Drainage

26.07.2011



Hallo,
ich renoviere gerade mein Haus aus dem 18. Jh. Das Haus hat Hanglage und 30 cm unter dem Kellerboden steht das Grundwasser, das die Wände hochzieht und zu einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 100% im Innenraum führt, mit den üblichen Begleiterscheinungen wie Schimmel.
Nun habe ich angefangen, am Ende des Hofes gen Hang zu graben und bin bei 1,50 m Tiefe auf die Wasserführende Schicht gestoßen. Meine Idee ist nun, dieses Grundwasser umzuleiten.
Also grabe ich über die Grundstückbreite einen Graben mit Gefälle, zu dem quer dann ein Graben kommt, durch den das Wasser dann idealerweise fließen sollte.
Meine Frage ist nun, was in den Graben reinkommt: Steine, Kies, Schotter. Die hiesigen Handwerker meinen, das eine Schicht von 50 cm Steinen ausreichen würde. Darüber käme eine Folie und Erde.
Sie meinen, dass an der Wand des Grabens, die an der Hausseite liegt, eine Noppenfolie sinnvoll sei.
Über fachkundigen Rat wäre ich äußerst dankbar, darüber, wie der Graben dann idealerweise gefüllt werden sollte.

Vielen Dank

Volker



bei



so einer "Felddrainage" düfte das Material (vorrangig Kies 8/16 oder ähnlich nicht das primäre sein. Aber statt der FOLIE (was auch immer damit gemeint ist gehört umlaufend ein Filterflies oder Geotextil, um ein Verschlämmen von allen Seiten zu verhindern. Die 50 cm können durchaus etwas größer ausfallen. Mit der Noppenbahn ist das so eine Sache - 3-Lagig mit der Gleitfolie zum Haus. Mal unter der Produktanwendungsrichtlinie der Hersteller nachsehen!!



der Graben



liegt nicht direkt am Haus. Aus Sicherheitsgründen habe ich einen Abstand von ca. 1 m zum Haus gelassen. Ist ein Drainagerohr sinnvoll und wenn ja, kommt dieses direkt auf die Erde oder auf ein Kies-oder Sandbett?

Vlies werde ich auf jeden Fall verwenden.

Besten Dank

Volker



Sie müssen der Drainanlge auch beibringen, dass das Wasser nur weglaufen darf



Warum überhaupt eine Drainanlage?
Es dringt doch kein Wasser ein!
Die Feuchte kann alleine durch Tauwasser an der Innenseite entstehen.
Ihre Kellerwand ist kalt und die da kondensiert Wasser.
Gibt es dazu auch Bilder?



Doch,



es dringt leider Wasser ein und steigt über die Wand auf, die nicht gegen Feuchtigkeit von aussen isoliert ist und auch nicht isoliert werden kann, weil das Haus nur teilunterkellert ist und die zwei Räume gen Hang keinen Keller haben.
Das Tauwasser ist ein anderes Problem, für das ich noch keine Lösung habe, ausser tagsüber die Fenster geschlossen zu halten und nachts zu öffnen. Andererseits ist die Kühle im Raum ja auch sehr angenehm.
Für Ratschläge bezüglich des Tauwassers wäre ich natürlich auch sehr dankbar.

Beste Grüße und vielen Dank

Volker Reiter



Wer hat dies festgestellt und wie?



