brauche einen schnellen RAT bezüglich Nässe

18.11.2005



Hallo
Habe folgendes Problem.
Wollte bei einer Bekannten einen neuen Dielenboden verlegen,da dieser an einigen Stellen eingebrochen ist.
Hatte mir das alles auch einfacher vorgestellt , doch als ich heute den Boden entfernt habe bin ich erschrocken.
alles nass . die ganzen alten Dielen und die Lagerhoelzer verrottet.
Feuchtigkeit kommt von den Aussenwaenden und aus dem Erdreich .
Nun wollte ich morgen neues Material hohlen und einbauen .
Wie und was fuer eine Folie muesste ich zusaetzlich einbauen . Die Lagerhoelzer liegen auf Fixpunkte auf .14 stueck an der Zahl.Sind gemauerte Sockel die aus dem Erdreich kommen und haben eine Hoehe von ca 15 cm.darauf kommen die neuen Lagerhoelzer . Hoehe wird wohl ca 15 cm werden. dann kommen die neuen Bodenbretter .
Die Feuchtigkeitssperre muss ich doch dann unter den Lagerhoelzern anbringen ,oder ?
dann wollte ich sie seitlich an der Wand hochziehen und in Sockelleistenhoehe mit der Putzwand verkleben.
Ist mein Vorgehen so richtig ?
Und welche Folie muss ich nehmen .
Bloede Frage , geht auch Silofolie ???
Bitte schnell antworten , da es morgen weitergehen soll.
Danke



Der Bekannten würde ich keine Folie einbauen,



sonst hat es sich erledigt mit allem:-O

Bevor hier überhaupt etwas neu verbaut wird, versuch erstmal die Ursache für die Feuchte zu ergründen!

Wie sind die Außenwände aufgebaut? Ist das EG unterkellert? Gewöllbe oder Massivdecke?

Besser den Samstag für Fachliche Diskussionen und Lösungsfindung nutzen!

Gruß an die Bekannte

Friend Of A Friend:-X



... doch schon Morgen ...???



… soll es weiter gehen ...?
Da hat "Meister Eckardt" sehr recht!
Da würde ich nichts über das Knie brechen! Das kann ins Auge gehen!
Sie sollten unbedingt ergründen warum die ganzen Schäden entstanden sind - und da kann ich Ihnen versichern: da kann es einige geben und so aus der Hüfte geschossen wird es auch keiner beurteilen können, der die Gesamtsituation nicht gesehen hat - Na! einige wird es schon geben, die transzendale Fähigkeiten besitzen und das können - aber ich kann das nicht.

Mein Motto: Anamnese - Diagnose - Therapie! - und nicht mit der Terapie anfangen -das kostet zu viel!

mfG

Florian Kurz





Hallo
Feuchtigkeit kommt aus den Wänden und dem Erdreich.
in ca 30cm hoehe der waende befindet sich eine art Teerpappe , welche ein aufsteigen der Feuchtigkeit in die mauern drueber verhindern soll und auch tut.
ist logisch , dass es darunter rasch nass wird , wenn sich das Zimmer auch noch zur wtterseite hin zeigt.
und da es sich um ihr Schlafzimmer handelt ist eile geboten.
kann ich mich nicht mit arbeiten ums haus herum abgeben .
kann spaeter vielleicht passieren . also wer kann mir zu meinem Aufbau einen tip geben.
und zu meinem vorschlag siloplane .

also nochmal . feucht kommt aus der wand von aussen unterhalb der sperrschicht .

danke



Oh ja Herr Kurz,



Natürlich haben Sie Recht !
-- doch,
Hoorst steht unter einem enormen Erfolgszwang.
--- Die Glocke muß morgen gegossen werden --- !
Egal, ob mit oder ohne fachlichen Beistand .
-
Schöne Grüße aus Nordsachsen
A. Milling



As Soon As Possible..



Was ist bitte eine Siloplane?
Mit einer bestimmten Perforierung etwa?
Welche Funktion soll die Folieneinbettung übernehmen?

Sorge für einen zirkulierenden Abtransport der Feuchte!

Fragende Grüße



Mensch Hooorst,



nimm doch mal die Ratschläge an.
Da muß ich dem Florian und allen anderen Vorschreibern uneingeschränkt Recht geben!
Erst mal die Ursachenforschung (Ananmnese) ,dann begreifen und erst dann etwas tun.
Alles andere ist einfach nur blinder Aktionismus und richtet möglichst noch mehr Schaden an.

therapeutische Grüße
Lukas





und nocheinmal .
es ist klar dass es nicht ganz der richtige weg ist , (aber) die dame ist 91 jahre alt und soll nicht weiterhin bei ihrer nachbarin verweilen.
das wasser kommt aus den aussenwaenden unterhalb der sperrschicht.
ich finde es ist somit alles klar , oder nicht ?
wollte nur wissen , ob es sinnvoll ist eine folie unter der neuen Holzkonstruktion zu ziehen , und sie oberhalb der sperrschicht mit der wand zu fixieren.
was kann passieren ? feuchtigkeit wird sich unter der folie sammeln , aber nicht ins Holz eindringen.



sozialverträgliches Frühableben



nennt der Politaffe soetwas: (aber) die dame ist 91 jahre alt und soll nicht weiterhin bei ihrer nachbarin verweilen.

