Wie? Aussendämmung von Bruch- / Sandsteinmauern von 30 bis 50 cm, teilweise als Ausmauerung einer Pfosten-Riegel Holzstruktur (in den OG)

04.08.2009



Geschätzte Mitglieder

Ich möchte das Haus mit Bruch- / Sandsteinmauern von 30 cm bis 50 cm, die in den oberen Geschossen als Ausmauerung einer Pfosten-Riegel Holzstruktur dienen, dämmen.

Ich denke an eine Aussendämmung, die direkt an die Fassade oder davor mit einem Abstand von einigen Zentimetern bis zu max. zwei Metern aufgebaut wird. Dieser Abstand bzw. Zwischenraum würde eine kontrollierte Belüftung durch die bestehenden alten Fenster ermöglichen, was wiederum gegen das Eindringen des beträchtlichen Aussenlärms helfen könnte.

Ich möchte zwischen diesen zwei Lösungen abwägen und stelle darum euch, dem geschätzten Forum folgende Fragen:

Ist eine Aussendämmung direkt an der Bruch- / Sandsteinmauerfassade machbar und empfehlenswert? Wie ist sie am besten zu realisieren und mit welchen Risiken, Vorteile und Nachteile ist sie verbunden? Gibt es allerseits anerkannte Fachliteratur dazu, die ich den Behörden (Ortbild- und Denkmalschutz) vorlegen könnte?

Ich hoffe mit euerer Hilfe weiterzukommen, stehe gerne für Auskünfte und Erklärungen zu diesem Fall zur Verfügung, danke und grüsse freundlichst

mmaconi





Außendämmung

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Ich verstehe nicht, was eigentlich geplant ist.
Beschreiben Sie das Problem, das Sie lösen wollen und versuchen Sie, Ihre Fragestellung klar zu formulieren.

Viele Grüße



Außendämmung



Sehr ausgefallen und abenteuerlich, diese Varianten.

Variante A:
Selbst im Obergeschoß nur eingeschränkt möglich, mehr wie ein paar cm Dämmputz gehen dort nicht, um die Ansicht der klassizistischen Fassade nicht zu sehr zu stören.
Im Erdgeschoss geht weder eine Thermohaut noch ein Dämmputz.

Variante B:
Eine Verglasung, auch nur eine Teilverglasung der gesamten Fassade bzw. des gesamten Gebäudes ist aus gestalterischen und Kostengründen völlig unrealistisch, es sei denn Sie haben ein paar Millionen zu viel auf dem Konto für die abenteuerlichen Baukosten und zur Bestechung sämtlicher Entscheidungsträger.

Variante C:
Ist technischer Schwachsinn, Sie stellen eine potemkinsche Verkleidung ohne Dämmwert vor die jetzige Fassade.

Das, was Sie mit "Täferung" bezeichnen, könnte eine annehmbare Lösung darstellen, wenn Sie damit eine Innendämmung meinen.
Allerdings sollte die zur Abwechselung mal keine Eigenkreation sein, sondern den Regeln der Technik entsprechen.

Viele Grüße





Danke für die Rückmeldung,

Ich möchte die Lösungen systematisch gegenüberstellen. Noch was zur Lösungsdefinition:

Lösung A: Aussenwärmedämmung direkt auf die Fassade

Lösung B: Aussenwärmedämmung als Leichtbaukonstruktion zum Teil verglast mit einem Abstand von der Sandsteinmauer variierend von 0.2m bis zu 2m

Lösung C (neu in der Betrachtung aufgenommen):Innenwärmedämmung

Nun zur eine erste rein bauphysikalische Beurteilung:

A: ca. 15cm Dämmung für eine gute Isolation nötig; Probleme könnte die Austrocknung der Sandsteinmauer darstellen (zerbröckelt dann?); die vorstehenden Fenstergewänder und Dekorationen müssten entfernt werden, weil sie sonst als Kältebrücke wirken würden; eine trockene Sandsteinmauer könnte sogar die Dämmwirkung verbessern (Porenbetonwirkung)

B: ca. 15cm Dämmung als Isolation und Teilweise Fixverglasung 2-Fach. Durch eine kontrollierte Zufuhr von Feuchtigkeit könnte der evtl. Austrocknung entgegengewirkt werden. Eine trockene Sandsteinmauer könnte die Dämmwirkung sogar verbessern (Porenbetonwirkung). Fenstergewänder und Dekorationen bilden keine Probleme

C: ca. 15cm Dämmung nötig; Bildung von Kondensation zw. Sandsteinmauer und Innendämmung mit evtl. Folgeschaden; die Sandsteinmauer bleibt feucht und kann von Innen nicht mehr erwärmt werden; die Dämmwirkung der Sandsteinmauer verschlechtert sich entsprechend

Ich möchte zuerst die Diskussion auf diesen Aspekt begrenzen; danach könnten Schutzwürdigkeit, Konstruktion, Kosten, Lärmschutz, Energieeffizient in anbetracht genommen werden.