Ein sehr schlaues Wasser. Warum überschwemmt es dann den Keller nicht?
Spaß beiseite - wenn die Wände feucht sind, heißt dies nicht automatisch es dringt von außen ein.
Dazu lesen Sie sich bitte etwas mehr ein, bevor Sie Maßnahmen durchführen mit Fragezeichen.
Welche Abdichtungsarbeiten sind im Keller machbar/notwendig?
Immer wieder gibt es heftige Diskussionen welche Abdichtungsarbeiten im Keller notwendig sind.
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Wenn Keller an der Innenseite feucht sind, dann empfehlen sehr viele Fachleute: da hilft nur außen Aufgraben, Abdichten, Einbauen einer Drainanlage und dann auch noch alles mit einer Wärmedäm-mung versehen usw..
Vorab sollte jedoch immer genau geprüft werden, woher denn die Feuchte kommt?
Denn dies muss nicht immer von außen sein!
Diese Feststellung ist jedoch nicht einfach, und ich kämpfe oft gegen viele alte Vorurteile. Wenn ich ein feuchtes Objekt besichtige, stelle ich oft fest, dass eine Abdichtung überhaupt nicht möglich ist. Interessant ist, kaum jemand weiß, gegen welch drückendes Wasserwas, sollte abgedichtet werden und dann, auch noch wie?
Denn wenn eine Abdichtung (je nach Lastfall) sinnvoll sein sollte, so müsste man auch darüber dis-kutieren, wie hoch denn das Wasser an der Außenseite anstehen könnte. Aber auch wie unter dem Haus eine Ergänzung dieser Abdichtung hergestellt werden könnte. Viele Hausbesitzer wissen über-haupt nicht, ob Stauwasser entstehen kann und kennen auch die Grundwasserstände nicht.
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Meine erste Frage ist oft, wie hoch steht das Wasser im Keller?
Die Antwort ist meist - Wasser steht nicht im Keller, „nur“ die Wände sind feucht.
Dies wird dann davon abgeleitet, dass Wasser eindringen muss, wenn innen die Wände feucht sind. Dass es auch noch andere Möglichkeiten von Feuchteschäden im Keller gibt, ist oft erst nach einer längeren Diskussion verständlich.
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Ein Beispiel aus meiner Praxis.
An einem großem Gebäudekomplex in der Bundeshauptstadt wurde die Planung für die Abdichtung von einem namhaften Planungsbüro durchgeführt. Bei der Diskussion ergab sich dann, dass die Ab-dichtung so ausgeführt werden solle, dass diese einen Wasserdruck von
1,5 Meter standhalten müsste. Dies auch deswegen, weil in unmittelbarer Nachbarschaft ein Wasser-lauf war.
Dieses Gebäude war aus Ziegelstein gemauert und es war schon vorgesehen, dass als Abdichtung im Mauerwerkquerschnitt die Abdichtung mit Chromstahlplatten ausgeführt werden sollte. Nun ist zwar das Verfahren durch Eintreiben der Chromstahlplatten als eines der sichersten Verfahren gegen ka-pillare Saugfähigkeit anzusehen. Es ist jedoch nicht geeignet, um eine Abdichtung im Querschnitt gegen Wasserdruck herzustellen. Da Wasser (als Flüssigkeit) ja durch die Anschlussfugen zwischen den Chromstahlplatten eindringen könnte.
Des weiteren wurde diskutiert wie dem Wasserdruck von 1,5 Meter Wassersäule entgegen gewirkt werden könnte. Dabei ergab sich, dass zumindest im Bodenbereich eine 75 cm starke Betonplatte eingebaut werden müsste um diesem Druck stand zu halten. Außerdem müssten auch die Wände in einer Art Wanne nach den statischen Erfordernissen wasserdicht angeschlossen werden. All diese Maßnahmen waren jedoch sowohl räumlich als auch technisch als sinnwidrig bezeichnet worden.
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Bei der weiteren Diskussion ergab sich, dass auch eine Abdichtung mit anderen Verfahren und Pro-dukten nicht besser abschneiden könnte.
Nach dieser Diskussion habe ich mir erlaubt zu fragen, wie oft der Keller im Laufe der letzten Jahre mit den Problemen eindringenden Wassers belastet wurde, dabei stellte sich heraus, dass in den letz-ten 100 Jahre nie Wasser eingedrungen ist. Hierbei zeigt sich natürlich wieder ganz deutlich, dass al-leine wegen der spekulativen Stauwasserhöhe ein nicht zu vertretender Aufwand betrieben worden wäre.
Es gab noch viele Diskussionen, aber ich konnte mich letztendlich durchsetzen, dass dann auf eine Abdichtung, sowohl im Mauerwerksquerschnitt als auch gegen aufstauendes oder drückendes Was-ser ganz zu verzichten ist.