Und mich schüttelt´s.

Da kannste Dich winden und wenden wie Du willst.
Die Folie wird nur kurze Freude bringen und dann trägst Du nicht nur die Bekanntschaft, sondern den halben Katen zu Grabe.



Fall von Therapie-Resistenz





Handwerker haften für Ihre Arbeit-VOB mal lesen



Hallo Horst,
auch wenn die nette Dame 91 Jahre jung ist, denk dran, daß Du als Handwerker für eine korrekte handwerkliche Ausführung Deiner Arbeiten dem Bauherrn gegenüber in Haftung trittst. Das ist alles in der VOB geregelt. Darüberhinaus gibts auch noch die DIN-Richtlinien. D.H. Du haftest für Nachfolgeschäden, wenn Du -gelinde gesagt- "Scheiße" baust. Unwissenheit schützt auch da nicht vor Strafe. Ich kann alle Kollegen unterstützen, die hier zur Vorsicht raten. Wasser am Bau sucht sich immer einen Weg. Eine Folie am falschen Platz kann manchmal ein " ungewolltes Schwimmbecken" im Haus erzeugen.
Laß die Finger von eiligen, gut gemeinten Handwerks-Hilfeattacken.
herzl. Grüße
Klaus Schillberg, www.texbis.de





also das es nicht ok ist habe ich nun langsam vertanden , aber einen brauchbaren tip wie ich richtig vorgehen soll wiedermal nicht bekommen. sehr schade .
werde nun den boden gleich neu aufbauen , und danach die aussenwaende von aussen neu abisolieren bzw eine verrieselung machen . die sperrschicht liegt in hoehe der hofeinfahrt.
wie tief muesste ich auskoffern und wie muesste dann eine vernuenftige Isolierung bzw verrieselung aussehen .
BITTE keine sprueche wie glocken giessen o.ä .
damit kann ich nichts anfangen .
danke



Hallo Horst,



abgesehen davon, dass alle anderen Recht haben, kann ich Dich auch verstehen.

Ich würde an Deiner Stelle den gleichen Aufbau verwenden, wie vorher war. Die alte Dielung war bestimmt schon ein paar Jahre alt. Du kannst ja abschätzen, ob Deine Arbeit länger lebt, als die Bekannte (klingt vielleicht makaber). Ansonsten würde ich auf keinen Fall auch außen pfuschen. Da hasst Du doch Zeit und kannst in Ruhe auch Fachleute heran ziehen. Wenn Du außen abdichtest, staut sich die Nässe innen vielleicht noch mehr.

Schöne Grüße an die Dame
Stephan Schöne



vielleicht gibst doch eine (halbe) Lösung



obwohl ich meine Vorrednern Recht geben muss, vielleicht doch wie folgt verfahren. Der Boden etwas auskoffern, eine Reihe Gehwegplatten alle 50 cm verlegen, da drauf Lagerhölzer. Die Lücke zwischen Lagerhölzer mit Blähton Füllen, oben ein cm frei lassen für die Querlüftung. Dann die Dielen, allerdings mind. 29 mm stark drauf schrauben. An den Kanten 1 cm zur Mauer frei lassen wegen Querlüftung. Auf keinen Fall Folien benutzen, alles muss durchlüftet sein. Es erfüllt zwar nicht die DIN oder die VOB aber die VOB ist auch kein Gesetz, es ich eine "kann" Vorschrift. Ich habe bereits dieses System vor ca 5 Jahren ausprobiert, allerdings mit einer eingehängte Ziegeldecke.
Bin gespannt auf die Reaktionen, konstruktive Kritik wird erwartet.
M.f.G.
J.E.Hamesse





Wetterseite ?

dann kommt die nässe vielleicht von aussen und dann sollte direkt am entstehungsort spricht an der aussenwand/sockelbereich verhindert werden dass das wasser in / unters haus dringen kann
wenn schon silofolie dann im fundamentbereich mit entsprechender Drainage davor um wasserabfuhr zu gewährleisten
aber es gibt hierfür geeignetere materialien



Aufbau



Bei uns in der Region ist es so, dass die aufgeständerten Fußböden, wie in Ihrem Fall, unterlüftet wurden. Häufig sind die zuluftöffnungen aber geschlossen worden, so dass die Feuchtigkeit gar nicht mehr abziehen kann. Vielleicht ist dies auch eine Ursache des Verfaulens.

