Aufbau Fußboden mal wieder...




Ich weiss, leidiges Thema, aber ich habe nichts passendes dazu gefunden. Aufgrund eines Wasserschadens musste ich den kompletten Bodenaufbau in der Diele in meinem Fachwerkhaus herausreissen und entsorgen. Im Durchschnitt 8 cm fehlen nun, die müssen wieder aufgebaut werden. Nach der Entsorgung des vergammelten Aufbaus habe ich eine ziemlich alte Betonoberfläche vorgefunden. Diese ist mit Sicherheit vor Jahrzehnten direkt auf Erdreich oder evtl. vorhandene Backsteine / Sandsteinplatten gegossen worden. Sie ist oberflächlich trocken und auch noch heil, abgesehen von derben unebenheiten. Ich gehe aufgrund des Alters zu 99 % davon aus, dass sie nicht gegen Feuchte von unten gesperrt ist. Auch bilden sich Feuchteflecken an Stellen, bei denen mehrer Tage etwas auf dem Beton lag. Ich habe vor, direkt auf den Beton trockenen Split als Ausgleichsmasse für den folgenden Aufbau aufzubringen. Dieser ist zu Genüge da, daher diese Wahl. Die Frage ist jetzt, ob ich die Betonoberfläche trotz der kapillarbrechenden Schicht Split vor dem Einbringen des selbigen noch mit PE oder Schweissbahn absperren sollte. Ich meine, dass ist nicht nötig, oder liege ich da falsch?



Wie weiter



was ist denn Dein geplanter Aufbau für die fehlenden 8 cm ?
(nur Splitt reicht keinesfalls!)



Auf den Split...



...ein Art Sperrfolie, auch und insbesondere gegen die Reibung. Dann entweder zwei Lagen OSB und direkt belegen, oder aber Plan B: Fußbodenheizung mit Trockenbauelementen, darauf dann Platten und Belag. Für beide Varianten ist genug Split da. Und beides mit 8cm realisierbar. Bin mir noch nicht schlüssig. Bei beiden Varianten wäre der Aufbau mehr oder weniger diffusionsdicht, deswegen die Frage ob ganz unten auf den Betonboden eine Sperrsicht muss oder nicht.



Fußbodenaufbau



- Verbundestrich bzw. Ausgleichsspachtel,
- Fußbodendämmplatten nach Verarbeitungsvorschrift verlegen,
- Fliesenbelag, Laminat...

Beispiele:

http://www.wedi.de/anwendungsbereiche/bauplattenanwendungen-innen/bodenanwendungen/mineralische-untergruende/

http://unger-diffutherm.de/produkte-systeme/udidaemmplatten/

http://www.steico.com/produkte/ueberblick/
Vergessen Sie den Splitt.
Unter die Holzfaserdämmstoffe gehört eine Abdichtung.



OK,



sie als Fachmann beschreiben den Königsweg, sehe ich ein. Aber was genau spricht gegen den Split? Trocken, bombenfest, super abziehbar, kappillarbrechend, schwer, schalldämmend usw. Als Nachteile käme mir eine eventuelle Staubentwicklung in den Sinn, aber mehr fällt mir nicht ein. Und nochmal zur Ursprungsfrage, ganz theoretisch gefragt, müsste unter den Split eine Schweissbahn o.ä. oder nicht? PS: Estrich möchte ich vermeiden. Dämmung ist mir auch nicht wichtig. Der Fußbodenaufbau vorher war gedämmt. Seit geraumer Zeit ist er jetzt schon draußen. Ich merke KEINERLEI Temperaturunterschiede, keinen Mehrverbrauch an Holz oder Heizöl, absolut nichts. Selbe Feststellung übrigens auch an einer zuvor per Innendämmung gedämmten Außenwand. Keinerlei Unterschied. Aber das nur am Rande.



Fußbodenaufbau



So bin ich nun mal.
Ich weigere mich Fragestellern mängelbehaftete Lösungen, sprich Pfusch, aufzuzeigen. Hier lesen nämlich noch andere mit die dann denken könnten- das haben Fachleute empfohlen also wird das schon richtig sein.
Unter Splitt verstehe ich übrigens ein gebrochenes und gesiebtes Naturgestein der Korngruppen 5 bis 32 mm.



Was



wäre hier der Pfusch? Was genau spricht denn jetzt gegen Splitt? Bitte klare Antworten, bitte keine Umschweifungen, ich will nicht orakeln müssen. Sonst werde ich auch nicht schlauer. Genau das will ich aber werden! Also bitte auch mal ohne Umwege dem motivierten Schlichthandwerker, der ich nun mal bin, gerecht auf das, was er wissen will, antworten. Wenn das nicht im Rahmen des Möglichen ist, dann bitte gar nix schreiben, denn das hilft nicht die Bohne. Daaaaaaaanke



Splitt



Splitt als Ausgleich halte auf Beton halte ich nach 30 Jahren Bauhandwerk für Qautsch. Warum - Baugefühl - so eine Lösung habe ich noch nie gesehen ! Kapillarbrechende Schichten sind etwa 20cm Dick. Du hast aber keinen Grund eine kapillarbechende Schicht einzubauen. Und schalldämmend ist Quatsch - oder haben sich die Regenwürmer schon beschwert? Zementgebundene Dichschlämme auf den alten Beton, dann eine Ausgleichschicht, die sich auch als Dämmung eignet - Fußkälte aber die ist in einer Diele nicht so wichtig - und dann Belag Deiner Wahl. Du kannst auch Dielung auf Kantholz legen - passt auch besser zu Deinem Haus.





Danke für die Antwort. Der Tip mit der Dichtschlämme ist gut, daran hatte ich noch nicht gedacht. Schaden würde sie in meinem Fall nicht. Schalldämmung - da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Ich meinte das mehr in Richtung Trittgeräusche. Splitt ist da ja recht schallschluckend. Gibt ja keinen Millimeter nach. So der Gedanke. Trotzdem würde mich jetzt interessieren, was tatsächlich gegen trockenen Spitt, wie er auch für den Terassenbau genutzt wird (da natürlich feucht) spricht. Was kann denn da passieren? Was ist daran schlechter als bei Perlite, Blähton, Schaumglas oder was es da alles gibt? Mal ganz naiv gefragt



Fußbodenaufbau



Splitt ist natürlich tragfähig-wird daher nicht umsonst im Außenbereich als Unterbau für Wege etc verwendet.

Kapillarbrechende Schichten AUF dem Beton sind sinnlos,
wenn diese Eigenschaft gefordert ist.
Es wird ja ohnehin kein Wasser in flüssigem Zustand dort stehen.
Dampfdiffusion verhindert Splitt nicht, dh oberseitig dampfbremsende oder dichte Beläge wie OSB-Platten verrotten mit der Zeit.
In jedem Fall die Betonplatte oberseitig Abdichten ( Bitumenschweißbahn oä, Dichtungsschlämmen wie zB Multi-Baudicht 2K etc.,allerdings würde ich jeden Boden im Innenbereichen dämmen, der Aufwand und die Kosten sind jetzt ohnehin gering und zukünftige Generationen freuen sich.

Entweder zuerst den Boden nivellieren, dann Abdichtung, dann Dämmplatten und zB Aquapaneel Trockenestrich oder Creoton-Ton-Trockenestrichplatten verwenden oder Holzdielen mit entsprechender Unterkonstruktion verlegen.

Andreas Teich