Stattdessen konnte ich den Vorschlag einbringen, dass eine Instandsetzung mit dem I-Bau-System © geeignet ist. Dabei handelt es sich um eine Instandsetzung der durch Feuchte und Salz geschädigten Wandinnenseite. Durch das Aufbringen einer dampfdichten Folie mit einem aufgebrachten Putzträ-ger - auf den dann in der Regel mit Sanierputz eine trockene Oberfläche herzustellen ist.
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Eine Abdichtung an der Außenseite, sowie an der Unterseite im Mauerwerksquerschnitt könnte zwar auch eine „trockenere“ Wand ergeben. Es bleibt die Frage, ob dies nachträglich technisch überhaupt herzustellen ist?
Dabei ist zu berücksichtigen, dass trotz dieser sehr teuren Maßnahme (Abdichtung von außen) an der Innenseite die gleiche Problematik, nämlich die Tauwasserentstehung und damit der Wechsel zwi-schen - feucht und trocken - weiterhin stattfinden würde, was zu den bekannten Problemen führt. Nämlich, dass durch diesen Wechsel, Salze
a) Feuchtigkeit (hygroskopisch) aufnehmen, und
b) beim Abtrocknen einen sehr hohen Druck durch die Kristallisation aufbauen werden und weiterhin die Oberflächen zerstören bzw. schädigen.
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Der Bierkrug im Sommer gibt ein gutes Beispiel.
Um zu verdeutlichen welche Problematik gelöst werden muss, gebrauche ich gerne den Vergleich: Man denke an einen schönen Biergarten, vor sich eine schöne kühle frische Maß und jedem wird so-fort klar, dass der Maßkrug an der Außenseite beschlägt, d.h. es entsteht sehr schnell Tauwasser auf Grund der Feuchte in der warmen Luft und der kalten Oberfläche des Kruges. Wobei kein Mensch auf die Idee käme, diesen Krug an der Innenseite Abdichten zu wollen, um an der Außenseite das Tauwasser wegzubringen.
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Neben den vielen eigenen Messungen, sowohl der Temperaturen als auch der Feuchte in Kellern, verweise ich insbesondere auf Arbeiten von Herrn Prof. Dr. J. Dreyer und Herrn Dr. Clemens Hecht von der TU in Wien.
Denn daraus ergibt sich eindeutig, dass es bei Feuchteschäden im Keller sehr oft "nur" Tauwasser-probleme sind.
Außerdem kam Prof. Dr.- Ing. L. Weichert (ehemals Universität der Bundeswehr München), bei Feuchte,- und Temperaturmessungen an Gebäuden, ebenfalls zu solchen Ergebnissen.
Deren Ergebnisse sind bei meinen Überlegungen entscheidend mit eingeflossen, nach abwägen von Aufwand und Ergebnis, und insbesondere der Kosten eine Instandsetzungen „nur“ noch von innen durchzuführen.
Daraus kann auch abgeleitet werden, wenn es gelingt, dass die Salze in Lösung bleiben (die Mauer also feucht bleibt) und auch die damit zusammenhängenden Kristallisationsprobleme an den Ober-flächen wegfällt und außerdem die Feuchteabgabe in dem Raum verhindert wird, dann sind diese Keller hochwertig zu nutzen. Im Bedarfsfall ist es ohne Problem auch eine Wärmedämmung in das System einzubauen.
Nur Nichtfachleute suggerieren den Hausbesitzern, dass durch die Feuchte, die Wände bzw. Mauern geschädigt werden. Es werden nur Ängste geschürt, es stimmt einfach nicht, denn weder der Ziegel noch der Mörtel fault. Logisch ist aber auch, dass es hinter Sanierputzsystemen (auch mit Dicht-schlämmen) auch feucht bleibt. Wände „atmen“ schließlich die Feuchte nicht aus.
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Noch ein Beispiel aus meiner Praxis:
1994 landete eine sehr umfangreiche Ausschreibung für die Instandsetzung der „neuen“ Architekten-kammer Bayerns auf meinem Schreibtisch.
Darin war - wie bei solchen Vorhaben üblich - davon die Rede, „das Gebäude außen aufzugraben, eine neue Abdichtung und eine Wärmedämmung aufzubringen...“ usw. Um ein Angebot für die Ab-dichtungsarbeiten auszuarbeiten, begab ich mich zur genaueren Inspektion vor Ort.
Es handelte sich um ein Gebäude aus der Jahrhundertwende mit mehreren Anbauten, einer überdach-ter Auffahrt, sowie einer großen Terrasse und Treppenaufgängen mit schönem Natursteingeländer.


