Neue Frage zur Kellersanierung // Entfeuchtung // Neuaufbau

04.01.2012



Hallo, wie schon geschrieben möchte ich meine 3 Kellerräume nun endlich nutzbar machen. Die 3 bauen sich wie folgt auf:
Kellerraum 1: Backsteinanbau mit Betonbodenplatte. Hat nasse Wände. Hier habe ich den Schimmelputz bereits vorständig entfernt und die Backsteine frei gelegt. Nun möchte ich mit Wasserglas eine Horizontalsperre von Innen errichten (von aussen kein rankommen) und anschließend mit Kalkputz neu verputzen.
Kellerraum 2: Sandstein / Bruchsteingewölbe. Erdboden. Nur eine sehr leicht Feuchtigkeit. Die Wände wurden bereits das erste mal mit Kalkputz verputzt. Auf den Boden wollte ich ein Unkrautflies legen und dann hellen Kies mit einem schmalen Holzweg in der Mitte einbringen.
Kellerraum 3: Lehmboden mit Sandstein / Bruchsteinwänden und Fachwerkdecke. Hier existiert leichte Feuchtigkeit. Leider auch an den Balken. Hier sollen die Wände ebenfalls mit Kalkputz oder Lehm verputzt werden. Die Decken vom alten Putz befreit und neu mit Lehm verputzt werden. Die Balken Schleifen und mit Leinöl einlassen. Hier war ich am überlegen ob ich die Balken vorher auch mit Wasserglas behandel. Was meint Ihr ? Der Boden soll eine Ausgleichsschüttung aus Splitt bekommen (max. 3 - 4 cm) und darauf sollen ebenfalls wie in den anderen Räumen Terrassen - Holzdielen aufgebracht werden.

Die heutogen Fenster (Kellerfester aus Blech mit Plexiglas - alle ca. 40 x 40 cm) sollen durch richtige kleine Fenster ersetzt werden. Hier zählt weniger das Licht. Viel mehr möchte ich den Keller bei Bedarf etwas heizen können aber auch immer mal wieder ordentlich Lüften können.

Was meint Ihr ??

Gibt es im Raum Gießen / Heuchelheim jemanden der sich da evtl. mal ansehen kann und mir Ratschläge hinsichtlich der Umsetzung geben kann. Kann und möchte mir hier eine teure Fachfirma nicht leisten.

Vielen Dank und ein schönes neues Jahr

Alexander Kaul



Nutzbar machen:



Wofür?

als Wohnraum sollen die Räume wohl nicht genutzt werden, oder?

Eine Horizontalsperre macht nur Sinn, wenn das Wasser von unten kommt. Da der Erdboden in den anderen beiden Kellern wohl im Rahmen des möglichen trocken ist, wird das Haus auch nicht auf feuchtem Grund stehen.
Ich würde zuerst an den feuchten Stellen den Taupunkt bestimmen und nachsehen, ob vielleicht Luft aus den Wohnräumen in den Keller dringt und an den kältesten Wänden kondensiert, ggf. außen Fallrohr nachsehen etc.
Über den Sinn und Unsinn von Horizontalsperren ist hier schon sehr viel geschrieben worden, das man das mit Wasserglas machen kann, habe ich aber noch nie gehört. Aber es gibt ja immer 'was zu lernen. (Das gilt auch für die Behandlung der Balken damit)

Zuletzt würde ich niemals ein Stück Holz in einen feuchten z.T. schimmeligen Keller dauerhaft auf den Fußboden legen, auch keine Terassendiele. Das wäre in der Tat ein Holzweg. Besser fände ich Gehwegplatten o.ä.

Gruß

Götz.





Hallo Götz, danke schoneinmal für die Antwort. Ich denke die feuchten Wände kommen daher, da der hinteres Teile des Kellers (nfeuchter Bereich) zu gut 3/4 im Erdboden ist und der vordere Bereich nur 1/2. Das Wasserglas habe ich von einem alten Maurer. Dies wurde früher sehr oft zur Verkieselung von feuchtem Mauerwerk eingesetzt. Der Hersteller schreibt, dass es auch für Fachwerkbalken funktioniert. Wobei ich hier eher vorsichtig sein werde. Ich werde heute ersteinmal den Hauptbalken ein wenig schleifen um zu sehen ob die Feuchtigkeit tiefer geht oder nur oberflächlich ist. Meine These war bisher: Das das Wasser aus dem Innenhof im Erdreich versickert ist und da das Grundstück leicht abschüssig ist von, von aussen unterirdisch vor die Wand schlägt. Leider komme ich von Aussen nicht ran. Sonst hätte ich schon aufgegraben.
Aus den oberen Räumen kann eigentlich nicht viel Wärme nach unten kommen. Ich könnte mir eher vorstellen, dass ich beim Lüften etwas falsch mache.