Bodenebene Dusche mit Wandeinlauf

17.05.2015 Gert



Hallo allen!
Seit Baubeginn unseres Umbau lese ich hier sehr viel mit und konnte viele nützliche Hinweise bzw. Vorschläge für mich gewinnen
Zu meinem speziellen Fall habe zwar das ganze Forum zum Badeinbau durchforstet, aber nichts entsprechendes gefunden, hoffentlich habe ich es nicht überlesen....

Nun zu meinem Fall

Wir bauen zur Zeit ein Fachwerkhaus mit Anbau in Ziegelbauweise um.
Das Bad befindet sich 1. Stock, zum Teil in FWH wie auch im Anbau.
Die Decke des Anbaus beteht aus Stahlträger mit eingelegten Betonplatten, darauf "Sauerkrautplatten" mit Estrich.
Die Decke des FWH besteht aus Balken, ca. 50 cm Abstand, Fehlboden mit Schüttung und darauf Dielen.
Die Dielen und den Estrich haben wir entfernt und 22mm OSB Platten entkoppelt auf die Balken geschraubt. Die OK der OSB Platten entspricht jetzt der OK der " Sauerkrautplatten".
Im Bad soll eine FBH verbaut werden, die in Estrich mit ca. 6cm Höhe verlegt wird, darauf Fliesen.
Die Badinstallation wird in Vorwandinstallation ausgeführt die auf den OSB Platten steht.

Wir wollten die Wandentwässerung Geberit Duofix Element Dusche d50 - 111.580.00.1 dafür verwenden und das notwendige Gefälle direkt in den Heizestrich einarbeiten. Um die Dusche kommt eine Duschabtrennung.

Hat mit dieser Entwässerung schon jemand Erfahrungen sammeln können?

Mir kommen Bedenken bezüglich einer dauerhaften Abdichtung Wandeinlauf - Heizestrich!

Sollte der Heizestrich auf den OSB Platten nochmals entkoppelt werden, wenn ja, mit was?

Die Abdichtung der Rigipsplatten und des Estrich soll mit dem System von Schlüter erfolgen.



Badeinbau



Was verstehen Sie unter "entkoppelt"?
Habe ich richtig verstanden das ein Teil des Bades im Altbau und der andere Teil im Anbau sein wird?



Bodengleiche Dusche



Zur bodengleichen Dusche habe ich hier schon öfter geschrieben; auch Bilder eingestellt. (Können in meinem Profil eingesehen werden.)
Die dargestellte Dusche mit Wandeinlauf ist aus dem Geberit-Programm GIS.
Der Unterschied zwischen Duofix und GIS ist der Installationsrahmen, die Sanitärtechnik ist identisch.
Die Verbindung des Geberit-Einlaufs mit dem Boden und der Wand muss nach Herstellervorschrift ausgeführt werden; sowohl Boden (sinnvollerweise im gesamten Bad) und Wand im Duschbereich muss mit z.B. Elastogum nach Herstellervorschrift gedichtet werden.
Wenn alles sorgfältig und regelrecht ausgeführt wird, gibt's keine Probleme.
Ich kann auf langjährige positive Erfahrungen mit bodengleichen Duschen zurückblicken.
Sollten noch Fragen bestehen, diese hier im Forum stellen oder ggfs. PM.
Viel Erfolg





Vielen Dank erst einmal für die schnellen Antworten.

Als Entkopplung bzw. Trittschalldämmung haben wir Streifen von 5mm Weichfaserplatten auf die Balken gelegt und darauf dann die OSB-Platten verschraubt und ja, das Bad liegt im Anbau und im alten Haus. Wurde so in den 70iger Jahren gebaut.

Das das System mit bodengleicher Dusche und Wandeinlauf funktioniert bezweifle ich ja nicht.
Mir geht es um in meinem Fall bzw. aus meiner Sicht des kritischen Untergrund....Holz arbeitet nun mal stärker als Mauerwerk mit Betondecke.
Bei mir kommt der Heizestrich im Altbau auf die Balkendecke und da muss auch die Dusche hin!
Deshalb meine Frage mit der dauerhaften Abdichtung.



Fußbodenaufbau



Wie kann man sowas nur Entkopplung nennen. Die Schrauben stellen eine starre Verbindung zum Balken her, da entkoppelt nichts, außer das eine Dielung jetzt eine stärkere Neigung zum knarzen hat. Für einen Badfußboden ist so ein Aufbau kontraproduktiv. Eine Trittschallentkopplung erreicht man mit einem schwimmenden Estrich.
Für ein Badezimmer ist Trittschallentkopplung (und generell Schallschutz) eher nebensächlich, außerdem werden damit nicht die Nebenübertragungswege für Luftschall und Körperschall eliminiert. Gerade Luftschallübertragung ist hier problematischer.



Bad im Fachwerkhaus



wo du Bewegung vom Holz ansprichst:
Wurde bei deinem Estrichaufbau die Tragfähigkeit der Holzbalken berücksichtigt oder diese ggf erhöht?

Bei den gen. 6 cm Estrich kommt ergibt sich je nach Ausführung und Belag ein Gewicht von ca 110 bis 140 kg/m2.
Dazu dann noch die Dusche u ggf weitere Einbauten, Möbel etc.

Wenn die Installationen in Vorwandmontage ausgeführt werden, sind die fest an die Wand geschraubt.
Eine mögliche Absenkung des Bodens inkl der Dusche sollte jedenfalls bei den Abdichtungsarbeiten berücksichtigt werden- je nachdem mehr oder weniger- abhängig davon ob sich die Dusche am Balkenauflager oder in der Feldmitte befindet.

Wie schon bemerkt wurde:
Die Entkoppelung gehört bei Estrichkonstruktionen direkt unter den Estrich.Auch auf sorgfältige Wandentkoppelung achten-
was sich auch auf die Duschtasse beziehen muß.

Dabei auch an die Entkoppelung bzw schallgedämmte Ausführung der Wasserleitungen, Armaturen und der Abwasserleitungen denken-
falls dir gute Schalldämmung wichtig sein sollte, die bei nur einer Wohnpartei normalerweise nicht so erheblich ist.

Dazu natürlich auch eine entsprechend ausgeführte Badezimmertür montieren.
Zuerst die Deckenstatik überprüfen- wenn Senkungen ausgeschlossen werden können die entsprechende, möglichst flexible Abdichtung planen.

Andreas Teich