Boden in Nebengebäude dämmen und ausgleichen

15.01.2020 padbergus



Hallo zusammen,

wir haben geplant in unserem denkmalgeschützten Nebengebäude eine Wohnung einzurichten, es ist momentan nur der "Rohbau" vorhanden. Neben vielen anderen Fragen, die bestimmt noch kommen werden, beschäftigt mich momentan der Start des Projekts. Ich würde gerne den Boden ausgleichen und dämmen, durch einen statisch wichtigen Balken der quer über dem Boden liegt müsste ich eine Höhe von 13cm auf 70m² erreichen.

Wie kann ich das am sinnvollsten machen? Eine Balkenkonstruktion als Unterbau schließe ich eigentlich aus, da der Boden durch die wirklich schlimmen Unebenheiten dafür nicht geeignet ist, daher dachte ich an eine Ausgleichsschüttung.

Welches Material ist dort für eine Wohnung zu empfehlen? Auf die Schüttung werden dann Dämmplatten gelegt, auf welche wiederum z.B. OSB-Platten gelegt werden oder wie läuft das ab? Diese sind dann bewohnbar/betretbar?

Oder nimmt man direkt eine dämmende Ausgleichschüttung? Gibt es die auch betretbar? Soweit ich beim Suchen gekommen bin ist die nur geeignet um zwischen vorhandenen Balken aufzufüllen?

In die Schüttung sollten keine Heizrohre oder weitere Kabel gelegt werden, oder?

Viele Fragen, ich weiß, ich bin für jeden Tipp dankbar!

Viele Grüße
Steffen



Zuerst mal lesen



und zwar oben unter Lesestoff die PDF von Georg Böttcher zum Fußbodenaufbau, dort gibt es schon mal wesentliche basics. Für dann noch offene Fragen brauchts noch Infos:
- um welches Geschoß geht es eigentlich und daraus folgt
-was ist unter dem Fußboden ( Raum, Erdreich, Keller)?
- und wie ist der jetzige Aufbau
Nur mal interessehalber: Wer hat Ihnen erzählt, das es sich um einen statisch wichtigen Balken handelt, ist es der, der auf dem Foto aus dem Fußboden schaut ?



Danke..



für die bisherigen Informationen, die Pdfs kannte ich nicht, habe sie inzwischen gelesen und mir ein paar Informationen herausgezogen. Trotzdem bestehen die Fragen oben weiterhin nach dem Material und dem möglichen Verlegen der Kabel/Rohre :)

Zu den fehlenden Informationen:
Es geht um die erste Etage, darunter befindet sich die Ölheizung und mehrere nicht beheizte Stallräume.

Den statisch wichtigen Balken habe ich nochmal auf einem anderen Foto festgehalten, den Hinweis dass er statisch wichtig ist habe ich von einem Bekannten der schon mehrere Häuser ausgebaut hat, aber von keiner Fachkraft/Statiker.

Der Aufbau besteht aus Stahlträgern, siehe die weiteren Fotos.



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Antwortversuch



es sind viele Aufbauvarianten denkbar:
1. Eine belastbar Schüttung einbringen, z.b. Chemwood, dann mit Trockenstrichplatten oder auch OSB weitermachen. Rohre sollte darin verlegbar sein, Heizungsrohre ohne Löt- oder Pressstellen mit Dämmschlauch auch, E-Kabel in Schutzrohren.
2. Eine gebundene Schüttung ( Perlite mit Zementmörtel etc) flächig einbringen und Plan abziehen, denn Holzfaserdämmplatten mit eingelegten 28x48 Dachlatten im Dämmplattenraster und darauf aufliegend Dielung verschrauben.
3. Balken punktuell mit Unterlagen vorzugsweise auf die Stahlträger legen und nivellieren, dazwischen Schüttung ( Perlite, Zellulose) und dann OSB oder Dielung verschrauben. Die OSB ( >28mm) verleimen und dann weiter aufbauen.



vielen vielen Dank!



Das hilft mir sehr weiter!