Die Lagerhölzer sollten natürlich nicht direkt auf die gemauerten Auflager aufgelegt werden, sondern es sollte eine Bitumenpappe als Sperrschicht zwischen Balken und Mauerwerk gelegt werden. Wenn allerdings permanent Wasser unter dem Boden ist besteht die Gefahr, dass sich dort Schimmel und Bakterien bilden. Auch wenn man meint, dass die alte Dame nicht mehr lange lebt wird es doch Nachfolger geben, denen man die Folgen auch nicht von vornherein wünschen sollte.

Wie wäre es mit einem gänzlich neuen Aufbau: gemauerte Stützen entfernen, Kalkschotter als kapillarbrechende Schicht (25 cm), Blähton, obere Schicht gebunden, Lagerhölzer, Dielen. Funktioniert natürlich nur, wenn Sie weit genug übder dem Geländeniveau liegen.



@herrn Hamesse-Blähton suagt Wasser und hält es lange fest



Hallo Herr Hamesse,
keinesfalls würd ich mich trauen, bei Bodendämmungen über (feucht-nassem) Erdreich Blähton zu verwenden. Das Zeug haz in seiner Kugelschale Kapillaren, die das Wasser ansaugen und lange speichern können. Sie kennen das Hygrokultur-System für die Blumenvasen? Man schmeißt die Kügelchen rein,damit man lange in Urlaub gehen kann ohne daß die Blumen vertrocknen.Genau so verhält sich Blähton. Bauschäden sind schon vorprogrammiert.
mfg
Klaus Schillberg



Blähton



@Herrn Schillberg: Blähton saugt das Wasser nicht an (wie z.B. Salze), er saugt sich voll, wenn der Blähton im Wasser steht. Das darf er natürlich nicht. Herr Minke hat ja auch schon erfolgreich Blähton-Lehm-Mischungen ausprobiert.
Wir selbst haben Fußbodenaufbauten mit Blähton herstellen lassen, die seit ca. 10 Jahren funktionieren. Es gibt dabei einiges zu bedenken, was den Rahmen dieses Beitrags sprengen würde.



@Blähton-Leichtlehm /Wasser saugen



Hallo Herr Stasch,
vor ca 12 Jahren hatte ich das letzte mal Prof.Minke`s Blähton-Leichtlehm bei einer Fachwerk-Sanierung eingestzt. Seither laß ich aus guten Gründen vom Blähton-Leichtlehm die Finger weg. Was ist passiert? Die Handwerker haben die Mischmaschine pro Leichtlehm-Mischung ca 2 Minuten rühren lassen (die wollten was gutes tun!). Das hat schon gereicht, die Kügelchen in ihrer kapillaren Hüllenoberfläche so vollzusauegen, daß die Trocknungszdauer der Leichtlehm-Vorsatzschale ca 6 Monate gedauert hat.
Die Verwendung von reinen Blähton-Schüttungen machen nach meiner Erfahung nur dort Sinn, wo wirklich keinerlei Bau-oder Erfeuchte zu erwarten ist.
mfg
Klaus Schillberg





die hauptsache ist , ihr wisst selber noch alle , was ihr bei euern sanierungen macht und verbaut .

schoenen tag noch
horst





hallo horst

es gibt viele meinungen, entscheiden weil die folgen dann ausbaden müssen sie es letztendlich selbst

trotzdem interessant die unterschiedlichen sichtweisen



Rat - oder Ratlos!



Sie wollen einen Rat - und wenn man das macht ist es auch nicht recht!
Ein schwieriger Fall!
Sie schreiben:
1-die aussenwaende von aussen neu abisolieren bzw eine verrieselung machen .
2-die sperrschicht liegt in hoehe der hofeinfahrt.
3-wie tief muesste ich auskoffern und
4-wie muesste dann eine vernuenftige isolierung bzw verrieselung aussehen .

um hierzu Ratschläge zu geben MUSS man mehr wissen - denn wenn "alles verrottet ist ist die Urasache nicht allzu klar - ausser man ist Hellseher und oft sind es mehrere Gründe, die da zusammenspielen (das kann auch passieren, wenn eine Lage "dichtes Material" wie Spanplatten, PVC-Boden drauf war ...)
Dann fehlen genaue Randbedingungen, um weitere Schadensursachen herauszubekommen oder ausschliessen zu können! Die wenigsten sind hier Zauberer und Hellseher, deshalb ist es keine böse Absicht, wenn keine dezidierten "Ratschläge" kommen - und auch kein Unvermögen sondern: es fehlt der tiefere Input!!!!!!!!

