Gründerzeitbau Innendämmung




Ich habe stundenlang das Formum durchblättert und bin verwirrt. Oft erfolgen zu Fragen der Dämmung Werbeansagen für den einen oder anderen Dämmbaustoff oder argumentative Glaubenskriege zwischen den verschiedenen Dämmfraktionen. Dennoch hier meine Bitte um Rat für mein Problem. Ich habe ein Gründerzeithaus mit Fachwerkerker und OG, möchte nun das erhöhte EG, das frei geworden ist renovieren. Die Außenfassade ist Ziegelstein mit Sandsteinsockel(Bj 1904)mit schönen Schmucklementen und Sandsteingesimsen. Hier kommt für mich eine Einhüllung "außen" nicht in Betracht. Jenseits der Diskussionen ob WVS nun sinnvoll oder schädlich ist, das Klima rettet oder nicht, diese Frage ist für dieses Haus entschieden: keine Außendämmung. Das Haus wurde wegen seiner bauarchitektonischen Schönheit gekauft. Als Heizsystem habe ich nun 1. einen schönen Kachelofen mit Belüfungssystem, der im Keller befeuert wird und 2. eine Zentralheizung (Gasetage) mit Gliederheizkörpern unter den Fenstern. Ich möchte dennoch versuchen, die Heizkosten etwas zu senken und will aber beim Sanieren (Innen) keinen Unsinn machen. Der Wandaufbau scheint der alte zu sein: Kalkmörtel und einige Schichten widerliche Tapeten. Welche Dämmmethode würdet ihr mir für die Wände empfehlen. Die Böden sind alte schöne Dielenböden (auch die sollen bleiben) Als Abschluss habe ich vor, eine Wandvertäfelung anzubringen, wie man es im kalten Skandinavien sieht. Man kann solche Systeme aus Weichholz zB in Holland recht günstig erwerben. Ich danke nun allen für ihre ehrlichen Tipps. Geld spielt schon eine Rolle ist aber nicht die wichtigste Geige. Dank an alle Frauke



Dämmung



Hallo Frauke


Dämmen ja oder nein lässt sich ganz einfach klären. Nimm Deine Heizkostenrechnung, ziehe davon rund 15% ab, nimm Angebote zur Hand für Dämmmaßnahmen, schau auf die Summe, rechne die gleiche Summe für die Entsorgung der in 20 Jahren hinnigen Dämmstoffe dazu. Dann rechne Deine Ersparnis auf 20 Jahre hoch (unabhängig von der Preissteigerung der Heizkosten).
Wenn Du mehr sparst als Du bezahlst, dann dämme. Vergiß die Risiken einer Innendämmung nicht mit einzurechnen.

Solltest Du einen Energiebrater hinzuziehen, rechne mal alle anvisierten Einsparungen zusammen. Oft ergibt die Einspsarung 105%...


Bevor Du Dämmungen in Betracht ziehst, würde ich empfehlen, andere energiesparende bzw heizkostensenkende Maßnahmen ins Auge zu fassen:
- Umstellung auf alternative Energieen (Pellets, Hackgut, Solar)
- Heizungsoptimierung
- Tausch von Fenster und Türen
- Dämmung Kellerdecke/ oberste Geschossdecke

Aber Vorsicht, die Sonne schickt zwar keine Rechnung, aber Dein Installateur...



Andreas



energetische Sanierung



Hallo Frauke,
wenn sie so an das Problem herangehen dann kommen Sie hier kein Stück weiter.
Warum sollte es bei Ihrer Anfage anders sein als bei dem was Sie gelesen haben?
Auch hier werden Sie teilweise konträre Meinungen/Vorschläge erhalten und verschiedene Systeme genannt bekommen.
Was genau zu machen ist richtet sich nicht nach dem was Sie hier im Forum zu lesen bekommen sondern nach:
- Ihren finanziellen Möglichkeiten,
- den gesetzlichen Vorgaben der ENEV,
- der zukünftigen Nutzung,
- den konkreten baulichen Bedingungen vor Ort.
Bei einer Sanierung ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise erforderlich, nur die Auswahl eines Dämmsystems löst Ihre Probleme nicht.
Das einzige was klar ist das, wenn erforderlich, eine Innendämmung zum Einsatz kommen wird um den Charakter des Gebäudes zu erhalten. Welches System das sein wird kann man eben nur bei der genannten ganzheitlichen Vorgehensweise nach Wertung aller anderen Komponenten abwägen.