Architektenkammer München in der Waisenhausstrasse erbaut 1906

Ich stellte fest, dass die Arbeiten gemäß der Ausschreibung nicht oder nur mit unverhältnismäßig ho-hem Aufwand durchführbar wären. Außerdem habe ich darauf hingewiesen, dass immer die Gefahr besteht, wenn außen aufgegraben wird, eine Entlastung durch den Anpressdruck (aber auch durch die fehlende Auflast) entsteht, und erst recht durch das Verdichten beim Auffüllen Verschiebungen der Wand aber auch Risse auftreten können.
Deswegen machte ich den Alternativvorschlag, das Gebäude mit dem von uns entwickelten I-Bausystem© nur von innen zu bearbeiten. Dieses besondere System bietet ein neues, außergewöhnli-ches Verfahren für die Trockenlegung und Instandsetzung feuchter Keller, die gegenüber den alther-gebrachten Methoden neben Zuverlässigkeit und erheblich geringerem finanziellen Aufwand eine Vielzahl weiterer Vorteile hat.
Es war nicht einfach, beim Bauherrn eine Lösung durchzusetzen, die der traditionellen Methode wi-dersprach. Letztendlich jedoch konnte ich ihn vollends von den Vorzügen des I-Bausystems über-zeugen. Dabei waren nicht nur die nicht unerheblichen Kosteneinsparungen von ca. € 900.000 (da die Außenbauteile nicht ab- und wieder angebaut werden mussten), sondern auch die kürzere Bauzeit und schnellere Wiedernutzung wichtige Entscheidungshilfen.
Seit der Instandsetzung ist der gesamte Kellerbereich als hochwertiger Bürobereich und zum Teil als Wohnung genutzt.
Letztendlich wird die von unserer Firma seit über 25 Jahren gemachte Erfahrung mit dem
I-Bausystem bestätigt, dass durch eine sogenannte Innen-Instandsetzung die Mauer, aber auch der Beton zwar feucht bleibt, aber damit eine kostengünstige und sichere Sanierungsmöglichkeit möglich ist.

