Eternitdach ersetzen




Das Haus, das wir im Auge haben, ist mit Eternit aus den 60er Jahren eingedeckt. Es sieht aus, als sei es noch dicht. Nun habe ich aber schon häufiger gelesen, dass Eternit nach 20 - 40 Jahren eigentlich nicht mehr zu gebrauchen ist. Da das Haus früher reetgedeckt war und entsprechend weite Sparrenabstände hat, ist eine Eindeckung mit Ziegeln meines Wissens nicht möglich. Wieder mit Reet zu decken, wäre zwar schön, ist uns bei dem riesigen Dach aber zu teuer. Hat jemand Erfahrungen mit diesen Blechplatten in Ziegeloptik?
Seb





Diese Prägebleche sehen für kleinflächige Teile gut aus, nicht für ein ganzes Dach.
Haben Sie schon einmal an einen ersatz in gleicher Optik gedacht: Eternit, Berliner Welle oder structa casa, beides sind Kurzwellplatten in kleinteiliger Optik.

Grüße vom Niederrhein



Pfannenbleche



währe machbar.
Das größte was wir damit gemacht haben war eine Schützenhalle mit 600m².Lattung mit 6*6 Kreutzhölzern.Längen bis 15m.
Von Weckmann Profilbleche.
Die sitzen auch im Norden.





Sparren dazwischen setzten und ganz normal mit Ziegel eindecken. Fertig



Persönliche Erfahrung:



unser Eternitdach ist von 1971 und noch perfekt in Ordnung. Wir haben gerade 2 (in Worten zwei) gebrochene Schindeln an der Traufe vom Profi ersetzen lassen und jetzt ist hoffentlich wieder Ruhe für einige Jahre.

Welleternit ist meiner Meinung nach eine der scheußlichsten Eindeckungen die von der Menschheit jemals erfunden wurde.
Übrigens gibt es auch optisch recht passable Biberschwanz-Schindeln von Eternit.



Vielen Dank für die Antworten



An Sascha: habe ich zwar auch schon bei zwei Häusern gesehen, die aber ein deutlich kleineres Dach hatten und dennoch beide nach einigen Jahren das Problem hatten, dass das Dach trotz der dazwischen gesetzten Sparren wellig wurde. Daher bin ich von der Lösung nicht so überzeugt. Zumal es bei dem großen Dach (bei einem Gebäude von 30x 15m Grundfläche, das Dach beginnt etwa in 2,20m Höhe und ist geschätzt ca. 8m hoch in der Mitte), glaube ich, ziemlich aufwendig wäre, so viele neue Sparren einzubauen.

Kellergassenkatze: Wir finden Eternit auch absolut scheußlich und würden das Dach natürlich gerne ersetzen aber eben erst, wenn sich unser Konto ein wenig von den dringenderen Sanierungsarbeiten, die anstehen, erholt hat. Vielleicht gewinnen wir ja bis dahin im Lotto und können uns doch ein Reetdach leisten. Ansonsten müssen wir wohl weiter über neues Eternit oder Blech nachdenken (wegen der weiten Sparrenabstände).
Ich hoffe immer noch, dass irgend jemand von Erfahrungen mit Metall-Dachpfannenprofilen oder wie sie heißen berichten kann.

Herr Skupke, können Sie etwas zur Haltbarkeit etc. der Pfannenbleche sagen. Sieht das wirklich so blöd aus auf einem großen Dach? In welchem Rahmen bewegen sich die Kosten pro qm (Bleche + Eindeckung)?
Viele Grüße Seb



Es kommt



auf die Dicke der Beschichtung an.
Ich biete immer mind 75my Beschichtungsdicke an.
Stahlblech verzinkt und beidseitig beschichtet.
Und natürlich keine billig Bleche.
Kosten kommen in etwa einer Tonziegeldeckung gleich.



Es kommt



auf die Dicke der Beschichtung an.
Ich biete immer mind 75my Beschichtungsdicke an.
Stahlblech verzinkt und beidseitig beschichtet.
Und natürlich keine billig Bleche.
Kosten kommen in etwa einer Tonziegeldeckung gleich.
Aussehen ist eigentlich nicht übel.



Wie groß



sind denn die Sparrenabstände, wie ist die Dachneigung, Abmessung der Sparren?

Viele Grüße



Die



Sparrenabstände liegen zwischen 2,50 und 3m, die Dicke der Sparren variiert (wie die Bäume halt gewachsen waren), ich schätze mal zw. 10x10cm und 25x25 cm, teilweise eckig, teilweise leicht abgerundet. Dachneigung etwas unter 45°.
Unser Dachdecker meint, das Eternitdach ist noch recht gut in Schuss und hält noch ein paar Jahre (ist halt nur häßlich, abgesehen von der problematischen Entsorgung), so dass wir noch Zeit haben uns zu entscheiden. Wir beobachten auch sehr aufmerksam, was andere Leute hier mit ähnlichen Häusern/Dächern machen und welche Erfahrungen sie damit machen.
Seb