Dach neu decken, Holzfaserplatten oder nur Unterspannbahn ?

19.02.2015



Hallo,
ich möchte mein Dach neu eindecken lassen. Bisher sind nur eine einfache Lattung verbaut und man sieht den Biberschwanz.
Soll ich Holzfaserplatten mit 60 oder 35 mm verbauen lassen oder nur eine Unterspannbahn ?
Die Dachobergeschoßdecke wurde vor Jahren mit Zellulose gedämmt und der Dachboden soll die nächsten Jahre nicht ausgebaut werden.
Biberschwanz kommt wieder oben drauf. Das Haus ist ein Staatsbau von 1905 und war bis 1970 ein Schule.
Vielen Dank für Hinweise und Ratschläge



Biberschwanzdach



Nur Folien würde ich nicht vertrauen.
wobei eine 35 Unterdachplatte genug sein dürfte- dickere haben keine wesentlichen Vorteile, außer etwas bessere Wärme-/Schalldämmung und Hitzeschutz.
Das läßt sich aber später günstiger mit etwas dickerer Zellulosedämmung erreichen.

Nur wenn innen zu wenig Platz ist muß der Aufbau auf dem Dach erfolgen.

Konterlattung wird heutzutage eh jeder Dachdeckerbetrieb verwenden.
Bei meinem Schieferdach hatte ich damals eine Vollschalung aus 24 mm Nut- und Federbrettern angebracht und darauf eine Unterspannbahn Delta Maxx von Dörken befestigt.

In Dachdeckerforen gibts aber immer wieder Beiträge über geringe Haltbarkeit von Unterspannbahnen.
Andreas Teich



Wasserführende Schicht



erfüllen alle. Wenn sie die Sicherheit einer festen wasserführenden Schicht wollen reichen auch 20 mm aus. Auch da hat man bei einem evtl. späteren Ausbau immer noch die Möglichkeit hohlraumfrei zwischen den Sparren zu dämmen. Dickere Isolation wird keinen zusätzlichen Nutzen bringen, kostet aber bedeutend mehr.





Erst einmal Herzlichen Dank für die schnellen Antworten. Der Preisunterschied zwischen 35mm und 60 mm der Holzfaserplatten macht gerade einmal 3000 € aus.
Da ich ja jetzt nur eine einfache Lattung habe, werde ich mit den Holzfaserplatten doch wesentlich höher herauskommen. Verändert das nicht den Charakter des Hauses ?
Gehen wir von 60 mm Holzfaserplatten aus, plus Lattung und Konterlattung ( insgesamt 80mm ), sind wir bei 140 mm.
Soviel wird doch das Dach dann höher. Wie wird diese Lücke gefüllt ?
Ich bin leider der absolute Laie und jeder Dachdecker und Zimmerer sagt mir etwas anderes.
Vorab schon einmal ein großes Danke schön für Ratschläge und Hilfen.
N.F.



Dachaufbau bei Biberschwanzdeckung



Für manche sind 3000 € nicht so wenig, letztlich zählt der Nutzen, den du von einer größeren Dicke der Unterdachplatten bekommen würdest.

Nur wenn innen Platz knapp und außen die Aufbauhöhe sekundär ist würde ich die dicken Platten nehmen.
Wenn die Außenansicht,wie bei dir, nur wenig geändert werden soll lieber die dünneren verwenden.

Um welche Dachflächengröße handelt es sich bei dir?
Welches Maß und Abstände haben die Sparren?

Mach doch Bilder des Daches, auch von Traufe (Rinnenseite) und Giebel,
dann läßt sich eher etwas sagen.

Was haben denn deine Dachdecker vorgeschlagen und welche Stärken als Dach- und Konterlattung?

Leider ist's sehr häufig so, daß es unterschiedliche Aussagen gibt- interessant sind dann die Begründungen und nicht nur
' haben wir immer so gemacht' , ist so üblich, geht nicht anders etc.

Da trennt sich dann die Spreu vom Weizen und du kannst eher gute Fachleute erkennen.

Andreas Teich



Wie wird der Dachboden genutzt?



Wenn der Dachboden frostfrei sein soll, dann würde ich die 60er Platte nehmen. Wenn Du das nicht brauchst, dann würde ich die Plattenstärke vom Sparrenabstand her entscheiden.

Bei Deiner Rechnung von zusätzlich 140mm hast Du die Traglattung mit einbezogen, die Du jetzt auch schon hast.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Die Sparren sind zwischen 15-17 x 12-14 cm stark. Die Abstände liegen auch zwischen 17-80 cm.
Aus dem Angebot hier die Details der Lattung.

Steico Universal Holzfaserplatten 35 mm stark
mit N&F, einschl. Konterlattung 4/6 cm impr.
und
Einlatten der Dachfläche für Biberschwanzeindeckung mit Dachlatten 30/50 mm impf.
Das Dach hat ca. 280 qm und der Dachboden soll vielleicht einmal ausgebaut werden.
Wenn ich später zwischen den Sparren mit Hanf dämmen werde, sollte der Dachboden für Hobbyzwecke genügend gedämmt sein. Der Dachboden hat mehr als 100 qm und das Haus ist jetzt schon groß genug.
Ich finde es super, dass man mir da ein paar Tipps gibt.



Passt gut



Ich habe ja eine ähnliche Ausschreibung laufen, nur dass ich das Dach bewohne. Bei 35 Aufdach, 140 Zwischensparren und 40 cm isolierte Installationsebene lassen sich auch die EnEv Werte bequem erreichen. Also bleiben ihnen mit dieser Version alle Möglichkeiten.