Kamin versottet im unbeheizten Spitzboden

30.04.2008


Guten Morgen.. erstmal die baulichen Gegebenheiten:
2 stoeckiges Haus, mit 2 Kaminen (je 2 Zuegen), seit Herbst 2007 Kaminofen 4-8 kW (mit Holz und Holzbriketts befeuert) der dazugehoerige Kamin geht durchs Zimmer meines Sohnes (1. Stock) und dann durch den unbeheizten nicht isolierten Spitzboden. Nun zum Problem: An der Zimmerdecke des Sohnes im Uebergang zum Spitzboden bilden sich braune Flecken und es riecht nach Rauch/Versottung. Wir haben wohl den Fehler gemacht die Zuluft zum Kaminofen waehrend der Nacht und in Abwesenheit zu sehr zu drosseln => Rauchentwicklung (das verbrannte Holz war abgelagert). Am zweiten Kamin ist im Keller die Oelheizung angeschlossen, dieser ist auf dem unbeheizten Spitzboden mit Glaswolle und einer Aluminiumfolie verkleidet um wohl die Innentemperatur des Kamins zu erhoehen und den Kondenspunkt weiter Richtung Kaminoberkante zu verschieben??? Hier sieht alles sehr gut aus. Lange Rede, kurzer Sinn: Ist das eine gaengige Methode? Gibt es vielleicht bessere Alternativen? Ein Edelstahlrohr einzuziehen halte ich eigentlich nicht fuer notwendig, da das Haus frueher ausschliesslich ueber einzelne, in den Zimmern verteilte Oefen geheizt wurde...?!? Im Moment feuere ich noch einmal richtig, um zumindest meinem Sohn den Gestank zu vertreiben und den Kamin trocken zu bekommen. Mein Kaminkehrer konnte sich das nicht so schluessig erklaeren, meinte aber auch, dass wir wohl zu geizig gefeuert haetten. Zu der Kaminverkleidung hat ich ihn noch nicht befragen koennen, wollte aber gern auch noch Eure Meinungen hoeren/lesen... Freue mich auf die Ratschlaege, denn der Kaminofen ist mir sehr ans Herz gewachsen :-)



Kamin versottet im unbeheizten Spitzboden



Hallo,
Eigentlich sollte Ihr Bezirksschornsteinfegermeister Sie hier besser beraten.
Ist schon "Glanzruß" in Ihrem Schornstein entstanden?
Das kann zu einem gefährlichen Schornsteinbrand führen.

Wenn Sie den Schornstein im kalten Spitzboden warm einpacken, wird sich die Situation erheblich verbessern. Alu-Folie würde ich aber weglassen.

viele Grüße





Bei modernen Holzöfen reicht die Abgastemperatur gerade aus, um den notwendigen Zug zu erzeugen; im Kamin sollen sich die Rauchgase also möglichst wenig abkühlen. Die beste Lösung ist, ein Edelstahlrohr einziehen lassen und den Kamin isolieren, weil sich beim Anfeuern im kalten Kamin immer Kondenswasser bildet.



Ich schließe mich meinen Vorrednern an...



...die alten Öfen von früher haben halt das Meiste der Wärme rausgeblasen, da hat es leidlich funktioniert (Sottflecken nur knapp unterhalb des Dachdurchgangs). Die heutigen haben einen zu hohen Wirkungsgrad. Entweder den Kamin einpacken oder das Dachgeschoß beheizen :-). Wie du die Flecken wieder wegbekommst, steht auf einem anderen Blatt....

Gruß Patrick.



Danke, für die Anteilnahme :-) ...



... ich hab jetzt erst einmal den Kamin im Spitzboden mit 18cm Glaswolle ummantelt. Durch das, eigentlich nicht mehr notwendige, Heizen läßt der Geruch im Zimmer meines Sohnes spürbar nach. Ich hoffe den Kamin damit trocken zu bekommen ;-). Werde jetzt die Flecken erst einmal beobachten und ihnen mit 'Schellack' zu Leibe gehen. Meinen Kaminfeger hab ich auch gesprochen, Glanzruß schließt er aus, da ich ausschließlich Hartholz und Hartholzbriketts verfeuert habe. Er kommt sich die Sache mal ansehen. Falls ein Edelstahlrohr von Nöten sein sollte, hoffe ich das die Möglichkeit besteht es nur bis Oberkante Zimmer, Unterkante Spitzboden einziehen zu können. Ansonsten geht der Heizeffekt für das Zimmer meines Sohnes verloren.
Tja, Kaminofen ist wohl doch nicht so einfach wie ich dachte ;-). Nächstes Mal würde ich nicht einfach so losfeuern, sondern mich ein wenig mehr mit den Funktionen der Ober/Unterluft auseinandersetzen...
Ich werde nochmal Laut geben wie der Kamin und die Maßnahmen fruchten?!?
Danke auf jeden Fall Für Eure Unterstützung
Gruß
Peter