In diesem Zusammenhang ist auch zu fragen, was hilft in einem solchen Fall eigentlich eine Drainanlage?
Hierzu wird auch sehr oft kontrovers diskutiert.
Ab wann ist eine Drainanlage sinnvoll?
Ab wann ist ein Kiesgraben immer eine sinnvolle Maßnahme und auch eine Verbesserung?
In den letzten Jahren wird sehr oft auch bei alten Gebäuden um das Haus aufgegraben und eine Drai-nanlage eingebaut, sowie ein Kiesgraben bis zur Oberkantegelände hochgezogen und dies alles führt sehr oft eher zu einer Verschlechterung als zu einer Verbesserung.
Vorab muss erwähnt werden, dass die Abdichtungsnorm DIN 18195 auch einen Hinweis auf eine einzubauende Drainanlage nach DIN 4095 vorsieht. Es ist jedoch auch klar, dass diese Normen nur für den Neubau gelten und auch nur dann, wenn feststeht, dass es darum geht, Abdichtungen vor er-höhtem Wasserdruck zu schützen.
Ganz andere Überlegungen müssen bei einem alten Gebäude mit einfließen und auch abgewo-gen werden.
Sehr oft wird bei einer nachträglichen Instandsetzung mit einer Drainanlage der gewünschte Effekt – „ein trockener Keller“ nicht erreicht, bzw. manchmal auch das Gegenteil bewirkt, insbesondere bei alten Gebäuden.
War bisher Erdreich - und Humus am Haus, durch diese konnte nur sehr wenig Wasser eindringen. Nach dem Herstellen eines Kiesgrabens und einer Drainanlage wird das Wasser von der Oberfläche und auch das Regenwasser von der Fassade regelrecht „angesaugt“ und um die gesamte Hauslänge verteilt.
Dies führt oft dazu, dass an allen Stellen d.h. rund ums Haus Feuchtigkeit in erhöhtem Maße vorhan-den ist. Es ist immer nur ein Wunsch, dass das Wasser durch die Drainanlage nur abläuft.
Wer jedoch wie ich, sich lange genug mit dieser Thematik beschäftigt weiß, dass sich Drainanlagen, aber auch der Kies mit Pflanzen und Schmutz oft zusetzen. Ob dann noch der gewünschte Erfolg möglich ist bleibt fraglich.
Ebenso findet dann, wenn Kies als Auffüllung eingebaut wird, in den oberen Randbereichen ein ständiger Wechsel zwischen feucht und trocken - nicht nur über das Wasser, sondern auch über die Kondensation statt. Dieser Wechsel zerstört oft die mit Sockelputzen ausgeführten Bereiche.

Und weiter kann beim Wiederauffüllen und dem Verdichten oft ein größerer Schaden durch die Vib-ration des ganzen Hauses entstehen.
Beim Verdichten entstehen beträchtliche - auch seitliche Drücke, und können die Wand eindrücken aber auch vom Auflager verschieben. Dies kann auch wieder zu einer Undichtigkeit führen.
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Es ist also nicht ganz so einfach, immer das Richtige zu tun.
Es bleiben sicher noch genügend offene Fragen.
In all diesen Fällen ist es auch wichtig zu untersuchen, ob es sich um Stau,- oder gar um drückendes Wasser handeln kann.
Eine genaue Prüfung z.B. nach Merkblatt WTA* ist sicher besser als der oft erwähnte Spruch – „das haben wir schon immer so gemacht“.



Vielen, vielen Dank



für die sehr ausführliche Antwort. Als ich den Kellerboden erneuert habe, habe ich festgestellt, dass das Grundwasser tatsächlich 30 cm unter dem Fußboden steht. Ich habe dann an der Seite zum Hang hin im Innenraum eine Grube gelassen, um die Situation weiter beobachten zu können. In die Grube habe ich eine Pumpe mit Schwimmer gestellt und in den Hof ein 200 Liter Faß. Das Faß füllt sich täglich, bei starken Regenfällen springt die Pumpe häufiger an, im Winter seltener. Gerade in den Ecken zu den Aussenwänden hin ist die Feuchtigkeit so, dass sich Konturen an der Wand abzeichnen. Leider ist der Sockel aus Beton gegossen, ansonsten habe ich 1 m dicke Wände aus Natursteinen. An diesem Sockel bildet sich Feuchtigkeit und Schimmel und es ist offensichtlich, daß hier das Wasser von unten kommt. Den Fußboden habe ich dann mit Bitumbahnen aggedichtet, bei den Wänden ist das nicht möglich. Ich bin mit sicher, dass auch Tauwasser ein Problem ist, aber eben nicht das einzige, da das Wasser tatsächlich 20 cm unter dem Fußboden läuft und so die Wände hochsteigt. Bei den Nachbarn steigt das Wasser dann auch z. T. bis zu den Dielen auf.
So habe ich auch einen elektrischen Luftentfeuchter eingesetzt um vor allem dem Schimmel entgegen zu wirken.

Nach langer Überlegung bin ich so zu der Überzeugung gelangt, dass eine Drainage den Zustand verbessern könnte.

Fraglich ist für mich, ob es Sinn macht, den Betonsockel, etwa 70 cm hoch, von innen abzudichten.

