Außendämmung auf Natursteinwand

21.11.2012



Hallo,

die Außenwände der unteren Etage unsres Hauses bestehen aus einer ca. 56cm dicken Sand- Feldsteinmauer und teilweise Backstein (was halt früher zur Verfügung stand). Diese ist von innen mit Kalkzement Dämmputz verputz.
Ist eine hinterlüftete Fassade ratsam? oder Dämmung überhaupt?

Die Außenwände der oberen Etage bestehen von innen aus Backstein und außen aus grauem Klinker. Wandstärke ca. 28cm. Ebenfalls von innen mit Kalkzement Dämmputz verputz.
Welche Außendämmung ist ratsam?

Auf keinenfall sollte zur Dämmung Styropor verwendet werden.

Welche Dämmstoffe sind außerdem empfehlenswert? Wie dick sollte die Dämmung sein? Welche WLG sollte der Dämmstoff haben?



Außendämmung



Über eine Außendämmung nachzudenken lohnt sich nur im Zuge einer anstehenden Gebäudesanierung, also wenn der Außenputz erneuert werden muß, neue Fenster eingebaut werden und wenn in dem Rahmen das Dach erneuert wird. Dann kann man die anderen Bauteile wie Dachhaut, Traufe, Dachentwässerung, Fensterbretter, Sockelbereich usw. in dem Zug an die aufgebrachte Dämmstärke anpassen. Als Kosten für die Dämmung fallen dann nur die Dämmung selber als Materialkosten und Verarbeitung an. Die anderen Sachen sind mehr oder weniger ohnehin fällig. Was Sie für eine Art an Dämmung einsetzen richtet sich u.a. der den Bestimmungen der ENEV, die Mindestgrößen des Wärmedurchgangs festlegt. Versprechen Sie sich nicht zu viel von so einer Maßnahme im Hinblick auf den Grundsatz "viel hilft viel".
Praktisch können Sie Einsparungen an Heizenergie in der Größenordnung von 5, max. 10% erreichen. Ob dann 10 oder 20 cm Dämmstoff an der Fassade Kleben spielt dafür kaum noch eine Rolle. Alles über 8- 12 cm Dämmstärke bringt praktisch gesehen nichts außer Mehrkosten und konstruktive Probleme.
Energieeinsparung rechnet sich nur wenn Sie die gesamten Sanierungsmanahmen ganzheitlich betrachten und aufeinander abstimmen.

Viele Grüße