Grüsst freundlich mmaconi

Bem.: die Holztäferung (ca. 1cm dick) besteht und ist schön; sie steht ca 5cm vor der Sandsteinmauer



Das ist das Ergebnis des Dämmirrsinns...



der in Deutschland stattfindet. Den Worten von Herrn Böttcher ist wirklich nichts hinzuzufügen.

Die Menschen sind einfach verunsichert, was sie tun sollen und die Ideen werden immer abenteuerlicher.
So eine Fassade sollte man erhalten und nicht verschandeln und zudämmen!
Der Dämmirrsinn breitet sich immer mehr aus. Sogar in Italien, Höhe Gardasee, 300 m übern Meeresspiegel werden Neubauten hingestellt und gedämmt.
Weil es da auch immer sehr "kalt" ist.
Grüße aus dem Leinebergland von C.Jaskulski



Rücknahme Anfrage



Sehr geehrter Herr Böttcher

Dass Sie, wie Sie schreiben, wissen, dass Sie nicht wissen weiss ich inzwischen. Das hilft mir aber nicht weiter. Dass ich nicht weiss, ist auch klar, sonst hätte ich nicht die Frage gestellt.

Dass Sie sich als einziger auf die Frage zurückgemeldet haben, bedeutet mir, dass Sie in dieser Frage die Meinung des Forums repräsentieren. Das nehme ich mit Bedauern zur Kenntnis (hatte ich interessantere Erfahrungen im Forum gemacht), gestehe dann mein Fehler, mich hier gemeldet zu haben und nehme gerne meine Frage zurück.

Haben Sie meine besten Wüsche für Ihre Tätigkeit

mmaconi



Fassadendämmung



Lieber Fragesteller,
warum haben Sie nicht einfach eine Frage gestellt, die nicht gleich die Antwort in sich trägt?

Zum Beispiel:
"Ich habe ein Haus mit folgender Außenwand, Baualter, Ausstattung... und denke über eine Fassadendämmung nach. Lohnt sich das, wie könnte sie aussehen?"

Jedenfalls machen das die anderen Fragesteller und die erhalten darauf meistens erschöpfende und hilfreiche Antworten.
Wenn Sie die Suchfunktion des Forums benutzen, werden Sie viele Fragen zum Thema finden, mit denen Sie sich einen Überblick zum Thema verschaffen können.

Viele Grüße



Hallo MMAC



hatten wir nicht bereits ueber RomanKalk und Romancement gesprochen?
Ich habe grosse Bedenken bei einer Aussendaemmung auf historischen Natursteinwaenden, insb. Sandsteine.
Mindestens im Sockelbereich duerften die Sandsteine sehr feucht sein, sprich eine in irgendeine Weise organische Daemmung waere fehl am Platz.
Was ginge ist mit einem NHL oder RomanKalk-Leicht, bzw. Waeredaemmmoertel koennen Sie eine leichtere Haut ueber Ihr Gebaeude ziehen. Wollen Sie die ganze Architekturoberflaeche nachbauen, oder wollen/koennen Sie die Fassade neu gestalten? Im Ersteren Fall waere das eine handwerkliche und technische Herausforderung.
Eine Daemmung von Innen geht nicht, oder fehlen da die Konzepte?
Gruss aus Israel
Norbert Hoepfer



Farbe entfernen, Daemmung



Hallo,
Ich denke bei der Farbe handelt es sich um eine mit einem sogenannten Dispersionsanteil (Kratztest mit Schluessel),..
also die Farbe zu entfernen ginge vielleicht, mit heissem, frisch geloeschten Kalk drueberstreichen, 1 Tag stehen lassen und dann mit Wasser, Buerste oder Drahtbuerste entfernen. Der heisse Kalk greift die Dispersion an, ein Versuch waers wert.
Ansonsten gibts von Scheidel auch vernuenftige Abbeizer:
http://www.scheidel.com/scheidel/start.asp
----- Gerade was die Innendaemmung betrifft, so benotigen Sie einen kapillaraktiven Baustoffe. Es gibt NHL oder RomanKalk-Waermedaemmputze, die anfallende Kondensfeuchte aufsaugen und abpuffern. Gerade wenn Sie die Innentaefelung behalten wollen, waere es gut wenn dahinter kein Schimmel entsteht. Bei folgendem Baustoffhaendler koennen Sie so etwas bekommen: www.steinhausen-naturbau.de
Oder rufen Sie doch einfach mal bei mir durch, ich bin jetzt fuer ne Weile in Deutschland.
Was Gussformen (Negative betrifft) hab ich einige Modelle jetzt gebaut, mit Holz und Silikon.
Gruss Norbert Hoepfer