Besten Dank noch einmal

Volker Reiter



Lüftung



Hallo

Ich wohne ebenfalls in einem Haus mit "nassem" Keller und wenn es stark regnet,wie in den letzten Tagen;Wochen(gefühlt Monate)steht da auch schon mal Wasser drin.Hanglage ,Quellgebiet.
Das untere drittel ist eigentlich immer feucht und das war wohl auch immer so,fast alle alten Keller hier sind als Nasskeller angelegt und wenn die Lüftung und der Belüfter funktionieren schimmelt nix im Keller!
Wie sieht das bei ihnen aus? Eine Drainage ist mehr als nur ein Schlitzrohr verbuddeln.Allein die Frage wohin mit dem Wasser,illegal einleiten(sehr verlockend)Sickerschacht(sehr teuer)Nutzung(aufwändig)......
Bevor ich tausende Euros in etwas reinstecke ,wo ich nicht wirklich weiß ob das mein Problem löst,frage ich mich ob ich nicht mit meinem nassen Keller leben kann,wie einige Generationen vor mir das getan haben.Und es hat auch nicht geschadet,die beste Substanz in diesem Haus ist das Bruchsteinfundament....

Grüße Martin



Na dann habe ich umsonst so ausführlich darüber berichtet



Die Frage auf die es ankommt wurde leider nicht beantwortet.
Wer hat festgestellt, dass die Feuchte aufsteigt und dies - wie?
Zu bedenken ist noch:
- Es dringt kein Wasser ein
- mit einer Drainanlage kann viel zerstört werden
- es kann Wasser auch hingeleitet werden,
und innen erreichen Sie keinerlei Änderung, denn die kältere Oberfläche ist nun mal unten.
Und gerade hier kommt es vermehrt zu Tauwasserbildung.
Dies habe ich nicht geschrieben, um den "Fragenden" weitere Tipps zu geben, sondern auch um denjenigen Lesern - ähnlicher Probleme auch andere Argumente zu öffnen.



Trotz allem



waren Deine Ausführungen für mich hilfreich. Es gibt tatsächlich zahlreiche Indizien dafür, dass Wasser aufsteigt und grundsätzlich ist es ja so, dass heutzutage eine diesbezügliche Sperre eingebaut wird, was bei meinem Haus aus dem Jahre 1756 nicht der Fall ist. Der hintere Kellerraum liegt klar unterhalb der grundwasserführenden Schicht, Die Deckenbalken zum Erdgeschoss hin waren an der Hangseite durchgemodert, an der anderen Seite jedoch vollkommen OK. Also steigt Feuchtigkeit im Mauerwerk auf und zwar relational zur Entfernung zum Grundwasser.

Beste Grüße

Volker



Dies ist nur Ihre Vermutung, aber trotzdem falsch



Die Feuchte steigt nicht so hoch!
Aber der untere Teil ist wesentlich kälter, daraus erfolgt der Schaden - aber eben aus Tauwasser.



In diesem Falle



wäre ja jede Isolierung von Kellerwänden gegen Feuchtigkeit und Sperren gegen aufsteigende Feuchtigkeit unnötig, da kein Wasser aufsteigt.
Ich bestreite ja gar nicht, dass auch Tauwasser ein Motiv ist, aber es ist schon sehr auffällig, dass die Wand zum Hang hin Probleme mit Feuchtigkeit im unteren Bereich hat, die anderen Wände, die ebenso unterirdisch sind, wesentlich weniger betroffen sind. Und wie gesagt, die Wand zum Hang hin ist unter Grundwasserniveau.

Beste Grüße

Volker



Nicht immer unnötig, jedoch oft falsch oder...



..gar überflüssig und manchmal auch Kontraproduktiv!
Erst Recht bei nachträglichen "Abdichtungen".
Aufwand und Ergebnis sollten in einem vernünftigen Verhältnis sein.
Wenn - wie Sie geschrieben haben kein Wasser eindringt - für was dann der Aufwand?
Sie sollten den (sicher etwas langen) Beitrag oben nochmals genau durchlesen.



