Bad-Außenwand

25.10.2010



Hallo,

ich habe ein Fachwerkhaus, welches ich gerade saniere. Mein Bad hat ca. 3 m² Außenwad, welche im wesentlichen aus 20 cm Hanf-Stampflehm mit Außenputz besteht. Der Rest der Außenwand besteht aus Fenster. Der übrige Teil des Bades besteht aus gefliesten Wänden.

Da der Wärmedämmwert nicht besonders gut ist, habe ich nun Sorge, dass ich in den kalten Jahreszeiten Tauwasserprobleme in dem Stückchen Wand bekomme. Ich befürchte, dass das bischen Lehmwand nicht den Feuchtehaushalt über den ganzen Winter regulieren kann und die Wand vielleicht nass wird.

Welche Möglichkeiten gibt es hier eine vernünftige Lösung zu finden? Kann ich das Stück Außenwand Abdichten und auch mit Fließen bekleben? Bitte helft mir!!!

Vorab schon mal Danke.



als



Erstes würde ich eine Zwangsbelüftung einbauen - Ventilator über Bewegungsmelder/Lichtschalter und Zeitgesteuert. Fliesen auf Lehm - da habe ich keine Erfahrung. Bin grundsätzlich gegen Bäder im OG von Fachwerkhäusern, wenn dann sogar Bodneinlauf einplanen - nur aus Sicherheitsgründen.



Denkfehler!!



Feuchtigkeit ist permanent und überall vorhanden. Nicht abdichten, sondern für ausreichend Abtrag der Feuchtigkeit sorgen. Fliesen oder andere wasserdichte und diffusionsdichte Materialien nur in den Spritzwasserbelasteten Bereichen einsetzen, also Dusche, Wanne und eventuell Waschtisch. Für die Aussenwand eventuell noch einen Lehmputz aufbringen und mit diffusionsoffenen Farben streichen, z.B. Sumpfkalkfarben.
Und Bäder auf Holzbalkendecken sind kein Problem, lediglich auf dem Fussboden ist eine wasserdichte Ebene zu schaffen, die an den Wänden etwas hochzuführen ist, um eventuelles Eindringen von Wasser in die Decke zu verhindern.
Und die auftretende Feuchtigkeit wird in einem normal genutzten und gelüftetem Bad kein Problem darstellen. Bei einem türkischen Dampfbad hätte ich vielleicht Bedenken, oder in einer Waschkaue, wo zum Schichtwechsel 150 Leute akkordduschen.
MfG
dasMaurer



Heizung



Würde es bezüglich der Trockenhaltung der Außenwand unterstützend wirken, wenn ich an die Wand einen Heizkörper anbringe, zum Beispiel so einen Handtuchhalter-Heizkörper?

Durch diesen häufigen Wärmeeintrag müsste die Wand doch schneller wieder austrockenen? Oder habe ich da einen Denkfehler?



Im Prinzip



ja, aber die Frage ist, wohin die Feuchtigkeit soll?
Wenn die Wand homogen, sprich Hohlraumfrei, diffusionsoffen und kapillar leitfähig ist, wird´s funktionieren.
MfG
dasMaurer