplatten haben das Problem einen Klebstoff zu haben, der auch ökologisch fraglich ist. Daher kamen wir auf die Hartschaumplatten.”---

???

Ist also an den Hartschaumplatten ökologisch nichts zu hinterfragen???



Hallo Boris,

Weil Du so nett gefragt hast sage ich Dir mal meinen Standpunkt zum Thema.
Als Fußbodendämmung eines unbeheizten Raumes mit einem beheizten darunterliegenden Raum sind derartig dampfdichte Dämmstoffe physikalisch äußerst kritisch zu betrachten.
Diese Dämmung ist genauso wenig ohne Wärmebrücken in einen Altbau zu basteln wie eine Dampfsperre die 100% dicht ist.
Der Traum wird durch die Bauindustrie am leben gehalten.
Und wenn Du schon Preise vergleichst dann kannst Du die Entsorgung nicht einfach ausblenden. Oder ist da der grüne Punkt drauf?
Wie sieht es mit denn Hartschaumplatten im Brandfall aus?



Grüße aus Schönebeck



Baustoffklasse B2



Neigt zum glimmen,schmilzt nicht und tropft nicht.
Und Hanf im Brandfall? Einzige währe noch Steinwolle.Aber wenn der Rest aus Holz ist, dann ist das beim Brandfall wohl das kleinere Übel.
Bei der Verarbeitung von Linitherm muß eine PE- Folie unterseitig eingebaut werden.Und bei fachgerechter Anwendung ist das Verlegen auch ohne Wärmebrücken möglich.Genauso ist es mit anderen Dämmstoffen auch.Tja und Heizkosten sparen halte ich immer gegen Entsorgungskosten.





"Neigt zum glimmen,schmilzt nicht und tropft nicht"

und was setzt es für Gase frei???



Gott Gase



alles Qualmt wenn es brennt oder Schwellt.
Und alle Gase sind giftig.
Aber Du hast mich auf eine Idee gebracht.
Ich werde mal ein Stück Linitherm mit dem Flämmer bearbeiten.
Mal sehen wie stark das pölmt.



Geschossdeckendämmung-Dachboden



Hallo liebe Forumteilnehmer,

das ich eine solche Diskussion lostreten würde, habe ich nicht gedacht, aber es ist schön wieder geerdet zu werden. Wir haben die Dämmung nun auf den Herbst verschoben und haben daher noch ein bisschen Zeit Lösungen zu überlegen. Steinwolle hatten wir auch schon in der Überlegung, aber die Herstellungsverfahren sind wohl auch ziemlich energieintensiv (800°C . .), ist aber günstiger als Hanfmatten, die eigentlich nach wie vor mein Favorit sind.

Also nochmal Herzlichen Dank für eure Diskussion - über den Brandversuch mit limitherm bin ich gespannt !

Grüße aus Neustadt
Ruth



Ne ne



hast nichts los getreten.Dafür ist doch ein Forum da.
Und der Brandversuch ist auch nicht übel wenn man man von dem Material ein paar Hundert m² im Jahr verkauft b.z.w verarbeitet.





Hallo Ruth,

Du solltest entweder die Eigenschaften des zu verwendenden Dämmmaterials in den Vordergrund stellen oder den Preis.
Beides geht nicht unter einen Hut.

Grüße aus Schönebeck