Sperrschichten an den falschen Stellen machen das ganze nämlich nicht gerade besser - denn bei den alten Bauten, die mit Holz in Bodennähe geht das dan meist in die Hose!
Mitlerweile hat es sich schon gezeigt, dass die obligatorische Dachpappe unter Schwellhölzern die Scshädigung eher beschleunigt als verhindert ...

auskoffern: so tief wie möglich - Kalkschotter rein (aber wissen Sie denn was jetzt das "möglich" heisst: keinen halben Meter? oder ... auf jeden Fall (?) nicht unter das Fundament ....

eine gute Be- und Entlüftung der Konstruktion ist sehr wichtig ...

und eine Folie wird Ihnen nicht weiterhelfen ...
das Fäulnisthema ist ein sehr komplexes und schwieriges und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden ...

Glück auf

Florian Kurz



bin wieder da...



hallo,
Über Blähton habe ich in einem Buch von Prof. Minke folgendes gefunden: "Die Oberfläche schmilzt etwas und bildet eine gesinterte Außenhaut. Dadurch entstehen weitgehend geschlossene Poren..." Dan etwas weiter: "Die nicht kapillare Struktur macht den Blähton unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Frost. Die Gleichgewichtsfeuchte beträgt bei Liapor etwa 0,03 vol.%, die Wasseraufnahme bei Langzeitlagerung unter Wasser maximal 11 bis 12 %".
Ich bin daher der Meinung dass Blähton als Schüttung geeignet wäre. Besser wäre Schaumglasschotter, aber dafür gäbe es keine Zeit mehr. Es handelt sich hier um eine schnelle Hilfeleistung. Dies ist auch der Sinn dieses Forum, Hilfe zu leisten wo es nötig ist. Manchmal hat man Zeit, manchmal muss es schnell gehen. Und die geschichte mit dem Blähton ist nur einen Punkt, es ist klar dass weiter an der Ursache der Feuchtigkeit gearbeitet werden. muss.
M.f.G.
J.E.Hamesse



Blähton !!!!!



Quelle: www.leichtzuschlag.de

Blähton ist ein Leichtzuschlag nach DIN EN 13055, der sich durch seine runde Kornform und eine geschlossene Oberfläche auszeichnet. Blähton wird aus blähfähigen Tonen industriell hergestellt. Die technischen Eigenschaften des Blähtons lassen sich – je nach gewünschtem Einsatz-gebiet – gezielt produzieren. Die Arbeitsgemeinschaft Umweltfreundliches Bauprodukt (AUB) sowie das Österreichische Institut für Baubiologie und Ökologie (IBO) bestätigen die guten ökologischen Eigenschaften des Blähtons.



Hersteller

Argex BVBA
www.argex.be
Dansk Leca A/S - Hingevarket
www.leca.dk
Fibo ExClay Deutschland GmbH
www.fiboexclay.de
Liapor GmbH & Co. KG
Werk Pautzfeld
www.liapor.com
Liapor GmbH & Co. KG
Werk Tuningen
www.liapor.com
Lias Vintirov GmbH & Co. KG
www.liapor.cz


Herstellung

Hierbei werden im wesentlichen zwei Verfahren unterschieden: Beim Leca-Verfahren wird der meist plastische Ton auf Halden homogenisiert und zwischengelagert. Danach erfolgt die weitere Aufbereitung des Materials in Zerkleinerungs- und Homogenisierungsaggregaten. Anschließend wird der Ton dem Ofensystem zugeführt. Beim Liapor-Verfahren wird felsiger Rohton homogenisiert, staubfein gemahlen und unter Zugabe von Wasser zu Kugeln granuliert. Nach der Bepuderung mit Kalksteinmehl werden die Granalien ins Ofensystem aufgegeben. In beiden Verfahren können im Bedarfsfall während der Aufbereitung geringe Mengen an Blähhilfsmittel zugesetzt werden.

Der Brennprozess erfolgt bei ca. 1200 °C in Drehrohröfen. Dabei verbrennen die organischen Bestandteile im Ton, wodurch der Ton expandiert und im Inneren der Granalien eine feine Porenstruktur entsteht. Die Oberfläche der Blähtonkugeln ist durch die Sinterhaut geschlossen. Nach dem Brennvorgang wird das geblähte und gebrannte Korn in speziellen Kühlanlagen mit Luft abgekühlt. Die Kühlluft wird in den Ofen zurückgeführt und somit Energie zurückgewonnen. Die beim Brennvorgang entstehende Verbrennungsabluft wird über Rauchgasreinigungsanlagen von schädlichen Bestandteilen befreit. Brennstoffe sind im wesentlichen Heizöl, Gas und Kohlestaub sowie biogene Energieträger.