Und wenn wir schon mal bei gestalterischen Entscheidungen sind:
Schön das Sie das Bauwerk möglichst in seinem Charakter erhalten wollen.
Das gilt aber auch für innen. Wenn Sie im kalten Skandinavien wohnen dann passen diese Täfelungen sicher hinein, aber nicht in RLP.
Dann können Sie nämlich das Haus auch außen verschindeln lassen weil Ihnen die Bauernhäuschen im letzten Urlaub im Schwarzwald so gefallen haben.

Viele Grüße



Sparsamkeit = Senken der Ausgaben ? Ideologie



Hallo

Alle Dämmmassnahmen kosten Geld
1. in der Anschaffung mit allen Randkosten (Anschlüsse etc. )
2. Entsorgung
3. Risiken durch Bauphysik (real - nicht gerechnet)

Als minimal invasiven Eingriff und einer Kosteneinsparung in Bezug auf Heizung würde ich eine Temperierung nach Großeschmidt vorschlagen, die ich Ihnen konzipieren kann.

Vieles Andere hat schon der Vorschreiber genannt.

Gutes Gelingen.

FK





Mein Gebäude ist etwas jünger,Bj 1907, im EG habe ich messen lassen, und dann Dämmstoff einblasen lassen. Es waren nur rd.4cm Hohlraum,aber die Thermografie zeigte gute Ergebnisse.Leider zeigten sich,obwohl ausgebaut war,das die Giebel im OG nur 24er Mauerwerk waren.Diese werden nun durch GiKa-Vorsatzwände isoliert.



Thermografie



… und bunte Bilder vernebeln den Sinn …

FK



Temperierung nach Großeschmidt...



... ist nicht gleich Allheilmittel. Bei (vermutet) relativ großen Fensterflächen im Verhältnis zur Wandfläche wird das auch wahrscheinlich eher nicht ohne Aufwand einwandfrei funktionieren...

Nun denn... auch Temperierung nach GS ist eine Überlegung wert... möglicherweise auch als Ergänzung zur bestehenden Lufterwärmungstechnik...
Wenn denn doch das bestehende Heizsystem im wesentlichen bestehen bleiben soll, dann ist die Frage der Dämmung nicht uninteressant...

Innendämmung ist immer mit sehr viel Vorsicht zu gestalten und grundsätzlich eher kritisch zu sehen...

Auch wenn die klassische Bauphysik mitspielt gibt es einige Faktoren, die man beachten sollte, nicht zuletzt die Kosten... auch für geänderte Anschlüsse bei Vorsatzschalen, Schallschutz, etc...

Ohne genaue Kenntnis des Gebäudes wird man wenig konkret (be)raten können...

Nebenbei: Ich bewohne ein wohl ähnliches Haus von 1900, und mir kommt auch kein Styropor an die Wand... Heizenegie liegt bei rund 18.000kWh bei 140qm...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Hallo Frauke,



es gibt keine pauschale Empfehlung.

Rede mal mit Menschen die eine leichte Innendämmuhng haben und mit Personen die sich dagegen entschieden haben.

Ich habe gestern eine Familei beraten die Ihr denkmalgeschützes Haus 1993 saniert haben und sich jetzt für eine leichte Innendämmung und eien Wandheiozng entschieden haben.

Gründe waren die kalten Oberflkächentemperaturen auf den Aussenänden und die daraus resultierenden Unbehaglichkeit.

Bei einer Innedämmung gilt das Prinzip viel hilft nicht viel, die ertsen Zentimeter sind die weichtigsten.

Ein dünner Kalkdämmputz in 3 Zentimer erhöht die Oberflächentemperatur schon um einige Grade und schaftt schon ein hohe Behaglichkeit.

Natürlich kostet eine leichte Innedämmung Geld, die daraus enstehende Behaglichkeit läßt sich geldmäßig nicht bewerten.

Grüße aus Koblenz Gerd



Innendämmung und die Feuchtigkeit



zunächst Dank an alle fleissigen Antowrtschreiber!
Gestern musste ich überrascht beim fortwährenden Fenstereinbau feststellen, dass die Vorbesitzer in einer kleinen Nische hinter dem Heizkörper eine Innendämmung abgebracht hatten: Mauerziegelwand...alter Innenputz...Dämmschicht ca. 10 cm (Styropor uswä)...Bauplatte..neuer Innenputz (gibshaltig)...Tapete. Ist mir erst jetzt aufgefallen und siehe da, die angedrohten Folgen sind sichtbar: Nass-Feuchtes Mauerwerk, bodennah beginnende Schäden an Dielen: oh je oh je. Alles weggemacht...doch wie weiter?



Hallo Frauke,



lass es erst mal abtrocknen.

Wie schon gesagt wenn Baustoffe dann Baustoffe mit hohem Trocknungspotential. Gibs und das weiße Dämmaterial erfüllen diese Anforderungen sicher nicht.

Grüße