Bims in den Gefachen (unbewohnt, Hütte)

15.06.2015 Sonnenblume



In meinem Garten steht eine 2-stöckige Fachwerkhütte von 1933. Ich möchte das Schmuckstück renovieren damit es weitere 80 Jahre durchhält und schön herrichten.

Die Hütte wurde damals als Schuppen für Gartengeräte gebaut, ist und bleibt unbewohnt und unbeheizt.

Wie auf dem Bild erkennbar, sind die Gefache alle mit Bimsstein ausgefüllt. Ich möchte diese Verputzen so dass sie glatt und weiß sind. Mir geht es dabei einfach um die Optik. Von Bims liest man aber nichts Gutes. Was kann ich da nehmen?



Gartenhaus



Was liest man denn so vom Bims was nicht gut ist?
Zum Problemchen:
Das Gefachmauerwerk empfehle ich zu Streichen (oder zu lassen wie es ist).
Je nach konkreter Nutzung des Hauses würde ich die Lüftungsebene oben durch eine Verbretterung ganz oder teilweise schließen.
Der Sockel bedarf sicher etwas Aufmerksamkeit damit die Grundschwelle sicher vor Staunässe ist.



Der Bims muss nicht raus,



wenn keine Schäden am Fachwerk erkennbar sind.

Wenn eine glatte weiße Optik gewünscht ist würde ich Kalkputz einsetzen und diesen weiß streichen.

Grüße aus Koblenz



Schöne Remise



Das Schmuckstück scheint ja in einem exzellenten Zustand zu sein. Glückwunsch.

Ich kenne derartige Hütten, aber selten hat man das Glück sie für das weiterverwenden zu können für das sie gebaut wurden. Das mit dem belüfteten Dachraum ist typisch. Bims ist lokales Gestein und offensichtlich wurden die Fugen auch für ein Sichtmauerwerk gemacht. Streichen kann nichts schaden, aber mit einem glatten Putz würde das Teil viel langweiliger aussehen.

Einfach mal eine persönliche Einschätzung.



Wozu mehr als weißeln? (Oder mit Erdpigment getönter Kalkputz?)



Dach ist schön. Wand ist trocken. Sockel ist verdeckt.

Selbst wenn die Luftdichtigkeit der Gefache (Ein Witz, weil ja für Durchzug gesorgt ist) nicht gegeben ist, weil die Ausmauerung eben Bimsbeton ist ... oder ?? ... so scheinen die Fugen sauber zu sein ... und vom Holz wird nicht etwas Negatives berichtet ... zumal es wohl in eher mildem, warmen Klima steht, auch wenn dort nur Württemberger statt Wein wächst ;-))
(Hier steht eine Testplatte Luftkalk-Hanf direkt auf dem Boden schon über den Winter an der Wetterseite und wurde nur in Sockelhöhe nass ... und trocken ...)

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Man kann eigentlich nur etwas falsch machen ... weil offensichtlich alles in Ordnung zu sein scheint
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Der größte Fehler kann wohl Acryldispersionsfarbe etc. oder kunststoffvergüteter (was nicht alles deklariert sein muß, wenn es keine Volldeklaration wie bei Hessler Kalk oder beim Kalk-Laden gibt) Putz sein ...

Bei der Körnigkeit des Bimssteins sollte ein Putz ohne Vergütung halten ...



Danke für die Hilfe



Zum allgemeinen Zustand des Gebäudes: das Dach ist an einigen Stellen undicht, ich werde es neu decken. Die Latten im zweiten Stock sind vor Allem an der Südseite verwittert und zum Teil gebrochen (das Bild zeigt die Westseite).

Der Sockel (Einkornbeton) hat ein paar Risse, das werde ich verputzen damit es wieder ordentlich aussieht. Mein Maurer hat mir dafür Zementputz empfohlen. An einer Ecke an der Nordseite ist ein leider Stück Sockel abgefallen (siehe Bild).

Die Balken des Fachwerks sehen alle noch sehr gut aus. Auch der Bimsstein und die Fugen sind in top Zustand. Ich bin froh, dass man den Bims dann nicht austauschen muss! Bei der Suche im Internet habe ich über Bims immer nur gelesen, dass der schädlich für die Balken wäre.

In den Bauplänen steht nur langweilig "Schuppen". "Remise" ist ein guter Ausdruck für das Gebäude. Ich nenne es "Schepfli" (bin aus Baden). Meine Großeltern hatten was ähnliches im Garten stehen und nannten es so. Aber die Bezeichnung setzt sich hier im Schwabenland nicht durch.

Ich werde also mal im Bau-Fachmarkt die Kalk-Abteilung durchforsten.
Danke für die Hilfe!