Glasschaumdämmung mit Gussasphaltestrich in Überschwemmungsgebiet

17.06.2013



Hallo,

durch die erneute Hochwasserwelle wollen wir uns für das nächste Hochwasser auch baulich vorbereiten, um Aufwand und Kosten zu minimieren.
Neben Kalkputz an den Innenwänden bzw. Sichtmauerwerk bei Bruchsteinwänden soll auch der Bodenaufbau optimiert werden. Derzeit haben wir in unserem Haus (BJ. ca. 1870) eine Mischung aus:
- Betonestrich mit Fliesen auf Styropordämmung,
- Betonestrich mit Fliesen auf Trennlage PE auf Lehm/ gewachsenen Boden
- Fliesen auf Werksteinplatten auf Splittsand

Diese sollen durch folgenden Bodenaufbau (von Oben nach Unten) ersetzt werden:
- Fliesenbelag
- Gussasphaltestrich, abgesandet, ca. 3-4 cm, tw. mit Kupferrohr für Fußbodenheizung
- Trennlage Rohglasvlies
- Schaumglasplatten (Foamglas/ Glapor) ca. 4-6 cm
- Feinsplitt als Planum
- Schotter/ Kies/ gewachsener Boden

Hat dies schon jemand so gemacht?
Reicht der Aufbau, dass im Überschwemmungsfall die Glasschaumplatten nicht aufschwimmen?
Ist im Feuchtraum (Bad) eine gesonderte Abdichtung notwendig?



Hochwassersicherer Fußbodenaufbau



Gegenvorschlag:
5 cm Sauberkeitsschicht aus Beton auf vorhandenem Untergrund,
10 cm Foamglasplatten T 4 040 in Heißbitumen eingeschwommen,
40 mm Gußasphalt- Heizestrich als Verbundestrich,
Fliesenbelag.

Viele Grüße



Kostenüberschreitung



Hallo Herr Böttcher,

danke für den Gegenvorschlag. Haben eine erste Kostenschätzung dazu bekommen und allein die 10cm Dämmung kosten ca. 11.000 EUR.
Dies ist leider etwas zu viel. Daher wurde uns ein weiterer Vorschlag unterbreitet:
- Kiessand als tragender Untergrund
- 10cm XPS-Dämmung
- PE Trennlage
- 7cm WU-Beton (tw. als Heizestrich), schwimmend mit Randdämmstreifen
- Fliesenbelag

Wichtig ist, dass sich kein Wasser in den klassischen Abdichtungswannen sammelt. Der Beton kann dann ja wieder trocknen. Z.B. der Garagenboden mit Beton auf Kiessand ist fast schon wieder trocken.

Viele Grüße



Fußbodenaufbau



Ich hatte gerade so einen ähnlichen Fall in Saarbrücken. Wasser aus einem Rohrbruch ist in den Fußbodenaufbau gelaufen. Die Dämmung besteht aus Platten, da gibt es immer kleine Lücken, Fugen, Spalten in der sich das Wasser verteilt. Das herauszubekommen ist aufwändig. Dann droht immer die Gefahr von Schimmelbildung in so einem Aufbau und das riecht man. Ihr neuer Aufbau ist nämlich nichts anderes als ein normaler gedämmter Heizestrich.
Lassen Sie sich nicht von dem Begriff WU- Beton blenden, das bedeutet nicht das der wasserdicht ist. Bei einer Überschwemmung wird auch der Estrich aufgefeuchtet werden.

Viele Grüße



Wie mache ich meinen Fußboden Hochwasserdicht...



Wir sind auch gerade vom Hochwasser überschwemmt worden und haben den gesammten Fußboden herausgerissen. Unsere Idee:

Bitumenpappe, Dyroporplatten 5 cm, Estrich 5cm, Bitumenflüssiganstrich und Flüssigfolie damit bei erneutem Wassereinbruch sich der Estrich nicht mehr vollsaugt. Darauf Latten und Dielung zum wieder herausnehmen.

Was sind Eure Meinungen dazu?

Unter diesem Aufbau ist ca 15cm Beton und darunter ca. 20cm kapillarbrechende Schicht, da wir sehr hohes Grundwasser haben.

Viele Grüße Mario



Fußbodenaufbau



An Mario:
Ich hoffe Sie sind fix genug neben den Möbeln auch die Dielung auszubauen bevor das Wasser kommt. Da sind eine Menge Schrauben herauszudrehen oder wollen Sie auf klappernden Brettern herumlaufen?
Egal wieviel und was Sie auf den Estrich schmieren, an den Randbereichen ist er offen; dort läuft das Wasser UNTER den Estrich und UNTER die Dämmung.
Wozu die kapillarbrechende Schicht?
Bei Hochwasser läuft diese Schicht auch noch mit Wasser voll.
An Schumi zum Preis: 10 cm Foamglasdämmung kosten etwa 40,- €/m² Materialpreis. Das ist ein Mehrpreis von etwa 30,- € pro m² im Vergleich zu üblicher Schaumstoffdämmung bzw. rund 20,- €/m² bei Ihrer Variante. Bei einem Wohnhaus mit ca. 100 m² Wohngrundfläche ist das ein Mehrpreis von ca.2.000,- bzw. 3.000,- €.
Wo nehmen Sie die 11.000,- € her?

Viele Grüße