WDVS auf Fachwerkfassade

25.05.2008



Welche Probleme kann es bei der Ausführung eines WDVS auf einer Fachwerkfassade geben???
Der Hohlraum zwischen Polystyrol und Fachwerk (Schienensystem)
könnte ggf. zu einer Feuchteansammlung führen???
Sind evtl. Systeme mit Mineralwolldämmung vorzuziehen???



VWS auf FW



Schönen Sonntag !

Na ja, das ganze paßt "baukulturell" irgendwie nicht zusammen. Abgesehen von diesem Mangel ist das Ganze auch zu klapprig, wenn nicht zusätzlich geklebt wird, was aber keiner macht, weil es nicht in den Datenblättern steht. Folge: dahinter zieht es !!
Mein System erster Wahl wäre immer noch eine Holzweichfaserplatte (Gutex, Pavatex, etc...), vollflächig mit der Zahnkelle verklebt und zusätzlich verdübelt.
Das hält - obwohl dafür nicht gemacht - die wackligste Scheune noch von außen mit einem "Außenskelett" zusammen, ist winddicht und sorgt zudem für einen homogenen Aufbau. Der sommerliche Wärmeschutz kann sich auch sehen lassen !
Sehen Sie mal bei Wärmedämmverbundsysthemen dieser Hersteller nach ! Darauf unbedingt einen vollmineralischen Putz und schon haben Sie ein zukunftssicheres System, das wahrscheinlich auch noch 10 - 15 Prozent preisgünstiger sein dürfte als das Schienensystem.

Grüße vom Niederrhein



Fachwerkdämmung



Im Forum wurde das Thema schon ausgiebig diskutiert. Z.B. hier:

http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/89927$.cfm

Hohlräume und nicht kapillaraktive Baustoffe sind in den meisten Fällen Gift für die Fachwerkkonstruktion.
Schließe mich Herrn Beckmann an und rate Ihnen zu einem homogen verbautem Holzweichfasersystem, wenn es denn eine Außendämmung werden soll.

Gruß vom Edersee



WDVS



Hallo ,
Ich schließe mich Herrn Beckmann und Herrn Josef an.
Man sollte sogar die Farbschicht auf den Fachwerbalken entfernen, um die kappilare Anbindung zu verbessern.
Im heißen Sommer wird das WDVS ("aus der Sicht der Sonne") zur einer Innendämmung, das Dampfdruckgefälle geht dann von aussen nach innen.
viele Grüße



Über das Thema



ist hier schon oft gesprochen wurden. Siehe links das Thema "Wärmedämmung".

Einen Aussendämmung funktioniert oft besser als eine Innendämmung. Aber hier gibt es auch Einschränkungen.

Eine Dämmung sollte in ein vollflächiges kapillar leitfähiges plastisches Mörtelbett geklebt und gedübelt werden. Das Dämmsytem sollte auch diffusionsfähig sein.
Auch sollte Aussenputz und Farbe in den Aufbau passen.

Also, informiere Dich gründlich und oder lasse Dich ausführlich von der ausführenden Firma beraten.

Ich denke hier im Forum gibt es bestimmt ein kritisches feetback.

Grüße Gerd