Dach dämmen und vorbereiten für evtl. späteren ausbau




Guten Abend zusammen,
Bin neu hier und habe bisher nur ab und an mal hier was nachgelesen.
Habe ein altes Fachwerkhaus von 1900 gekauft und soweit saniert. Nun stehe ich allerdings vor dem Problem das ich gerne den momentanen Speicher dämmen möchte, dieser soll in den nächsten Jahren evtl zu einem Kinderzimmer weiter ausgebaut werden. Habe bereits mit verschieden Leuten gesprochen vom Bau doch jeder hat seine eigene Meinung.

Folgendes ist gegeben von außen nach innen:
Schieferdach soll nicht erneurt werden(ca 12 Jahre alt und dicht)
Dachpappe bzw, Schweißbahn
Holzbretter
Sparren (Dicke 7-8cm)

Habe mir nun folgendes überlegt:
-Dachlatten mit 2cm stärke zwischen die Sparren schrauben um eine Hinterlüftung zu gewährleisten
-Sparren soweit aufbauen um eine Dämmstärke von ca.18cm zu erreichen
Dämmwolle zwischen die Sparren
Dampfsperrfolie auf die Sparren tackern und rundherum verkleben

So soll es dann auch erstmal bleiben bis zum Ausbau. Ist das die richtige Lösung oder muss man noch etwas beachten.

Falls es wichtig ist, ich wollte dann später eine Lattung auf die Sparen schrauben für Gibsplatten.

mfg Dennis



Nur Hanf ohne jegliche Folie!!!


Nur Hanf ohne jegliche Folie!!!

Nur Hanf ohne jegliche Folie!!!
Siehe Bild



heikel



Was ist hier nur mit der Folienphobie ?

Erste Frage: Wurde das Dach _wirklich_ mit diffusionsdichter Dachpappe / Schweissbahn gemacht ? Wenn ja, A...karte gezogen, Dämmung nur mit bauphysikalischer Analyse.

Wie tief sind die Sparren ? Wird hoffentlich mehr als 7 - 8 cm sein ?

Statt einer Dampfsperre sollte eine feuchtevariable Dampfbremsfolie verbaut werden.

Raumseitig von der Dampfbremse kann man noch die Traglattung für die raumseitige Verkleidung machen, und dazwischen noch etwas dämmen. Dann spart man sich vielleicht die aufwendige Aufdoppelung der Sparren.



danke für die Antworten


danke für die Antworten

Die Balken sind ca nur 7-8 cm tief.kann nur durch die Astlöcher der Bretter schauen und dort sehe ich Dachpappe oder ähnliches.Wo genau liegt dort das Problem?

Aus welchem Grund soll man keine Folie nutzen? Was spricht dagegen?

Anbei noch Bilder vom momentanen Zustand der Dachbodens.



Schieferdach dämmen



Auch diffusionsdichte Dächer können mit einer Vollsparrendämmung ohne Hinterlüftung versehen werden.
Dies ist risikoloser mit kapillaren Dämmstoffen und feuchtevariablen Dampfbremsen.
Zur Sommerlichen Rücktrocknung sollten solche Dachflächen von der Sonne erwärmt werden, dhl auch nicht länger im Schatten liegen.

Dämmung mit Hinterlüftung ist möglich, wobei diffusionsoffene, kapillare Dämmstoffe ohne Dampfbremse verarbeitet werden können, sofern Konvektion ausgeschlossen ist, die zu Kondensat führen kann.

Dampfbremsen sind bei geringen Sd-Werten von ca 2-3 m nicht schädlich, da diese ebenfalls Rückdiffusion ermöglichen und Taupunktunterschreitung verhindern.

Andreas Teich



zum Verständnis



Nur einmal zum verständnis zum Vorgehen.
Ich würde jetzt die Sparren Aufdoppeln um eine Dämmung von 16cm einbringen zu können zwischen die Sparen in Form von Steinwolle(oder lieber was anderes?). Dies ohne hinterlüftung.
Im Anschluss klebe ich eine Folie mit sd-Wert von 2m davor und gehe ganhz normal mit Lattung und Gibs weiter.

Das Dach hat im Sommer den ganzen Tag Sonne. Bäume oder andere Gebäude sind nicht in unmittelbarer Nähe.



Details



Statt Steinwolle lieber etwas kapillar leitfähiges, z.B. Holzflex (Steicoflex oder ähnlich), oder meinetwegen flexible Hanfdämmung.

Dampfbremse bitte eine moderne feuchtevariable Ausführung, z.B. Intello.

Zwischen der Traglattung für die Gipsplatten kann man z.B. mit 4 cm Untersparrenfilz aus Glaswolle arbeiten. Statt Gipskarton lieber Gipsfaserplatten. Den Raster der Traglattung muss man entsprechend der raumseitigen Verkleidung auslegen !

Im Zweifelsfall den technischen Dienst des Dämmstoffherstellers anfragen. Die können nachrechnen ob der spezifische Aufbau funktionieren wird.



Aufdopplung im Schnellverfahren...



...mit sehr modernem System.
Statik sllte auch nicht außer Acht gelassen werden.

http://daemmraum.de/produkte/verarbeitungshinweise/dachausbau-aussen-sparrenexpander.html


Darüber dann mit pro clima DB+ eine Winddichtungsebene schaffen mit Stützlatte, dann ausblasen mit Holzfasern und darauf dann mittels Beplankungsebene die Verkleidungsebene aufbringen.
Fermacell kann hier eine gute Wahl sein.