Innendämmung und Außendämmung für Scheune

17.01.2010



Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich habe eine Scheune zum Umbau erworben und bin mitten in der Informationsbeschaffung und Sichtung. Mir ist die ganze Thematik Altbausanierung völlig neu. Deswegen werde ich mir auch wohl einen Fachberater in nächster Zukunft leisten.

Trotzdem möchte ich natürlich nicht völlig ahnungslos bleiben und werde hier sicher ein paar Fragen stellen.

Und hier die erste zum Thema Dämmung. Die Außendämmung scheint ja das optimale Mittel zu Dämmung zu sein. Nun kann ich die Nordwand meiner Scheune Richtung Strasse nicht außen dämmen, da ich die Fassade erhalten will und muß. Ebenso ist eine Außendämmung an der östlichen Wand nicht möglich, da dort ein Nachbargebäude direkt an meine Scheune grenzt. Also bleibt hier auf jeden Fall die Innendämmung - aktueller Planungsstand ist eine 8cm Innendämmung mit Holzfaser und Lehmputz.
Die Frage ist nun, macht es Sinn die Süd- bzw. Ostseite mit eine Ausßendämmung zu versehen - Vorhangfassde aus Holz - und den Rest mit Innendämmung wobei dann an sicher eine Überlappung notwendig ist oder ist eine durchgängige Innendämmung dann konsequenter bzw. besser ? Ich würde gerne auch die Sandsteinfassade auf der Südseite des Erdgeschosses erhalten. D.h. eine Außendämmung köme nur für das Obergeschoss in Frage.

Beim Mauerwek handelt es sich um ca. 50cm Sandstein im Erdgeschoss und 40cm Vollziegel im Obergeschoss. Das Gebäude muss gem. ENEV2007 umgebaut werden, da es sich um eine Nutzungsänderung handelt und ich den inzwischen genehmigten Bauantrag vor 10/2009 gestellt habe. Als Heizung plane ich eine Fussbodenheizung mit Pelletkessel und eine kontrollierte Belüftung.

Für Idee und Anregungen zu dieser Entscheidung wäre ich dankbar.

Gruss aus der Pfalz

Thomas Rech



Außendämmung



Eine dicke Außendämmung als Thermohaut würde ich nicht wählen, sie bringt zu viele konstruktive und gestalterische Probleme und nützt kaum etwas.
Wenn der Putz erneuert wird (Die Überarbeitung der Fensteröffnungen, die Rissanierung straßenseitig und am Giebel machen das sicher erforderlich) dann arbeiten Sie mit einem mineralischen Leichtputz als Unterputz.
Dieser Putz dient gleichzeitig als Dämmung und zur Entkopplung des Oberputzes vor den Rissen, den jetzigen und die, die noch kommen werden.
Als Oberputz empfehle ich Ihnen einen bewehrten kunststoffvergüteten Dünnschichtputz.
Die Verbesserung der Dämmung hält sich damit in Grenzen, das macht aber kaum etwas.
Ihre Außenhülle hat nur eine geringe Menge an unmittelbaren Kontaktflächen zum warmen Innenbereich.
Selbst eine dicke Thermohaut wird Ihnen deshalb kaum etwas bringen.

Viele Grüße

p.s.
Ich empfehle Ihnen über die Grundrisslösung des EG noch mal nachzudenken. Der Zugang zum Hof/Garten ist zu schmal und ungünstig plaziert, es fehlen Funktionsflächen, die Verkehrsflächen kann man auch anders zuordnen.

Viele Grüße



Alternativ



Als alternative Innendämmung wäre auch eine Keim Ipor mineraldämmung denkbar, diese hat u.a.den Vorteil, dass man felxibler mit der Wandbeschichtung ist.
was noch zu prüfen wäre, ob die Lüfungsanlage unbedingt notwendig ist?
Mit sorgfältig ausgewählten Baustoffen kann man auf die womöglich auch verzichten.

Grüsse Thomas