@ Volker



hast Du denn nicht mal ein Übersichtsfoto vom Obejkt deiner Probleme, wo man mal Hang, Hauslage und Umgebung erkennen kann. Du bekommst hier Fachwissen und Meinungen um die Ohren gehauen, die sich zum Teil wiedersprechen und keiner hat es bisher gesehen.



Nochmals vielen Dank,



ich habe den ausführlichen Beitrag noch einmal gelesen und ihn mir auch zu Herzen genommen. Wie gesagt, ich möchte ungefähr 10 m. hinter dem Keller, am Fuße der Stützmauer zum Hang, das Grundwasser umleiten. Dieses fließt in diesem Bereich ca. 80 cm unter der Oberfläche. Es geht mir nicht darum, alles vollkommen trocken zu legen, sondern lediglich den Grundwasserspiegel zu senken. Die natürliche Schutzschicht neben den Wänden möchte ich nicht anrühren.
Diese Umleitung des Grundwassers führt auch nicht zu einer völligen Isolation desselben, da ich nur auf der Länge meines Hofes graben kann, bei den Nachbarn natürlich nicht und das ist wahrscheinlich auch gut so.
Im Keller hat mein Vorbesitzer von innen bis unter das Fundament gebuddelt und dann von innen einen Betongürtel gegossen. Damit ist er unter den Grundwasserspiegel gegangen. Ursprünglich hatte der Kellerfußboden eine Steigung und die alten Baumeister haben einen konstanten Abstand zum Grundwasser gehalten, der gerade Fußboden war ihnen scheinbar nicht so wichtig. Entsprechend hat mein Haus auch kein Fundament, sondern lediglich 1 m dicke Mauern aus Naturstein. Weiter oben haben sie dann mit Ziegeln weiter gemauert, wohlwissend, dass der Naturstein der aufsteigenden Feuchtigkeit standhält. Ursprünglich wurde der Keller dann auch als Lagerraum verwendet, ich nutze ihn aber als Wohnraum.
Es geht mir ja auch nicht darum, alles vollkommen trocken zu legen, nur das Grundwasser ist bedrohlich nah und würde ich es nicht abpumpen, würde es auch ins Haus eindringen.
Es geht mir darum, insbesondere im Bereich des Betonsockels Schimmelbildung zu vermeiden. Daher finde ich in dem ausführlichen Beitrag interessant, dass auch eine Isolation von innen möglich ist. Wäre dieses auch mit Schweißbahnen möglich? Ist evtl. eine dünne Wärmeisolation am Betonsockel sinnvoll?
Was kann ich gegen das Tauwasser unternehmen?

Heute abend mache ich einige Bilder, die ich dann ins Forum stelle.

Beste Grüße

Volker Reiter



Nun gut, dann lesen Sie auch die Schrift Nr. 12...



..auf der Seite von:
http://www.isarbautenschutz.com/schriften/maerz2005/12_i-bau-kontra_sanierputz_neu_2.pdf
.
Frage: wie oft läuft denn die Pumpe im Jahr und dann wie lange?
Wie viel Watt hat das Gerät?



ich habe den Beitrag gelesen.



Nun habe ich aber einen Gewölbekeller. Über dem Gewölbe ist bisher noch Schutt, aber ich denke, diesen zu Entfernen und bis zum Fußboden einfach Luft zu lassen. Der Dielenfußboden wird dann auf Balken angebracht, die ich in die Wände einlasse.
Somit wäre die Abdichtung von innen tatsächlich nur für den Sockel relevant, oder?

Vielen Dank für die Geduld!

Volker



Ob mit oder ohne Auffüllung ändert die Temperatur auch nicht wesentlich



Da ist wichtiger was Herr Bötcher (hier in den letzten Beiträgen) auch schon öfter geschrieben hat - der Sockel muss Wasser abweisend ausgeführt werden mit allen was so dazu gehört.
Sockelputz; Abdichtung und wasserabweisender Anstrich. Gefälle weg vom Haus usw..
Aber auch die richtige Heizung - an der richtigen Stelle muss es ausreichend warm werden.